Wir bei der REWE Group bekennen uns zu klaren Regeln sowohl für unsere eigenen Geschäftstätigkeiten als auch für unsere globalen Liefer- und Wertschöpfungsketten. Wir beziehen eine Vielzahl von Produkten und Produktbestandteilen über Lieferketten, die sich mitunter über mehrere Länder erstrecken. Insbesondere im Rohstoffanbau sowie im Agrarbereich bestehen erhöhte Risiken, dass Arbeits- und Sozialstandards missachtet werden. Daher setzten wir uns seit Jahren insbesondere dort dafür ein, dass Menschenrechte gestärkt und der faire Handel gefördert werden. Wir führen Risikoanalysen durch und setzen bei Eigenmarken auf zertifizierte Rohstoffe, beispielsweise von Standartorganisationen wie Rainforest Alliance oder Fairtrade. Außerdem beteiligen wir uns an Multistakeholder-Initiativen wie dem Kakaoforum oder dem Palmölforum. Zusätzlich führen wir eigene Projekte und Trainingsprogramme in der Lieferkette durch.
Menschenrechte
besser schützen
Unsere Ziele
Seit 2020 wurden 100 Prozent der Tier-1-Produktionsstätten in Risikoländern in das Social-Improvement-Programm der REWE Group integriert.
Jährlich nehmen mindestens 10 Produktionsstätten unserer Eigenmarkenlieferketten im Food- und Non-Food-Bereich an unserem Factory Improvement Training teil
Ziel erreicht: Bis Ende 2025 wird die REWE Group ein Beschwerdemechanismus‑System in relevanten Lieferketten eingeführt haben.
Fairness in der Lieferkette
Dirk Heim, Bereichsleiter Nachhaltigkeit Ware, über die Stärkung des Schutzes von Menschenrechten und die Förderung des fairen Handels in der Lieferkette.
Vier Stufen zur Fairness
In einem vierstufigen Prozess setzen wir uns dafür ein, potenziell nachteilige Auswirkungen unternehmerischen Handelns auf die Menschenrechte systematisch zu ermitteln, zu minimieren und zu verhindern.
Stufe 1: Ausführliche Risiko- und Hot-Spot-Analysen identifizieren mögliche Auswirkungen.
Stufe 2: Aus diesen Erkenntnissen leiten sich Schwerpunkthemen und Fokusrohstoffe ab, bei denen die Gefahr besteht, dass Arbeits- und Sozialstandards missachtet werden. Die Themen „Kinder- und Zwangsarbeit“ sowie „existenzsicherndes Einkommen“ stehen daher im Mittelpunkt unseres Engagements.
Stufe 3: Wir entwickeln Maßnahmen, um negativen Effekten entgegenzuwirken. Zum einen innerhalb der REWE Group, etwa indem wir Einkäufer:innen entsprechend schulen. Zum anderen in der Lieferkette, indem wir eigene Projekte umsetzen oder indem wir Lieferanten auffordern, zertifizierte Rohstoffe zu verarbeiten. Zudem engagieren wir uns auch über die eigene Lieferkette hinaus, etwa indem wir dazu beitragen, standardsetzende Organisationen weiterzuentwickeln.
Stufe 4: Die Aktivitäten werden überwacht und evaluiert. Die Erkenntnisse aus dem Monitoring fließen in die Weiterentwicklung der Maßnahmen ein.
Klares Bekenntnis zu Menschenrechten
Die REWE Group hat im April 2019 eine Grundsatzerklärung zum Thema Menschenrechte veröffentlicht. Darin verpflichten wir uns zu klaren Regeln – sowohl mit Blick auf die eigene unmittelbare Geschäftstätigkeit, als auch innerhalb der weltweiten Lieferketten. Unsere umfassende Verantwortung spiegelt sich zudem in der Leitlinie für Fairness. Darin bekennen wir uns, innerhalb der Lieferketten aller Eigenmarkenprodukte Menschenrechte zu stärken, Arbeitsbedingungen zu verbessern und fairen Handel zu fördern. Im Nachhaltigkeitsbericht beschreiben wir Grundsätze und Leitlinien sowie Maßnahmen zu ihrer Umsetzung.