Nachhaltigkeit

2. März 2019

Grundsatzerklärung Menschenrechte

In den global verzweigten Wertschöpfungsketten liegen in Bezug auf Menschenrechte viele Herausforderungen. Als international führendes Handels- und Touristikunternehmen sind wir uns als REWE Group unserer Verantwortung innerhalb der globalen Warenströme bewusst. Daher verpflichten wir uns dazu, Menschenrechte zu stärken und Menschenrechtsverletzungen vorzubeugen.

Der Hintergrund

Uns als REWE Group ist bewusst, dass wir nur auf Dauer unternehmerisch erfolgreich sein können, wenn die Auswirkungen unserer Geschäftstätigkeit im Einklang mit Mensch und Umwelt stehen. Auch wissen wir, dass die Umsetzung der menschenrechtlichen Sorgfaltspflicht in eigenen Geschäftstätigkeiten sowie in Liefer- und Wertschöpfungsketten ein andauernder Prozess ist. Wir prüfen daher kontinuierlich, wo in unseren Lieferketten besondere Risiken für Menschenrechtsverletzungen bestehen. Dabei stützten wir uns zum einen auf speziell für uns angefertigte Risiko- und Hot Spot-Analysen. Zum anderen überprüfen wir als REWE Group die Auswirkungen unseres Handelns auf die Menschenrechte in Zusammenarbeit mit externen Expert:innen. Als besonders sensible Bereiche wurden Kinder- und Zwangsarbeit, Einkommen, Arbeitszeiten, Diskriminierung, Wahrung der Vereinigungsfreiheit sowie der Arbeits- und Gesundheitsschutz identifiziert.

Unsere Ziele

Wir richten unser unternehmerisches Handeln nach international gültigen Standards und Richtlinien aus, wie etwa der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen oder den Konventionen und Empfehlungen der Internationalen Arbeitsorganisation zu Arbeits- und Sozialstandards. Aus diesen Standards sowie den Erkenntnissen aus den eigenen Risiko- und Hotspot-Analysen, haben wir als REWE Group Richt- und Leitlinien abgeleitet. Sie bilden den verpflichtenden Handlungsrahmen für alle Mitarbeiter:innen und Geschäftspartner und definieren konkrete Ziele und Maßnahmen. Dazu gehören etwa der Verhaltenskodex, die Leitlinien für nachhaltiges Wirtschaften, Fairness oder Nachhaltigkeitsstandards für Lieferanten sowie die Leitlinien für unsere Fokusrohstoffe wie Kakao, Textilien oder Fisch. Darüber hinaus haben wir uns das Ziel gesetzt, in relevanten Lieferketten den Zugang zu einem Beschwerdemechanismus-System bis 2025 sicherzustellen.

Die Maßnahmen

Um unserer Verantwortung für fairen Handel gerecht zu werden, setzen wir auf eine Vielzahl von Maßnahmen: Mitarbeiter:innen werden geschult, Trainings für Lieferanten veranstaltet, Audits durchgeführt, eigene (Hilfs-)Projekte umgesetzt und konkrete Anforderungen an Lieferanten und Dienstleister formuliert. Alle unsere Geschäftspartner sind verpflichtet, Mindestanforderungen wie international und national geltende Gesetze sowie die Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation einzuhalten. Zudem verlangen die Herausforderungen in den global verzweigten Wertschöpfungsketten Ansätze, die ganze Sektoren langfristig verändern. Deshalb engagieren wir uns in Brancheninitiativen und stoßen diese zum Teil selbst mit an. Dahinter steht das Ziel, möglichst viele Akteur:innen entlang der Wertschöpfungskette einzubinden und gemeinsam Ansätze für dauerhaft positive Entwicklungen zu finden. Zudem arbeiten wir mit anerkannten Zertifizierungsorganisationen zusammen.

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