Nachhaltigkeit

8. März 2021

Leitlinie für Frauen in der Liefer­kette

Auf Kaffee-, Palmöl- oder Baumwollplantagen arbeiten häufig viele Frauen – sie sind dabei überproportional stark von Armut, Unsicherheit, Diskriminierung, Gewalt oder Ausbeutung betroffen. Diese Situation wollen wir als REWE Group verbessern, indem wir die Rechte der Frauen in den Lieferketten stärken und ihre Eigenständigkeit sowie ökonomische Teilhabe fördern.

Der Hintergrund

Welchen konkreten negativen menschenrechtlichen Auswirkungen sind Frauen besonders ausgesetzt und in welchen für uns als REWE Group relevanten Sektoren und Ländern sind die Risiken für Frauen besonders hoch? Zu diesen Fragen führten wir im Jahr 2020 eine Risikoanalyse durch. Das Ergebnis: In allen Lieferketten für Produkte der Eigenmarken von REWE, PENNY, BILLA, MERKUR, BIPA, ADEG und toom Baumarkt sind Frauen präsent – und dem Risiko ausgesetzt, von Menschrechtsverletzungen betroffen zu sein; Das können niedrige Löhne sein, Arbeit ohne Verträge oder sexuelle Belästigung. Die Kontrolle der Einnahmen liegt häufig bei den Männern, zudem wird Frauen oftmals das Recht verweigert, Land zu besitzen. So haben sie meist keine Möglichkeit der Teilhabe am wirtschaftlichen Leben.

Unsere Ziele

Um den Risiken, denen Frauen in der Lieferkette ausgesetzt sind zu begegnen, verfolgen wir als REWE Group drei Ziele:

  • Den Dialog mit den Stakeholdern in Bezug auf die Rechte und Bedürfnisse von Frauen zu suchen und zu pflegen, ihre Anforderungen diesbezüglich zu kommunizieren und relevante Mitarbeiter:innen zu schulen.

  • Im Rahmen des „Social Capacity Building Programs“ werden die spezifischen Bedürfnisse von und die Risiken für Frauen adressiert.

  • Zudem wollen wir als REWE Group mit gezielten Projekten die Rechte der Frauen stärken und ihre ökonomische Eigenständigkeit und Teilhabe fördern.

Die Maßnahmen

Wir bekennen uns als Mitglied der UN-Initiative „Women’s Empowerment Principles“ zur gezielten Stärkung von Frauen im Unternehmen und in der Gesellschaft. Unsere Ziele unterstützen wir mit verschiedenen Maßnahmen: So kaufen wir etwa Rohstoffe nach Standards wie Fairtrade ein, die die Gleichbehandlung und den Schutz von Frauen erfordern. Des Weiteren wirken wir in Multi-Stakeholder-Initiativen mit, die zum Ziel haben, die Rechte von Frauen zu schützen und sie in ihrer Selbstständigkeit zu fördern. Beispielsweise erhalten Frauen in der Fairtrade-Kaffeekooperative Valle de Incahuasi in Peru betriebswirtschaftliche Grundkenntnisse. Und das Fairhandels-Engagement für Schnittrosen in Ostafrika sorgt etwa für faire Bezahlung der Arbeiterinnen.

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