Mann hält Schüssel mit Tomaten

Lebensmittel und Ernährung

Als Sprachrohr für die Interessen unserer rund 384.000 Kolleginnen und Kollegen vertreten wir die Interessen der REWE Group gegenüber der Politik. Was das im Detail bedeutet, können Sie auf den nachfolgenden Texten nachlesen.

Ausstieg aus dem Kükentöten

Die REWE Group ist Vorreiter im Ausstieg aus der Praxis des Kükentötens und hat maßgeblich zur Entwicklung eines Verfahrens zur Geschlechtsbestimmung im Brutei beigetragen. Durch dieses Verfahren und alternative Aufzuchtmethoden konnten seit 2016 über 300 Millionen Eier ohne Kükentöten verkauft werden. Der im September 2019 durch das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft vorgelegte Gesetzentwurf beinhaltet einige Aspekte, die den Erfolg des Ausstiegs aus dem Kükentöten gefährden.

Wir schaffen das Kükentöten ab.
Über 300 Millionen Eier ohne Kükentöten wurden seit 2016 bei REWE und PENNY verkauft.

Nutri-Score

Bei einer vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft durchgeführten Verbraucherumfrage siegte der Nutri-Score als Modell für eine bessere Orientierung beim Einkauf. Durch die erfolgreiche Notifizierung darf das System seit November 2019 auch in Deutschland verwendet werden. Die REWE Group hat sich dazu entschlossen, den Nutri-Score als Kennzeichnungssystem für Eigenmarkenprodukte in Deutschland einzuführen.

Wir setzen auf Transparenz.
Die PENNY Eigenmarke Naturgut startete mit 50 Produkten mit Nutri-Score-Kennzeichnung. Das Angebot wird sukzessive ausgeweitet.

Ausstieg aus betäubungs­loser Ferkel­kastration

Seit dem 1. Januar 2021 dürfen Ferkel nur noch unter wirksamer Schmerzausschaltung – und nicht wie bisher betäubungslos – kastriert werden. Die REWE Group akzeptiert alle gängigen Alternativen, um den schnellstmöglichen Ausstieg aus der betäubungslosen Ferkelkastration zu erreichen.

Für mehr Tierwohl.
Seit August 2015 streben wir den Vertrieb von Fleisch von nicht betäubungslos kastrierten Ferkeln in unseren Eigenmarken an.

Maßnahmen gegen Lebensmittel­verschwendung

Elf Millionen Tonnen Lebensmittel landen in Deutschland jedes Jahr im Müll. Das Bundeskabinett hat deshalb die Nationale Strategie zur Reduzierung der Lebensmittelverschwendung beschlossen. Bis 2030 soll in Deutschland die Lebensmittelverschwendung pro Kopf auf Einzelhandels- und Verbraucherebene halbiert und die entlang der Produktions- und Lieferketten entstehenden Lebensmittelabfälle reduziert werden. Die Bundesregierung folgt damit den von den Vereinten Nationen verabschiedeten Zielen für Nachhaltige Entwicklung (SDG). REWE und PENNY engagieren sich bereits seit Jahren intensiv gegen Foodwaste, denn Lebensmittel wegzuwerfen, widerspricht den sozialen, ökologischen und ökonomischen Überzeugungen der REWE Group. Dabei sind die Maßnahmen sehr vielfältig.

Gegen Lebensmittelverschwendung.
PENNY und REWE verkaufen im Jahresdurchschnitt über 98 Prozent ihrer Lebensmittel – und arbeiten eng mit den Tafeln zusammen.

Umstellung von konventioneller Ware auf Bio-Qualität

Ökologisch produzierte Ware wird von unseren Kundinnen und Kunden immer stärker nachgefragt, vor allem im Bereich Obst und Gemüse. Allerdings ist die Umstellung auf Öko-Landbau für die Produzenten mit Herausforderungen verbunden. So dürfen die Produkte, die bereits unter ökologischen Bedingungen erzeugt werden, nicht als solche vermarktet werden. Eine Übergangsfrist von zwei beziehungsweise drei Jahren muss verstreichen, ehe die Produkte mit den entsprechenden Bio-Siegeln in den Verkauf gehen dürfen. So gibt es für Obst und Gemüse in Umstellung kaum Vermarktungsmöglichkeiten, außer als sie als konventionelle Ware zu verkaufen. Dies wird dem Aufwand im Anbau nicht gerecht.

Wir unterstützen bei der Umstellung auf Bio-Anbau.
250 Tonnen Junior-Helden-Äpfel vermarktete PENNY im Jahr 2020. PENNY zahlt Landwirt:innen einen Aufpreis für die Bio-Umstellungsware.