Die Wurzeln: ein Markt mit Herz – und Familie
Dass er diese Haltung nicht im Lehrbuch, sondern im Elternhaus gelernt hat, ist unübersehbar. Wer den Markt seiner Eltern in Odenthal besucht, spürt sofort, was es bedeutet, wenn Kundennähe mehr ist als ein Konzept. Hier grüßt man sich noch. Hier kennt man sich. Hier wird geholfen, bevor jemand fragt. Dietmar Tönnies (64), Konstantins Vater, beschreibt den Laden als „Lebensmitteltreffpunkt“, seine Frau Franzis (65) strahlt eine Wärme aus, die viele Kundinnen und Kunden zum Wiederkommen bewegt. Auch die Oma (90) schaut regelmäßig vorbei, um zu helfen oder einfach Hallo zu sagen. Menschlichkeit ist hier keine Strategie, sondern Haltung – und gelebter Alltag.
Der Markt wurde 2024 mit dem Supermarkt Stars Award als bestes Team Deutschlands ausgezeichnet – eine Anerkennung für gelebte Vielfalt, soziale Verantwortung und ein Miteinander, das weit über das Übliche hinausgeht. 65 Mitarbeiter aus elf Nationen, darunter auch Menschen mit Handicap, sind eine verschworene Gemeinschaft.
Konstantin Tönnies hat dort viel mitgenommen. Den Blick für Details. Den Anspruch an Qualität. Aber vor allem den Sinn für das Wesentliche: Wenn du Menschen magst, bist du automatisch hilfsbereit und freundlich. Das Fachliche kann man lernen. Die Haltung muss man mitbringen
, sagt sein Vater. Dass sein Sohn den Markt nicht übernimmt, ist für Dietmar Tönnies kein Problem – im Gegenteil. Konstantin soll seinen eigenen Weg gehen. Dass er das tut – mit Herz und Haltung – macht uns stolz.
Der Familienname bleibt Teil des Handels. Aber die Geschichte wird (in Hannover) neu geschrieben.
Erst bin ich in die Welt hinaus und habe sie kennengelernt. Jetzt lade ich sie zu mir nach Hause ein – mit den Produkten, mit den Mitarbeitenden und ganz unterschiedlichen Kunden. Und darauf freue ich mich sehr.