Ein Paar steht in einem Supermarkt vor einer Auslage mit Orangen und legen Obst in ein Netz.

Studie zur Entwicklung des nachhaltigen Lebensmittelkonsums 2025

Nachhaltigkeit beim Lebensmittelkonsum bleibt relevant

Mit unseren wöchentlich 50 Millionen Kund:innen haben wir als REWE Group die Möglichkeit, nachhaltigen Konsum im Alltag der Menschen zu etablieren. Hier liegt eine große Verantwortung, denn Lebensmittel haben entlang ihrer Wertschöpfungskette Einfluss auf den Klimawandel und die Artenvielfalt. Wir gehen voran und haben erneut, als Fortsetzung der Studie aus dem Jahr 2023, eine Studie zum nachhaltigen Konsum im LEH beauftragt. Denn: Wir möchten verstehen, wie sich die Präferenzen und das Einkaufsverhalten der Verbraucher:innen in Bezug auf nachhaltigere Nahrungsmittel entwickeln. Auf diese Weise wollen wir Trends und Treiber erkennen, um die Ernährungswende voranzutreiben. Hat Nachhaltigkeit in der öffentlichen Debatte zuletzt an Priorität verloren, zeigt sich im Konsumverhalten ein differenziertes Bild: Bio ist ein stabiler Wachstumstreiber, pflanzliche Alternativen entwickeln sich zunehmend gesplittet, Regionalität bleibt relevant. Und: In Zukunft wird es darauf ankommen, Verantwortung, Genuss und Alltagstauglichkeit zusammen zu bringen.

Auf dieser Seite sind die wichtigsten Erkenntnisse sowie die gesamte Studie als PDF zu finden.

Nachhaltiger Konsum ist heute keine Frage des Verzichts mehr, sondern der Alltagstauglichkeit. Unsere Studie zeigt: Bio, pflanzliche Alternativen und regionale Produkte wachsen dann, wenn sie Genuss, Qualität und einfache Wahl vereinen. Genau hier sehen wir unsere Verantwortung als Handel – nachhaltige Ernährung so zugänglich zu machen, dass sie für möglichst viele Menschen ganz selbstverständlich wird.

Dr. Daniela Büchel, Mitglied des Vorstands – Human Resources und Nachhaltigkeit (Chief People and Sustainability Officer)

Porträt von Dr. Daniela Büchel

Dr. Daniela Büchel, Mitglied des Vorstands – Human Resources und Nachhaltigkeit (Chief People and Sustainability Officer)

Die Daten zeigen einen Strukturwandel: Nachhaltiger Konsum folgt weniger moralischen Motiven als vielmehr erlebter Relevanz im Alltag. Bio ist etabliert, pflanzliche Alternativen wachsen selektiv, und Regionalität bleibt relevant, verliert aber ihre Selbstverständlichkeit als Wachstumsgarantie. Zukunft entsteht dort, wo Nachhaltigkeit als eigenständiger Nutzen – nicht als Ersatz oder Kompromiss – wahrgenommen wird.

Dr. Robert Kecskes, Senior Insights Director Germany, YouGov DE Shopper Panel

Porträt von Robert Kecskes

Dr. Robert Kecskes, Senior Insights Director Germany, YouGov DE Shopper Panel

Die zentralen Ergebnisse der Studie im Überblick

  • Bio wächst 2025 überdurchschnittlich, obwohl Umwelt- und Klimaschutz in der öffentlichen Priorisierung zurückfallen. Bio-Produkte sind im Mainstream angekommen und werden als selbstverständlicher Bestandteil einer „guten“ und gesunden Ernährung wahrgenommen.

  • Das Wachstum pflanzlicher Alternativen folgt nahezu ausschließlich bestehenden pflanzlichen Ernährungsgewohnheiten – diese stagnierten zuletzt. Pflanzliche Alternativen wachsen dort, wo sie sich vom Ersatzdenken lösen.

  • Trotz ihres hohen Niveaus ist die Affinität zu regionalen Produkten seit dem Allzeithoch während der Pandemie wieder rückläufig. Regionalität bleibt damit ein wichtiges Thema, weiteres Wachstum ist aber nicht garantiert.

Die Studie im Überblick

Nachhaltigkeit verliert in der öffentlichen Debatte an Priorität – im Konsumverhalten zeigt sich jedoch ein differenzierteres Bild: Bio bleibt ein stabiler Wachstumstreiber, pflanzliche Alternativen entwickeln sich zunehmend gesplittet, und Regionalität bleibt relevant, auch wenn die Affinität für regionale Produkte zuletzt etwas abgenommen hat. Wachstum entsteht in Zukunft dort, wo Verantwortung, Genuss und Alltagstauglichkeit zusammengeführt werden.

Hintergrund zur Studie

Die Studie ist eine Kooperation der REWE Group mit YouGov. Analysiert wurden das Kaufverhalten in Bezug auf Bio-Produkte, pflanzliche Alternativen sowie regionale Produkte. Zum Einsatz kamen multivariate Regressionsmodelle sowie Shapley-Value-Analysen. Ergänzend wurden Zeitreihen aus dem YouGov DE Shopper Panel mit seinen brutto 30.000 Haushalten als Datenbasis sowie bekannte Marktdaten herangezogen, um die Ergebnisse kontextuell einzuordnen und Kategorien abzuleiten.

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