Politik

27. Februar 2024

Drei Fragen an Natalie Kol zur Arbeitsmarktintegration geflüchteter Menschen

Für ihr Integrationsprojekt „KIMAT“ war die REWE Region Süd für den Deutschen Fachkräftepreis 2024 in der Kategorie Fachkräftezuwanderung nominiert. Natalie Kol, Personalleiterin der Region Süd, stellt in unserem Format „Drei Fragen an“ das Projekt sowie weitere Maßnahmen zur Arbeitsmarktintegration vor.
Lesezeit: 5 Min.
  • Herzlichen Glückwunsch zu der Nominierung! Was hat Ihnen und Ihrem Team diese Anerkennung bedeutet?

    Herzlichen Dank! Wir freuen uns sehr. Ich würde sagen, neben zufriedenen und glücklichen Mitarbeiter:innen dürfte solch eine Nominierung mit die schönste Anerkennung sein. Denn sie zeigt dem Team und mir, dass wir einen wertvollen Beitrag in der Arbeitswelt leisten. Es steckt jede Menge Arbeit und Herzblut in dem Projekt – umso mehr freuen wir uns, wenn unsere Arbeit in so einem spannenden Umfeld wie der Nominierung zum Deutschen Fachkräftepreis sichtbar geworden ist.

  • Was zeichnet das Projekt „KIMAT“ aus?

    KIMAT ist als Projekt gestartet, hat sich aber inzwischen zu einem Konzept entwickelt.

    Die Abkürzung steht für Konzept zur Integration von Migranten in den Arbeitsmarkt und in den Teams. Und das leben wir mit nachhaltigem Engagement und anhaltender Begeisterung. Wir fördern im Rahmen dieses Konzepts die Integration von Menschen mit Migrationshintergrund in unser Unternehmen. Konkret bedeutet das, dass wir ständig im Kontakt mit Behörden und Trägervereinen stehen und viel Zeit in die Schnittstellenarbeit investieren. Das zahlt sich aus, denn wir können immer wieder Geflüchtete und Menschen mit Migrationshintergrund einstellen, die dann eine tolle Laufbahn bei der REWE durchleben. Unsere Führungskräfte wiederum werden dank KIMAT und unserem Integrationskoordinator unterstützt, etwa über Beschäftigungsmöglichkeiten von Asylbewerber:innen umfassend informiert. So werden Barrieren ab- und Beschäftigungsverhältnisse aufgebaut. Und – worauf wir ein besonderes Augenmerk legen – unsere geflüchteten Kolleg:innen erhalten laufend Unterstützung in sämtlichen Belangen, nicht nur zu Beginn des Arbeitsverhältnisses. Damit Integration nicht nur ein Schlagwort bleibt, sondern dauerhaft gelebt wird.

     

  • Welche weiteren Maßnahmen ergreift die REWE Süd, um die Integration geflüchteter Menschen in den Arbeitsmarkt zu stärken?

    Das ist ein bunter Strauß: Gemeinsam mit unseren Kooperationspartnern bieten wir beispielsweise Nachhilfe im Bereich Ausbildung (Assistierte Ausbildung, ASA) sowie Sprachkurse für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Markt an. Hier arbeiten wir mit den Trägern zusammen, insbesondere wenn soziale Integrationsaspekte wie beispielsweise die Wohnungssuche im Vordergrund stehen. Im Bereich Logistik bieten wir Inhouse-Deutschkurse an und präsentieren Best-Practice-Beispiele von Geflüchteten, die bei REWE-Karriere gemacht haben. Außerdem beraten wir die Führungskräfte im Markt zum Thema Integration.

Porträt von Natalie Kol
Über:
Natalie Kol

ist Personalleiterin der REWE Süd und seit 2016 im Unternehmen tätig.

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