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10. April 2019

REWE Group und Fairtrade


Partner von Anfang an

Orangenbaum

Mit fair gehandeltem Kaffee fing 1993 alles an: Die REWE Group gehört zu den Pionieren im Handel mit Fairtrade-Produkten in Deutschland. Seitdem tragen immer mehr Eigenmarken das Siegel für fairen Handel. Ihr Verkauf trägt dazu bei, die Lebens- und Arbeitsbedingungen von Kleinbauern zu verbessern. Im Mittelpunkt der jüngsten gemeinsamen Projekte stehen kleinbäuerliche Orangenplantagen in Brasilien und eine Kaffee-Kooperative in Peru.

Orangenanbau und Saftproduktion im brasilianischen Zitrusgürtel stehen vor vielschichtigen sozialen und ökologischen Herausforderungen. Wie lässt sich die Situation verbessern?

Die REWE Group hat gemeinsam mit Fairtrade ein Projekt gestartet, um die wirtschaftliche Situation speziell von kleinbäuerlichen Orangenproduzenten in den brasilianischen Bundesstaaten Parana, Sao Paulo und Rio Grande do Sul zu stärken. Im Mittelpunkt stehen Menschen auf Plantagen, die die Saftorangen ernten: Bauern, Erntehelfer, Führungskräfte und technische Berater. Sie erhalten Hilfe zur Selbsthilfe: Schulungsprogramme machen sie mit landwirtschaftlichen Methoden vertraut, die nicht nur die Produktion steigern, sondern auch die Arbeitsbedingungen verbessern und die Umwelt schonen. „Es war uns wichtig, gemeinschaftlich Lösungen zu entwickeln, die einen nachhaltigen Anbau unterstützen und die Situation der Menschen vor Ort verbessern. Alle Maßnahmen sind Hilfe zur Selbsthilfe und sollen langfristig durch Schulungen in den Produzentenorganisationen verankert werden“, erläutert Jan-Peer Brenneke, Geschäftsführer Eigenmarken Einkauf & Entwicklung national/international der REWE Group.  

Die Zusammenarbeit mit Fairtrade gewährleistet einen hohen sozialen und ökologischen Standard. Das Besondere an dem Orangensaft: Die Lieferkette ist von den Warenströmen konventioneller Orangensäfte getrennt.
 

Das Fairtrade-Siegel kennzeichnet Waren, die aus fairem Handel stammen und bei deren Herstellung bestimmte soziale, ökologische und ökonomische Kriterien eingehalten werden. Festgesetzte Mindestpreise und Prämien ermöglichen Kleinbauern eine verbesserte Lebenssituation und höhere Planungssicherheit. Die Fairtrade-Prämie dient der Finanzierung von Gemeinschaftsprojekten – etwa Investitionen in Weiterbildungen, Qualitätssicherung, Gesundheitsversorgung sowie der Umstellung auf nachhaltigere Landwirtschaft. Über die Verwendung entscheiden die Bauern und Beschäftigten selbst. Die Umweltkriterien, wie das Verbot von Gentechnik und gefährlichen Pestiziden sowie der verantwortungsvolle Umgang mit Wasser, fördern eine umweltverträgliche Produktion. 

Mit dem Fairtrade-Orangensaft erweitern REWE und PENNY ihr ohnehin bereits sehr umfangreiches Sortiment fair gehandelter Produkte. Den Anfang hatte REWE 1993 mit fair gehandeltem Kaffee gemacht – und war damit einer der Pioniere von Fairtrade. Es folgten Tee, Schokolade, Süßwaren und Reis. 2007 hatte die REWE Group ebenfalls als erster Lebensmittelhändler in Deutschland fair gehandelte Schnittrosen aus Ostafrika ins Angebot von REWE- und PENNY-Märkten aufgenommen; 2016 folgten Fairtrade-Weihnachtssterne. Kontinuierlich baute die REWE Group auch das Sortiment der Eigenmarken-Produkte mit Fairtrade-Zutaten aus. Ein Meilenstein war dabei die Einführung des von REWE vom Start weg unterstützten Fairtrade-Kakaoprogramms 2014: Seitdem können Unternehmen neben klassischen Schokoladen-Artikeln mit dem Fairtrade-Siegel auch Fairtrade-Kakao oder -Zucker als Einzelrohstoff beziehen und für die Gesamtproduktion verwenden. Diese weitere Option eröffnet Kleinbauern zusätzliche Einnahmen für die Umsetzung von Projekten.

Seit 2018 stellt die REWE Group als Erster im deutschen Lebensmittelhandel ihr komplettes Eigenmarken-Schokoladensortiment in den mehr als 5500 REWE- und PENNY-Märkten auf das Fairtrade-Kakaoprogramm um. Neben Schokoladentafeln und Schokoriegeln betrifft das Pralinen, Oster- und Weihnachtssüßwaren, Instantkakao sowie Nuss-Nougat Brotaufstriche.  

Auf dem Weg, bis Ende 2020 alle Kaffee-Eigenmarken auf 100-Prozent-zertifizierten Kaffee umzustellen, nimmt die Partnerschaft mit der peruanischen Fairtrade-Kooperative Valle des Incahuasi für die REWE Group eine wichtige Rolle ein. Die 360 Bauern der Kooperative produzieren den REWE Feine Welt Kaffee, der neben Fairtrade- auch bio-zertifiziert ist. Für die hohe Qualität der Bohnen gibt es vor allem zwei Gründe: schonende Anbaumethoden und die besondere Lage der Plantage in einer Höhe von bis zu 2200 Metern. Mit dem Projekt „Incahuasi +“ haben die REWE Group und Fairtrade Ende 2018 begonnen, die Zusammenarbeit mit der Kaffeekooperative auf ein neues Level zu haben. Die Partner unterstützen die Kaffeebauern, die Produktivität ihrer Plantagen weiter zu erhöhen – indem sie zum Beispiel Kenntnisse vermitteln, wie Kaffeekrankheiten abgewehrt werden können und die Biodiversität verbessert werden kann. Hilfe zur Selbsthilfe, zum Vorteil für alle Beteiligten.