Politik

13. Oktober 2020

Umwelt- und Abfallrecht und Kreislaufwirtschaft

Die REWE Group nimmt ihre unternehmerische Verantwortung ernst und verfolgt seit Jahren eine umfassende Nachhaltigkeitsstrategie, die auch Aspekte der Kreislaufwirtschaft miteinschließt. So wollen wir bis 2030 alle unsere Eigenmarkenverpackungen umweltfreundlicher machen. Wir sind bereit, Vorreiter zu sein, wenn die rechtlichen Rahmenbedingungen Spielräume lassen und sachgerechte Anforderungen stellen. Der Lebensmitteleinzelhandel (LEH) wird jedoch aufgrund seiner großen räumlichen Verbreitung mit tausenden Verkaufsstellen, angesichts von Millionen Kundinnen und Kunden täglich, und der Tatsache, dass zahlreiche Produkte durch den LEH erstmals an Endkunden abgegeben werden, häufig bei abfall- und umweltrechtlichen Vorhaben in die Pflicht genommen – ohne, dass sich eine unmittelbare Verantwortung des LEH ergibt, oder dass die Regelungen geeignet wären, das zugrundeliegende politische Problem adäquat zu lösen. So ist nicht einzusehen, warum der Handel für Kosten von Verunreinigungen im öffentlichen Raum aufkommen soll, die von ordnungswidrig handelnden Bürgerinnen und Bürgern verursacht werden. Und eine simple Ausweitung von Sammelstellen, etwa bei Elektroaltgeräten, wird nicht oder nur wenig zur besseren Erfüllung von Recyclingquoten beitragen, verursacht uns jedoch hohe Kosten für eine fachgerechte Erfassung und Entsorgung.