Nachhaltigkeit

15. Juni 2022

REWE schafft mehr Transparenz bei Bio-Milch und -Fleisch

Bei Fleisch und Milch der Eigenmarke REWE Bio haben Kund:innen ab sofort die Möglichkeit, mehr Informationen zur Herkunft und zu den einzelnen Produktionsstufen zu erfahren. Ein QR-Code auf der Verpackung macht’s möglich. Einkäuferin Dr. Carolin Winkel über die Hintergründe.

Woher stammt mein Steak? Wo wurde das Fleisch verarbeitet, abgepackt und in den Handel gebracht? Fragen, die für immer mehr Konsument:innen kaufentscheidend sind. REWE macht es ab sofort leicht, sich transparent über die Herkunft von Produkten zu informieren – mittels QR-Code auf der Verpackung. Den Start machen ausgewählte Molkerei- und Fleischprodukte. Carolin Winkel, Buyer Ware Ultrafrische 2 bei der REWE Group, erklärt im Interview, wie das geht und was es bringt.

Frau Winkel, Sie möchten Kund:innen mehr Informationen zur Herkunft an die Hand geben. Warum?

In der heutigen Zeit spielen Ursprung, Herkunft, Regionalität und Rückverfolgbarkeit von Lebensmitteln eine immer größere Rolle bei der Kaufentscheidung unserer Kund:innen. Die Corona-Krise hat diesen Trend nochmals verstärkt. Studien wie der Forsa-Ernährungsreport aus dem Jahr 2021 zeigen, dass die Herkunft des Rohstoffs in einigen Warengruppen sogar den Preis als Kaufkriterium schlägt. Insbesondere bei Fleisch- und Milchprodukten möchten immer mehr Menschen möglichst genau wissen, wo die Produkte herkommen und wie sie verarbeitet wurden. Daher haben unsere Kund:innen bei Fleisch und Milch der Eigenmarke REWE Bio ab sofort die Möglichkeit, ganz unkompliziert via QR-Code an diese Informationen zu gelangen.

Porträt von Dr. Carolin Winkel.
Über:
Carolin Winkel

ist Buyer Ware Ultrafrische 2 bei der REWE Group

Wie funktioniert das genau?

Zunächst muss der QR-Code auf der Produktverpackung gescannt und anschließend die Chargen- beziehungsweise LOT-Nummer eingegeben werden. Als Ergebnis werden die produktspezifischen Informationen angezeigt und die einzelnen Fertigungsstufen entlang der Wertschöpfungskette des Produkts bis zu seinem Ausgangsort offengelegt. Das sind zusätzliche Informationen, die wir in diesem Umfang aufgrund des begrenzten Platzes nicht auf der Verpackung unterbringen können.

 

Handydisplay mit REWE App um Lebensmittelherkunft zu ermitteln.

Mehr Transparenz: Über das Scannen des QR-Codes können Informationen zur Herkunft abgerufen werden

Für viele Lebensmittel gibt es bereits eine verpflichtende Herkunftskennzeichnung. Was ist der Unterschied?

Im Unterschied zu den Angaben zu Ursprung und Herkunft auf einer Verpackung wird bei der transparenten Rückverfolgbarkeit die Lieferkette der Lebensmittel aufgezeichnet, anhand derer man schrittweise zum Ursprung zurückkommt. Vereinfacht ausgedrückt könnte man sagen: Wer hat was wo mit einem Produkt gemacht? Beispielsweise wird bei einem REWE Bio Rinder-Rumpsteak transparent und chargengenau sichtbar, in welchen Betrieben das Tier geschlachtet, zerlegt und verarbeitet wurde. Auch die Haltungsformkennzeichnung wird angegeben.

 

Wer hinterlegt denn die entsprechenden Informationen?

Bei dem Service nutzt REWE die Plattform „fTRACE“. Die Technologie bezieht die Angaben zu den einzelnen Artikeln direkt von unseren Lieferanten, die diese täglich und just in time ins System einpflegen. Darüber hinaus sind Daten aus externen Datenbanken, wie zum Beispiel dem QS-Prüfsystem für Lebensmittelsicherheit und der Initiative Tierwohl hinterlegt. Dies garantiert eine hohe und zuverlässige Datenqualität und einen automatischen Abgleich der Angaben zur Plausibilitätskontrolle.

Welche Vorteile bietet das System für REWE?

Rückverfolgbarkeit und Lieferkettentransparenz fördern das Vertrauen in Produkte. Das hilft uns natürlich auch als Händler, unter anderem in der Differenzierung unserer Eigenmarken vom Wettbewerb.

Warum startet REWE mit den beiden Warengruppen Milch und Fleisch?

Insbesondere bei tierischen Produkten gibt es einen großen Wunsch von unseren Kund:innen nach Herkunftstransparenz. Daher wurden Milch und Fleisch von REWE Bio als erste Produkte für die Rückverfolgbarkeitskennzeichnung ausgewählt. Im Zuge des Pilotprojekts werden im Laufe der kommenden Wochen insgesamt ca. 36 REWE Bio-Fleisch- und 2 REWE Bio-Milchartikel integriert.

Wie sehen die Planungen für den Ausbau des Angebotes aus?

Abhängig davon, ob und wie das Angebot an Zusatzinformationen angenommen wird, ist denkbar, dieses in Zukunft auf weitere Artikel auszuweiten.

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