Porträt von Torsten Burmester, Oberbürgermeister der Stadt Köln, und Lionel Souque, Vorstandsvorsitzender der REWE Group

Unternehmen

14. September 2026

REWE Group ermöglicht Kölner Kulturfonds

Fördermodell hilft der Freien Kulturszene, Bundes- und EU-Mittel nach Köln zu holen

Lesezeit: 6 Min.

Die Stadt Köln, die REWE Group und der Kölner Kulturrat e. V. schaffen mit dem Kölner Kulturfonds ein neues Förderinstrument für die Freie Kulturszene. Viele Programme des Bundes und der Europäischen Union verlangen von Antragstellenden einen Eigenanteil von zehn bis 40 Prozent der Projektkosten. Genau hier setzt der Kölner Kulturfonds an: Er stellt die erforderlichen Eigenmittel in Aussicht und ermöglicht Kulturschaffenden damit, sich um Bundes- und EU-Förderungen zu bewerben. Wird die beantragte Förderung bewilligt und ist die Gesamtfinanzierung gesichert, zahlt der Fonds den zugesagten Eigenanteil aus. Den finanziellen Grundstein legt die REWE Group mit einem Beitrag von 100.000 Euro.

Für viele Kulturtätige und kleinere Kulturorganisationen stellt die notwendige Kofinanzierung bislang eine entscheidende Hürde dar. Obwohl ein Vorhaben inhaltlich überzeugt, gesellschaftliche Impulse setzt oder internationale Strahlkraft entfalten kann, wird es häufig gar nicht erst für eine Förderung eingereicht, weil die erforderlichen Eigenmittel fehlen. Der Kölner Kulturfonds schließt diese Finanzierungslücke: So kann jeder eingesetzte Euro ein Vielfaches an zusätzlicher Förderung mobilisieren.

Kultur ist ein wichtiger Standortfaktor für Köln. Sie macht unsere Stadt lebenswert, bringt Menschen und Ideen zusammen und trägt wesentlich zur Attraktivität Kölns bei. Dass sich die REWE Group als Kölner Unternehmen für die Kultur in unserer Stadt engagiert und damit zusätzliche Fördermöglichkeiten eröffnet, ist ein starkes Zeichen für unternehmerische Verantwortung, sagt Torsten Burmester, Oberbürgermeister der Stadt Köln.

Die Idee für den Kölner Kulturfonds ist aus einem konkreten Bedarf der Freien Szene entstanden. Immer wieder haben wir erlebt, dass ambitionierte Projekte nicht eingereicht werden konnten, weil der erforderliche Eigenanteil fehlte. Dass wir dafür nun gemeinsam mit der REWE Group und dem Kölner Kulturrat eine Lösung geschaffen haben, ist ein wichtiger Schritt. Der Fonds ermöglicht es, zusätzliche Fördermittel für Köln zu gewinnen und eröffnet unseren Kulturakteur*innen neue Handlungsspielräume, sagt Stefan Charles, Beigeordneter für Kunst und Kultur.

Kultur schafft Begegnung und macht Köln lebendig und vielfältig. Als in Köln verwurzeltes Unternehmen möchten wir einen Beitrag dazu leisten, diese Stärke unserer Stadt langfristig zu sichern. Mit dem Kölner Kulturfonds schließen wir eine wichtige Finanzierungslücke und schaffen die Grundlage dafür, dass zusätzliche Fördermittel nach Köln fließen können. So wollen wir mehr kulturelle Projekte ermöglichen. Gleichzeitig ist das eine Einladung an weitere Unternehmen, sich gemeinsam mit uns für den Kulturstandort Köln zu engagieren. Denn je mehr Partner Verantwortung übernehmen, desto mehr können wir für die kulturelle Vielfalt und Zukunft unserer Stadt erreichen, sagt Lionel Souque, Vorstandsvorsitzender der REWE Group.

Gruppenfoto von Bruno Wenn, Vorsitzender Kölner Kulturrat e.V., Lionel Souque, Vorstandsvorsitzender der REWE Group, Dr. Juana von Stein, Kulturamtsleiterin der Stadt Köln, Torsten Burmester Oberbürgermeister der Stadt Köln, Stefan Charles, Beigeordneter für Kunst und Kultur

v.l.n.r. Bruno Wenn, Vorsitzender Kölner Kulturrat e.V., Lionel Souque, Vorstandsvorsitzender der REWE Group, Dr. Juana von Stein, Kulturamtsleiterin der Stadt Köln, Torsten Burmester Oberbürgermeister der Stadt Köln, Stefan Charles, Beigeordneter für Kunst und Kultur

Privates Engagement trifft öffentliche Fachexpertise

Und so funktioniert es: Kulturakteur*innen stellen beim Kölner Kulturrat e. V. einen Antrag auf Übernahme des benötigten Eigenanteils. Dieser nimmt den Antrag entgegen und leitet ihn zur fachlichen Prüfung an das Kulturamt der Stadt Köln weiter. Das Kulturamt bewertet die grundsätzliche Förderwürdigkeit des Vorhabens sowie die Plausibilität der geplanten Antragstellung auf Bundes- oder EU-Ebene.

Fällt das fachliche Votum des Kulturamts positiv aus, stellt der Kölner Kulturrat eine bedingte Förderzusage in Form eines Letter of Intent für den benötigten Eigenanteil aus. Die Mittel werden ausgezahlt, wenn die beantragte Bundes- oder EU-Förderung bewilligt wurde und die Gesamtfinanzierung des Projekts gesichert ist. So verbindet das Modell privates Engagement mit der fachlichen Expertise der Kulturverwaltung und der administrativen Umsetzung durch den Kölner Kulturrat.

Kölner Kulturfonds offen für weitere Förderpartner

Das Engagement der REWE Group ist der Auftakt für ein langfristig angelegtes Fördermodell. Weitere Unternehmen und Stiftungen sind ausdrücklich eingeladen, sich am Kölner Kulturfonds zu beteiligen. Gemeinsam können sie dazu beitragen, zusätzliche Fördermittel nach Köln zu holen und die Innovationskraft, internationale Vernetzung und kulturelle Vielfalt der Freien Szene nachhaltig zu stärken.

Über den Kölner Kulturfonds

Der Kölner Kulturfonds ist eine Initiative des Kulturamts der Stadt Köln und der REWE Group. Der Kölner Kulturrat e. V. unterstützt bei der administrativen Umsetzung. Erste Förderpartnerin ist die REWE Group mit einem Beitrag von 100.000 Euro. Die Beteiligung am Fonds steht weiteren Unternehmen und Stiftungen offen.

Über REWE

  • Mit einem Umsatz von 31,6 Mrd. Euro (2024), bundesweit mehr als 170.000 Mitarbeitenden und 3.800 Märkten gehört die REWE Markt GmbH zu den führenden Unternehmen im deutschen Lebensmitteleinzelhandel. Die REWE- und nahkauf-Märkte werden als Filialen oder durch selbstständige Kaufleute betrieben. REWE gehört zur genossenschaftlichen REWE Group, die einer der führenden Handels- und Touristikkonzerne in Deutschland und Europa ist. Im Jahr 2024 erzielte das Unternehmen einen Gesamtaußenumsatz von über 96,1 Milliarden Euro. Die 1927 gegründete REWE Group ist mit ihren rund 380.000 Beschäftigten in 21 europäischen Ländern präsent.

Porträt von Johanna Freimuth

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Johanna Freimuth

Mediensprecherin

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