Porträt von Verana Hammer

Unternehmen

15. Oktober 2026

„Wenn ich einen Mitarbeitenden lobe, muss er das spüren. Sonst verliere ich ihn.“

Wenn Verena Hammer morgens durch den PENNY-Logistikstandort in Norderstedt geht, beginnt ihr Arbeitstag nicht mit Zahlen, Berichten oder Meetings. Er beginnt mit den Menschen, die hier Waren annehmen, Bestellungen für die Märkte zusammenstellen oder Lkw beladen. Spätestens um sechs Uhr startet sie ihren Rundgang durch die Anlage

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Dabei geht es nicht nur um Abläufe und Organisation. Verena Hammer interessiert sich für die Menschen hinter den Aufgaben. Ich gehe täglich durch die Anlage, gebe jedem die Hand. Ich merke mir, wer geheiratet hat, wer Vater geworden ist.   

Wie sehr ihr Führungsverständnis von Wertschätzung geprägt ist, wird auch in den Gesprächen während des Videodrehs spürbar. Immer wieder spricht sie darüber, wie wichtig es ist, Menschen zu motivieren und ihnen zu zeigen, dass ihre Arbeit gesehen wird. Ich überlege mir immer, wie schaffe ich es, mein Team zu motivieren, ihm meine Wertschätzung zu zeigen. Das gehört meines Erachtens zu den wichtigsten Skills einer Führungskraft.  

Dass diese Haltung kein Lippenbekenntnis ist, zeigt sich, wenn sie über ihr Führungsteam spricht: ein Bereichsleiter sei gerade Vater geworden. Ein langjähriger Kollege gehe bald in Rente. Leider. Und über den neuen Fuhrparkleiter sagt sie, sie sei „happy, dass er da ist“.  

Verena Hammer mit mehreren Mitarbeitenden vor einem PENNY Fahrzeug.

Verena Hammer

Betriebsleiterin im PENNY-Lager Norderstedt

Ich überlege mir immer, wie schaffe ich es, mein Team zu motivieren, ihm meine Wertschätzung zu zeigen. Das gehört meines Erachtens zu den wichtigsten Skills einer Führungskraft.

Verena Hammer

Betriebsleiterin im PENNY-Lager Norderstedt

Authentizität spielt dabei eine zentrale Rolle. Ich bin offen in der Kommunikation. Ich bin echt. Denn es bringt nichts, den Führungsstil anderer zu kopieren. Das spürt man sofort, sagt sie. Deshalb müsse auch Lob immer ehrlich gemeint sein: Wenn ich zu einem Mitarbeitenden sage, dass er einen tollen Job macht, dann muss er das spüren. Sonst verliere ich ihn.  

Ihr Weg zur Betriebsleiterin war nicht vorgezeichnet. Ursprünglich wollte die heute 48-jährige Kfz-Mechatronikerin werden. Ihr Ausbildungsbetrieb, eine Tankstelle, sah „die hübsche junge Frau“ jedoch eher im Verkauf. Sie absolvierte also eine Ausbildung zur Einzelhandelskauffrau, ging später zur Hamburger Drogeriemarktkette Budnikowski, übernahm dort bereits mit knapp 20 Jahren erste Führungsverantwortung und fand später ihren Weg in die Logistik. Seit sieben Jahren leitet sie den PENNY-Standort in Norderstedt.

Video

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Personen an einem Computerarbeitsplatz in einer PENNY-Logistikhalle zwischen Paletten und Lagerregalen.

Frauen auf die 1: Verena Hammer, PENNY

Verena Hammer (48) trägt seit ihrem 20. Lebensjahr Führungsverantwortung. Ursprünglich wollte sie Kfz-Mechatronikerin werden, absolvierte dann jedoch eine Ausbildung zur Einzelhandelskauffrau. Nach Stationen im Einzelhandel und in der Logistik bei Budnikowski wechselte sie vor 14 Jahren zu PENNY Nord nach Norderstedt. Dort war sie zunächst Abteilungsleiterin Warenbereitstellung, bevor sie die Betriebsleitung des Standorts übernahm.  

Wie steinig war der Wechsel vom weiblich dominierten Drogeriemarkt in die eher männlich geprägte Logistik? Manche Kollegen sagten: Mensch, wie soll die Kleine das schaffen? Verena, die bei Antritt allen das Du anbot, erinnert sich an den Spruch: Der wird das Lachen schon noch vergehen. Aber nach etwa einem Jahr habe ich das Vertrauen der allermeisten gewonnen.  

Wie wichtig ihr der persönliche Kontakt ist, zeigt sich bis heute in ihrem Alltag. Ich gucke überall vorbei, frage, wie es geht. Wenn ich spüre, jemand ist nicht gut drauf, lass ich ihn erstmal in Ruhe. 

Der Erfolg ihres Ansatzes zeigt sich auch in den Mitarbeitendenbefragungen: Norderstedt entwickelte sich unter ihrer Leitung von einem der schwächer benoteten zu einem der bestbewerteten PENNY-Logistikstandorte.  

Das zeigte sich auch beim kürzlich erst abgeschlossenen Standortumzug. Ein Kraftakt, bei dem alle – zusätzlich zum eigentlichen Job – mit anpackten. Der Belastung für ihr Team ist sich die Chefin sehr bewusst. Das zehrte an meinen Leuten. Ich überlege jetzt die ganze Zeit, wie ich mich bedanken kann. Mir fällt sicher etwas ein. Die Anerkennung, die sie ihren Mitarbeitenden entgegenbringt, kommt zurück. Als Honigglas von einem Hobbyimker aus der Belegschaft, als ein „Wir haben dich vermisst“, wenn sie nach dem Urlaub ihre erste Morgenrunde dreht. Wenn man mich also fragt, was mich motiviert: Es ist die Wertschätzung und das Vertrauen, das mir meine Mitarbeitenden entgegenbringen.  

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