{"id":811,"date":"2020-09-01T10:00:59","date_gmt":"2020-09-01T08:00:59","guid":{"rendered":"https:\/\/www.rewe-group.com\/?post_type=press_release&p=811"},"modified":"2024-06-21T12:57:18","modified_gmt":"2024-06-21T10:57:18","slug":"penny-weist-bei-ersten-produkten-wahre-verkaufspreise-aus","status":"publish","type":"press_release","link":"https:\/\/www.rewe-group.com\/de\/presse-und-medien\/newsroom\/pressemitteilungen\/penny-weist-bei-ersten-produkten-wahre-verkaufspreise-aus\/","title":{"rendered":"PENNY weist bei ersten Produkten \u201ewahre Verkaufspreise\u201c aus"},"content":{"rendered":"\n
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Was m\u00fcssten Lebensmittel eigentlich kosten, wenn ihre \u00f6kologischen Auswirkungen entlang der Lieferkette mit in den Verkaufspreis einfl\u00f6ssen? Antwort auf diese Frage geben PENNY und die Universit\u00e4t Augsburg und stellen anhand erster Produkte eine Berechnung \u201ewahrer Verkaufspreise\u201c vor. Anlass ist die morgige Er\u00f6ffnung (02.09.) des ersten Nachhaltigkeits-Erlebnismarktes \u201ePENNY Gr\u00fcner Weg\u201c an der Fehrbelliner Stra\u00dfe 29 in Berlin Spandau. In diese so genannten \u201ewahren Kosten\u201c (True Costs) haben die Wissenschaftler f\u00fcr acht ausgew\u00e4hlte konventionell und \u00f6kologisch erzeugte Eigenmarken-Produkte die \u00fcber die Lieferketten anfallenden Auswirkungen von Stickstoff, Klimagasen, Energie und Landnutzungs\u00e4nderungen auf den Verkaufspreis mit eingerechnet. Schon anhand dieser vier Parameter kommen Dr. Tobias Gaugler und sein Team zu der Erkenntnis, dass die bisherige Preisdiskussion zu kurz greift, denn die zwangsl\u00e4ufig entstehenden Folgekosten unseres Konsums werden nicht ber\u00fccksichtigt: Weder im \u00f6kologischen noch im konventionellen Landbau. Weitere Erkenntnis: Die Erzeugung der erhobenen konventionellen Lebensmittel hat bei weitem nicht so negative Folgen, wie es teilweise in der \u00f6ffentlichen Diskussion erscheint: Aufschl\u00e4ge von wenigen Cent pro Kilogramm w\u00fcrden hier teilweise schon reichen.<\/p>\n

Anhand der exemplarischen Auswertung m\u00fcsste der Verkaufspreis der acht konventionell erzeugten Lebensmittel (Apfel, Banane, Kartoffel, Tomate, Mozzarella, Gouda, Milch und gemischtem Fleisch) pro Kilogramm um durchschnittlich rund 62 Prozent steigen. Gemessen an den aktuellen Verkaufspreisen entspricht das einer durchschnittlichen Preissteigerung von 2,30 Euro pro Kilogramm. Bei den Alternativen aus \u00f6kologischem Landbau liegt das Plus bei rund 35 Prozent oder von 2,28 Euro pro Kilogramm. Unter Ber\u00fccksichtigung der Verzehrgewohnheiten ergibt sich ein Zuschlag von 52 Prozent (konventionell) und 32 Prozent (\u00f6kologisch).<\/p>\n

Wir haben in der Vergangenheit oft intensiv und zum Teil kontrovers \u00fcber die Preise unserer Lebensmittel diskutiert. Aus unserer Sicht greift die bisherige Betrachtung aber zu kurz, wie die Berechnungen der Universit\u00e4t Augsburg eindrucksvoll belegen. Wir m\u00fcssen dazu kommen, die Folgekosten unseres Konsums sichtbar zu machen. Nur so k\u00f6nnen Kunden am Regal entscheiden. Wir sind als Unternehmen in einem wettbewerbsintensiven Markt ohne Zweifel Teil des Problems. Ich glaube aber, dass wir mit diesem Schritt Teil der L\u00f6sung werden k\u00f6nnen. Ich hoffe, dass unsere Kunden positiv auf die doppelte Preisauszeichnung reagieren. Dann k\u00f6nnen wir uns gut vorstellen, sowohl die Anzahl der Produkte mit dieser Kennzeichnung zu erh\u00f6hen als auch den Test auf weitere M\u00e4rkte auszuweiten<\/q>, so Stefan Magel, Bereichsvorstand Handel Deutschland der REWE Group und COO PENNY. An der Kasse zahlen unsere Kunden nat\u00fcrlich den Verkaufspreis ohne True Costs<\/q>, so Magel.<\/p>\n

PENNY hat dem Thema \u201eTrue Costs\u201c eine eigene interaktive Informationsstation in seinem morgen er\u00f6ffnenden Nachhaltigkeits-Erlebnismarkt in Berlin-Spandau gewidmet.<\/p>\n

Dr. Tobias Gaugler vom Institut f\u00fcr Materials Resource Management an der Universit\u00e4t Augsburg erg\u00e4nzt: Die aktuellen Verkaufspreise f\u00fcr Lebensmittel spiegeln die Kosten der Umweltfolgen von Stickstoff, Klimagasen und Energieerzeugung nicht oder nur unzureichend wider. Die Schadkosten fallen aber dennoch an, eben nur versteckt. Unsere Berechnungen zeigen das Delta auf. Wobei wir weitere wichtige Aspekte wie Tierwohl oder die Folgen multi-resistenter Keime mangels entsprechenden Datengrundlage noch gar nicht mit einbezogen haben. Ich freue mich, dass wir das nun nicht nur in wissenschaftlichen Zirkeln diskutieren k\u00f6nnen, sondern in den Alltag der Menschen bringen. Ich bin sehr gespannt, ob die doppelte Preisauszeichnung Lenkungswirkung hat.<\/q><\/p>\n <\/div>\n\n <\/div>\n<\/div>\n\n

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\u00dcber die wahren Kosten<\/h2>\n

Im Unterschied zu den aktuellen Lebensmittelpreisen zeichnen sich die \u201ewahren Kosten\u201c (\u201eTrue Costs\u201c) von Lebensmitteln dadurch aus, dass in diese auch Umwelt- und soziale Folgekosten eingehen, die bei der Herstellung der Lebensmittel entstehen. Diese Folgekosten werden auch als \u201enegative externe Effekte\u201c bezeichnet. Sie werden von Lebensmittelproduzenten verursacht, aber aktuell \u2013 indirekt \u2013 von der Gesamtgesellschaft getragen. So zahlen die Verbraucher beispielsweise f\u00fcr die Treibhausgasemissionen der Landwirtschaft mit dem Klimawandel und seinen Auswirkungen; oder sie bezahlen mit der Wasserrechnung f\u00fcr die Aufbereitung von Trinkwasser, welches aufgrund von D\u00fcngemitteln belastet ist. Mittels \u201eTrue Cost Accounting\u201c werden nicht nur die direkten Produktionskosten in den Preis eines Lebensmittels eingerechnet, sondern auch dessen Auswirkungen auf \u00f6kologische oder soziale Systeme in Geldeinheiten umgerechnet. Eine Bilanzierung von Lebensmittelpreisen anhand dieser wissenschaftlichen Methodik zeigt dem Konsumenten, welcher Preis tats\u00e4chlich f\u00fcr seine Lebensmittel derzeit schon anf\u00e4llt \u2013 nicht an der Supermarktkasse, aber anderswo \u2013 und hilft zu verstehen, welche Produkte sich langfristig wie auf die Gesundheit des Planeten \u2013 und gleichzeitig den Geldbeutel \u2013 auswirken.<\/p>\n <\/div>\n\n <\/div>\n<\/div>\n\n

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\u00dcber PENNY<\/h2> <\/div>\n
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