{"id":34513,"date":"2024-01-23T15:47:45","date_gmt":"2024-01-23T14:47:45","guid":{"rendered":"https:\/\/www.rewe-group.com\/de\/?post_type=press_release&p=34513"},"modified":"2024-07-10T09:58:16","modified_gmt":"2024-07-10T07:58:16","slug":"uni-greifswald-und-th-nuernberg-legen-auswertung-von-penny-projekt-wahre-kosten-2023-vor","status":"publish","type":"press_release","link":"https:\/\/www.rewe-group.com\/de\/presse-und-medien\/newsroom\/pressemitteilungen\/uni-greifswald-und-th-nuernberg-legen-auswertung-von-penny-projekt-wahre-kosten-2023-vor\/","title":{"rendered":"Uni Greifswald und TH N\u00fcrnberg legen Auswertung von PENNY-Projekt \u201eWahre Kosten 2023\u201c vor"},"content":{"rendered":"\n
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PENNY verkaufte vom 31. Juli bis zum 5. August 2023 in allen 2.150 M\u00e4rkten in Deutschland f\u00fcr neun ausgew\u00e4hlte Produkte zu von der Universit\u00e4t Greifswald und der Technischen Hochschule N\u00fcrnberg berechneten Umweltfolgekosten. Die so genannten \u201eWahren Kosten\u201c wurden gesondert ausgewiesen auf den aktuellen Verkaufspreis aufgeschlagen. Zus\u00e4tzlich wurden insgesamt 2.255 Teilnehmer:innen vor und nach der Kampagne befragt. Die Mehreinnahmen in H\u00f6he von 375.000 Euro spendete PENNY dem Projekt Zukunftsbauer. Bereits 2020 hatte PENNY \u201eWahre Kosten\u201c im Rahmen der Er\u00f6ffnung seines Nachhaltigkeitserlebnismarktes in Berlin erstmals in der breiten \u00d6ffentlichkeit thematisiert. Heute (23.01.2024) legten die Wissenschaftler:innen eine erste Bilanz des PENNY-Projekts \u201eWahre Kosten 2023\u201c auf der Gr\u00fcnen Woche in Berlin vor.<\/p>\n <\/div>\n\n <\/div>\n<\/div>\n\n

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Zentrale Projekt-Ziele erreicht.<\/h2>\n

Ich freue mich, dass es uns mit unserer Aktionswoche gelungen ist, einerseits breit auf das Thema Wahre Kosten aufmerksam zu machen und andererseits zusammen mit der TH N\u00fcrnberg und der Uni Greifswald zu einer wissenschaftlichen Grundlage f\u00fcr die Diskussion beizutragen<\/q> erl\u00e4utert Stefan G\u00f6rgens, COO PENNY, im Vorfeld der Ver\u00f6ffentlichung der Bilanz. Jeder Dritte erachtet das PENNY-Projekt als geeignet, um eine politische Debatte zu dem Thema in Gang zu bringen. Der Erfolg der Kampagne best\u00e4tigt uns darin, unser breites Nachhaltigkeitsengagement konsequent fortzuf\u00fchren.<\/q><\/p>\n <\/div>\n\n <\/div>\n<\/div>\n\n

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Faktenbasierte Datenbasis erm\u00f6glicht neue Qualit\u00e4t der Diskussion.<\/h2>\n

Eine Studie zu solch besonderen Preisanpassungen auf einer vergleichbar breiten, faktenbasierten Datenbasis hat es bisher noch nicht gegeben. Das erm\u00f6glicht eine v\u00f6llig neue Qualit\u00e4t der Diskussion \u00fcber die Umweltfolgekosten, auch im Hinblick darauf, ob der Lebensmittelhandel der geeignete Ort ist, dieses Thema zu adressieren. Denn nach der Kampagnenwoche sind zwar die Kund:innensch\u00e4tzungen der Wahren Kosten gestiegen, sowohl bei Produkten, die vorher untersch\u00e4tzt, als auch bei denen die \u00fcbersch\u00e4tzt wurden. Dies zeigt, dass die Befragten realisiert haben, dass die Wahren Kosten h\u00f6her sind als urspr\u00fcnglich angenommen. Aber es findet unver\u00e4ndert keine Differenzierung zwischen Produkten statt; hier muss wohl noch weiter gesellschaftsf\u00e4hige und niederschwellige Bildungsarbeit geleistet werden, um aufzuzeigen, welche Produkte nachhaltiger sind als andere. Wir denken, dass Wahre Kosten Preisschilder zu diesem Verst\u00e4ndnis beitragen k\u00f6nnen<\/q>, so Prof. Dr. Tobias Gaugler, Professor f\u00fcr Betriebs- und Finanzwirtschaft an der Technischen Hochschule N\u00fcrnberg.<\/p>\n <\/div>\n\n <\/div>\n<\/div>\n\n

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Attitude-Behavior-Gap zwischen der Einstellung und dem Verhalten.<\/h2>\n

Dr. Amelie Michalke, Nachhaltigkeitswissenschaftlerin an der Universit\u00e4t Greifswald, zu den Haupterkenntnissen: Generell gilt:\u00a0 Je gr\u00f6\u00dfer der Aufschlag der Umweltfolgekosten ausf\u00e4llt, desto st\u00e4rker sinkt die Nachfrage der Kund:innen. 85 Prozent gaben an, dass der Hauptgrund die Produkte nicht zu kaufen, der Preis war. Dabei unterscheiden die Kund:innen ein wenig zwischen Produkten aus \u00f6kologischer oder konventioneller Erzeugung: sie zeigen zwar beide einen Abw\u00e4rtstrend, wohingegen der Absatzr\u00fcckgang bei Bioprodukten aber durchwegs etwas geringer ausf\u00e4llt. Als Motivation, die Produkte trotz hohem \u201eWahre Kosten<\/q>-Preis zu kaufen, nennen K\u00e4ufer:innen der Kampagnenprodukte, dass sie diese immer kauften (93%), aber auch Ihr Interesse an Nachhaltigkeit (86%). Zudem \u00fcberzeugte die Befragten die Verbindung zum Zukunftsbauern (83%). Einzig das vegane Produkt, mit einem geringen Preisaufschlag von nur 5%,\u00a0 wurde w\u00e4hrend der Woche verst\u00e4rkt nachgefragt. Die Unterst\u00fctzung von Ma\u00dfnahmen, Wahre Kosten politisch zu implementieren (\u00fcber Informationen, Preiszuschl\u00e4ge oder Steuern) fiel \u00fcber die Woche (-19%, -27%, -22%) als Konsument:innen durch die Kampagne tats\u00e4chlich mit den Wahren Kosten konfrontiert waren .\u201c Hier spielt vermutlich eine Rolle, dass die Kund:innen durch die anhaltenden hohen Preise in nahezu allen Lebensbereichen akut sensibilisiert sind.<\/p>\n <\/div>\n\n <\/div>\n<\/div>\n\n

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Hintergrund der Kampagnenwoche 2023.<\/h2>\n

Jede Form von Produktion und Konsum hat Auswirkungen auf die Umwelt. Diese derzeit unsichtbaren Umweltfolgekosten \u2013 so genannte Wahre Kosten \u2013 fallen entlang der Lieferketten zwangsl\u00e4ufig an, spiegeln sich aber nicht oder nur anteilig im Verkaufspreis von Produkten, Dienstleitungen und Lebensmitteln wider. Ob, wann, wie, wo und von wem diese ausgeglichen werden, ist intransparent. In die Wahren Kosten wurden von den Wissenschaftler:innen f\u00fcr ausgew\u00e4hlte konventionell und \u00f6kologisch erzeugte Eigenmarken-Produkte sowie ein veganes Lebensmittel die \u00fcber die Lieferketten anfallenden Auswirkungen der Faktoren Boden, Klima, Wasser und Gesundheit auf den Verkaufspreis mit eingerechnet.<\/p>\n <\/div>\n\n <\/div>\n<\/div>\n\n

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375.000 Euro f\u00fcr Projekt Zukunftsbauer.<\/h2>\n

Die Kampagnen-Mehreinnahmen von 325.000 Euro \u2013\u00a0 also die Differenz zwischen dem Verkaufspreis und dem Wahre Kosten-Preis \u2013 spendete PENNY zuz\u00fcglich einer Spende von 50.000 Euro dem Zukunftsbauer. Dabei handelt es sich um ein Gemeinschaftsprojekt von PENNY, der Molkerei Berchtesgadener Land, Landwirt:innen und Kund:innen mit dem Ziel, einen Beitrag zum Klimaschutz und zum Erhalt der familiengef\u00fchrten Bauernh\u00f6fe im Alpenraum zu leisten. Daf\u00fcr verzichtet PENNY insgesamt bei allen Milchprodukten von der Molkerei Berchtesgadener Land auf einen Teil seiner Verkaufsspanne und die Molkerei verdoppelt die Summe. Daraus speist sich ein F\u00f6rdertopf von j\u00e4hrlich mehr als 350.000 Euro, aus dem Landwirte der Genossenschaftsmolkerei, die ihre H\u00f6fe energetisch optimieren wollen, eine F\u00f6rderung von bis zu 10.000 Euro erhalten. Der Zukunftsbauer wurde im Oktober 2021 ins Leben gerufen.<\/p>\n <\/div>\n\n <\/div>\n<\/div>\n\n

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\u00dcber PENNY<\/h2> <\/div>\n
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