{"id":36722,"date":"2024-06-04T14:41:33","date_gmt":"2024-06-04T12:41:33","guid":{"rendered":"https:\/\/www.rewe-group.com\/de\/?p=36722"},"modified":"2024-07-03T16:00:31","modified_gmt":"2024-07-03T14:00:31","slug":"kooperation-mit-fairtrade-toom-goes-kenia","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.rewe-group.com\/de\/presse-und-medien\/newsroom\/stories\/kooperation-mit-fairtrade-toom-goes-kenia\/","title":{"rendered":"Kooperation mit Fairtrade: toom goes Kenia"},"content":{"rendered":"\n
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Als erster H\u00e4ndler in Deutschland startete toom 2022 mit Fairtrade Deutschland ein Pilotprojekt f\u00fcr mehr Stecklinge mit Fairtrade-Siegel. F\u00fcr die Arbeiter:innen bringt die Fairtrade-Zertifizierung viele Vorteile wie feste Arbeitsvertr\u00e4ge, Mutterschutz, Mindestlohn und Pr\u00e4mien. Unsere Kollegin Ribanna Jansen ist bei toom f\u00fcr das Thema zust\u00e4ndig und war vor Ort in Kenia. Welche Eindr\u00fccke sie von ihrer Reise mitgebracht hat, und wie die weiteren Pl\u00e4ne f\u00fcr das Projekt sind, hat sie uns im Interview erz\u00e4hlt.<\/p>\n<\/div>\n <\/div>\n <\/div>\n <\/div><\/div>\n<\/div>\n\n\n\n

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Was viele Menschen hierzulande nicht wissen: Urspr\u00fcnglich stammt der Weihnachtsstern nicht aus Europa, sondern aus Ostafrika, wo die Stecklinge teils unter schwierigen Bedingungen f\u00fcr die Arbeiter:innen produziert werden. Damit sich das \u00e4ndert, vertreibt toom deutschlandweit bereits seit 2015 ausschlie\u00dflich Fairtrade zertifizierte Weihnachtssterne. Auch REWE bietet zu Weihnachten Fairtrade zertifizierte Weihnachtssterne an.<\/p>\n

Durch das gemeinsame Pilotprojekt von toom und Fairtrade Deutschland werden die Fairtrade-Pr\u00e4mieneinnahmen der Arbeiter:innen in L\u00e4ndern des globalen S\u00fcdes erh\u00f6ht, die Kosten im globalen Norden reduziert und so Fairtrade- Stecklinge zu einer echten nachhaltigeren Alternative zu herk\u00f6mmlichen Stecklingen.<\/p>\n

F\u00fcr die Arbeiter:innen bringt die Fairtrade-Zertifizierung viele Vorteile: Feste Arbeitsvertr\u00e4ge und Mutterschutz sind zwei ganz entscheidende Aspekte. Zudem erhalten sie einen Mindestlohn und profitieren von der Fairtrade-Pr\u00e4mie. Erg\u00e4nzend zur regul\u00e4ren Fairtrade-Pr\u00e4mie zahlt toom au\u00dferdem eine Extra-Pr\u00e4mie. Dies wird von der unabh\u00e4ngigen Zertifizierungsorganisation FLOCERT bei den Importeuren und bei toom \u00fcberpr\u00fcft.<\/p>\n

Im Zuge des Projekts wurden Stecklingsfarmen in Kenia Fairtrade-zertifiziert. Als Team Lead Sustainability & Business Operations Plants ist Ribanna zust\u00e4ndig f\u00fcr s\u00e4mtliche Nachhaltigkeitsthemen rund um Topfpflanzen bei toom, REWE und PENNY, und arbeitet in unserem Pflanzenlager in Bottrop. Um das Fairtrade -Versprechen von toom zu gew\u00e4hrleisten, ist sie nach Kenia geflogen, um sich mit den Gegebenheiten auf den Stecklingsfarmen vertraut zu machen. Wir haben sie danach interviewt.<\/p>\n <\/div>\n\n <\/div>\n<\/div><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n

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Gew\u00e4chshaus in Kenya<\/p>\n<\/div> <\/div>\n <\/div>\n <\/div>\n<\/div><\/div>\n<\/div>\n\n\n\n

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Ribanna, aus welchen Gr\u00fcnden genau bist du nach Kenia geflogen?<\/strong><\/p>\n<\/div>\n

Ribanna Jansen:<\/strong> In erster Linie, um mir vor Ort ein Bild von den Farmen zu machen. Aber es war auch wichtig, mit dem Managementteam der Farmen dar\u00fcber zu sprechen, wie Prozesse weiter verbessert werden k\u00f6nnen. Von den Arbeiter:innen wollte ich erfahren, was Fairtrade f\u00fcr sie bedeutet und was sie mit den Pr\u00e4mieneinnahmen machen m\u00f6chten und schauen, wie wir das Thema gemeinsam mit den Farmen, den Jungpflanzenunternehmen, die die Farmen im globalen S\u00fcden betreiben, und auch mit Fairtrade selbst weiter nach vorne treiben k\u00f6nnen.<\/p>\n

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\n \"Portr\u00e4t\n <\/div>\n <\/div>\n <\/div>\n
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\u00dcber:<\/h2>

\n Ribanna Jansen <\/p>\n\n \n

\n ist Team Lead Sustainability & Business Operations Plants bei toom Baumarkt. <\/p>\n <\/div>\n <\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n\n

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Was hast du dir alles angesehen?<\/strong><\/p>\n<\/div>\n

Ribanna Jansen: <\/strong>Insgesamt habe ich mir vier Stecklingsfarmen und eine Schnittrosenfarm angesehen. Bei den beiden neu Fairtrade-zertifizierten Farmen haben wir eine umfangreiche Besichtigung gemacht. So habe ich mir neben den Gew\u00e4chsh\u00e4usern auch gleich die Sozialeinrichtungen ansehen k\u00f6nnen.<\/p>\n

Die Farmen bieten einem Teil der Belegschaft Wohnm\u00f6glichkeiten auf dem Farmgel\u00e4nde. Dar\u00fcber hinaus gibt es dort oft Einrichtungen wie einen Kindergarten, eine Vorschule, eine Arztpraxis oder eine Kantine. Eine Farm verf\u00fcgte \u00fcber eine Naturkl\u00e4ranlage sowie ein System zur Trinkwasseraufbereitung, die wir uns angesehen haben. Das ist unglaublich viel wert! Denn die Region Naivasha, wo viele Stecklingsfarmen angesiedelt sind, liegt im Rift Valley, also am Gro\u00dfen Afrikanischen Grabenbruch. Die Region hat sehr Fluorid-haltiges Wasser, was zu Sch\u00e4den an den Z\u00e4hnen und por\u00f6sen Knochen bei den Menschen f\u00fchrt, die das Wasser ungefiltert zu sich nehmen.<\/p>\n

Dar\u00fcber hinaus habe ich auch das B\u00fcro von Fairtrade Africa in Naivasha besucht, und mich mit den Fairtrade-Mitarbeitenden dort \u00fcber das Pilotprojekt ausgetauscht.<\/p>\n<\/div>\n <\/div>\n <\/div>\n<\/div>\n\n

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Was hat dich am meisten beeindruckt? Und was ist dir besonders im Ged\u00e4chtnis geblieben?<\/strong><\/p>\n<\/div>\n

Ribanna Jansen: <\/strong>Besonders in Erinnerung geblieben sind mir die Gespr\u00e4che mit den Vertreter:innen der Fairtrade Pr\u00e4mienkomitees der beiden neu Fairtrade zertifizierten Farmen. Die Mitarbeiter:innen sind sehr stolz darauf, nun auf einer Fairtrade zertifizierten Farm zu arbeiten und setzen viel Hoffnung in das Projekt. Bewegend war zu h\u00f6ren, was sie mit den ersten Pr\u00e4mieneinnahmen machen m\u00f6chten. So m\u00f6chte ein Komitee eine Bushaltestelle f\u00fcr den Schulbus bauen, damit die Kinder der Arbeiter:innen nicht mehr morgens und abends im Dunkeln und \u00fcber ungesicherte Stra\u00dfen drei Kilometer von der Farm zur Schule und zur\u00fcck laufen m\u00fcssen. Das sind Themen, mit denen wir uns in Deutschland zum Gl\u00fcck nicht besch\u00e4ftigen m\u00fcssen. Dort sind sie aber Realit\u00e4t und ich bin froh, dass nach L\u00f6sungen gesucht wird.<\/p>\n

Mit am bewegendsten war f\u00fcr mich der Besuch eines Kinderheims, welches von einer der beiden neu Fairtrade zertifizierten Farmen finanziell unterst\u00fctzt wird. Dort wohnen ca. 45 Jungen, welche aus diversen Gr\u00fcnden von ihren Familien getrennt wurden und auf der Stra\u00dfe lebten, bevor sie in die Einrichtung kamen. Die Kinder bekommen im Heim regelm\u00e4\u00dfige, einfache Mahlzeiten und Schulunterricht. Zudem wird versucht, sie wieder mit ihren Familien zusammenzuf\u00fchren.<\/p>\n<\/div>\n <\/div>\n <\/div>\n<\/div><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n

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Bei einer Farmf\u00fchrung bei Florensis Kenya ging es insbesondere um die Qualit\u00e4tsanforderungen und die Vorgehensweise bei der Stecklingsernte.<\/p>\n<\/div> <\/div>\n <\/div>\n <\/div>\n<\/div><\/div>\n<\/div>\n\n\n\n

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Wie wird es mit dem Projekt weitergehen?<\/strong><\/p>\n<\/div>\n

Ribanna Jansen: <\/strong>Wir freuen uns sehr, dass wir mit dem Pilotprojekt f\u00fcr den diesj\u00e4hrigen Fairtrade Award in der Kategorie Wirtschaft nominiert sind. Die Verleihung findet im Juni in Berlin statt. In 2024 liegt unser Fokus darauf, das Fairtrade Sortiment bei toom weiter auszubauen, derzeit auf knapp 100 Artikel. Zudem arbeiten wir mit Fairtrade Deutschland und Fairtrade International daran, die im Pilotprojekt erprobten Ma\u00dfnahmen und Vorgehensweisen in den allgemeinen Fairtrade Zierpflanzenstandard zu \u00fcberf\u00fchren und so dem Markt zug\u00e4nglich zu machen. Damit zuk\u00fcnftig noch mehr Arbeiter:innen auf Stecklingsfarmen im globalen S\u00fcden von dem Fairtrade System profitieren.<\/p>\n<\/div>\n <\/div>\n <\/div>\n<\/div><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n

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