{"id":36409,"date":"2024-05-23T11:13:14","date_gmt":"2024-05-23T09:13:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.rewe-group.com\/de\/?p=36409"},"modified":"2024-08-16T16:06:27","modified_gmt":"2024-08-16T14:06:27","slug":"die-mitarbeitenden-gluecklich-und-vor-allem-gesund-erhalten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.rewe-group.com\/de\/presse-und-medien\/newsroom\/stories\/die-mitarbeitenden-gluecklich-und-vor-allem-gesund-erhalten\/","title":{"rendered":"\u201eDie Mitarbeitenden gl\u00fccklich \u2013 und vor allem gesund erhalten\u201c"},"content":{"rendered":"\n
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Gesamtschwerbehindertenvertreter Scott McDonald \u00fcber Kopfkino bei Bewerbungsgespr\u00e4chen, Pr\u00e4vention auf dem Kassenstuhl, stille Stunden im Supermarkt, den pfleglichen Umgang mit \u00e4lteren Mitarbeitenden \u2013 und dar\u00fcber, dass die Jugend (wie immer) besser ist als ihr Ruf.<\/p>\n<\/div>\n <\/div>\n <\/div>\n <\/div><\/div>\n<\/div>\n\n\n\n

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Du bist seit rund eineinhalb Jahren als Gesamtschwerbehindertenvertreter der REWE und PENNY Markt GmbH eine Art oberster H\u00fcter daf\u00fcr, dass die Interessen und Bed\u00fcrfnisse der Kolleg:innen mit Schwerbehinderung wahrgenommen werden. Was ist Stand der Dinge?<\/strong><\/p>\n<\/div>\n

Scott McDonald:<\/strong> Mitten in Corona ist unsere Inklusionsvereinbarung in Kraft getreten. Daran entlang habe ich mir angeschaut: Was haben wir, was wollen oder brauchen wir, wie kommen wir dahin.<\/p>\n<\/div>\n <\/div>\n <\/div>\n<\/div>\n\n

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\n \"Portr\u00e4t\n<\/div>\n <\/div>\n <\/div>\n
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\u00dcber:<\/h2>

\n Scott McDonald <\/p>\n\n

Vorsitzender der Gesamtschwerbehindertenvertretung der REWE und PENNY Markt GmbH<\/p>\n \n <\/div>\n <\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n\n

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Und\u2026?<\/strong><\/p>\n<\/div>\n

Scott McDonald:<\/strong> Zuerst einmal: Es geht nicht darum, den Menschen zu ver\u00e4ndern, sondern das System. Die Menschen sind gut so, wie sie sind. Jede:r hat das Recht, \u201enormal\u201c und respektvoll behandelt zu werden. Ob mit Erkrankung oder ohne. Der zweite Punkt: Schwerbehinderung ist nicht gleich Inklusion, sondern nur ein Teil davon. Inklusion meint den gesellschaftlichen Umgang mit Schwerbehinderung, meint die Teilhabem\u00f6glichkeiten von Schwerbehinderten, meint Barrierefreiheit, meint die Wege, neue Kolleg:innen zu gewinnen\u2026<\/p>\n<\/div>\n <\/div>\n <\/div>\n<\/div>\n\n

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Welche Wege k\u00f6nnen das sein?<\/strong><\/p>\n<\/div>\n

Scott McDonald:<\/strong> Es geht um Chancengleichheit f\u00fcr alle. Um mehr Mut zum Risiko, Menschen mit Beeintr\u00e4chtigungen diese Chance zu gew\u00e4hren. Wenn es nicht funktioniert, dann haben wir es wenigstens versucht. Und mal ehrlich: Auch bei Menschen ohne Beeintr\u00e4chtigung birgt eine Einstellung immer das Risiko, dass es nicht passt.<\/p>\n<\/div>\n <\/div>\n <\/div>\n<\/div>\n\n

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Was k\u00f6nnten denn Risiken sein?<\/strong><\/p>\n<\/div>\n

Scott McDonald:<\/strong> Jemand gibt im Vorstellungsgespr\u00e4ch den Grad seine Schwerbehinderung preis. Da f\u00e4ngt es bei der einen oder anderen F\u00fchrungskraft im Kopf sicher an zu rattern: Oje, er f\u00e4llt sicher oft aus. Oh, ihr kann ich nie mehr k\u00fcndigen\u2026 Das ist Quatsch. Die rechtlichen Bedingungen sind erstmal f\u00fcr alle gleich. Aber was ich meine: Man denkt schon an die negativen Folgen, bevor der Mensch \u00fcberhaupt einen Arbeitsvertrag unterschrieben und seine Chance erhalten hat. Das sind aber Ausnahmen, tats\u00e4chlich handeln die meisten bei uns anders. Aber es k\u00f6nnten nat\u00fcrlich immer mehr sein.<\/p>\n<\/div>\n <\/div>\n <\/div>\n<\/div>\n\n

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Welche Konsequenz zieht Ihr?<\/strong><\/p>\n<\/div>\n

Scott McDonald:<\/strong> Im Norden haben wir ein Inklusionsteam gebildet, es besteht unter anderem aus Vertreter:innen von HR, Betriebsrat, Schwerbehindertenvertretung, Gesundheitsmanagement, Recruiting und Fachkr\u00e4ften f\u00fcr Arbeitssicherheit. Wir sind eine bunte Truppe, die gemeinsam Ideen sammelt und sich austauscht.<\/p>\n<\/div>\n <\/div>\n <\/div>\n<\/div><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n

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Unsere Kolleg:innen sind das Wichtigste, daher m\u00fcssen wir sie \u201ehegen und pflegen\u201c, so gut es geht.<\/p>\n<\/blockquote>\n <\/div>\n

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Scott McDonald, Vorsitzender der Gesamtschwerbehindertenvertretung der REWE und PENNY Markt GmbH<\/p>\n <\/div>\n <\/div>\n

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\n \"Portr\u00e4t\n<\/div>\n <\/div>\n

Scott McDonald, Vorsitzender der Gesamtschwerbehindertenvertretung der REWE und PENNY Markt GmbH<\/p>\n <\/div>\n <\/div>\n<\/div>\n<\/div><\/div>\n<\/div>\n\n\n\n

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Welche Ideen sind das?<\/strong><\/p>\n<\/div>\n

Scott McDonald:<\/strong> Derzeit testen wir drei Projekte: Duo Day, Schichtwechsel und Stille Stunde.<\/p>\n

Duo Day ist eine Art Boys and Girls Day f\u00fcr Interessent:innen aus Werkst\u00e4tten f\u00fcr behinderte Menschen (WfbM). Einen Tag lang schnuppern sie ins Unternehmen hinein und schauen uns \u00fcber die Schulter. Und vielleicht gibt es ja f\u00fcr den einen oder die andere eine Zukunft bei uns\u2026<\/p>\n

Schichtwechsel ist hingegen eine Art 1:1-Wechsel. Ich arbeite einen Tag lang in einer WfbM und nehme dort den Platz von jemandem ein, der wiederum auf meinen Arbeitsplatz geht.<\/p>\n

Stille Stunde ist ein Konzept aus Neuseeland, um Menschen mit Autismus das Einkaufen zu erm\u00f6glichen. Der Markt stellt regelm\u00e4\u00dfig f\u00fcr eine bestimmte Zeit alles leise und dimmt das Licht. Viele Kaufleute machen das schon bei uns, ich m\u00f6chte das gerne in einer geeigneten Filiale anbieten. Interessant ist: Das kommt nicht nur bei autistischen oder \u00e4lteren Kund:innen gut an, sondern auch bei unseren Mitarbeitenden. Sie empfinden es als gro\u00dfe Entlastung, wenn an einem Tag in der Woche f\u00fcr eine Stunde alles leise ist, Piept\u00f6ne aus, keine Durchsagen, weniger Licht\u2026 Wir machen uns kaum eine Vorstellung davon, wie es ist, t\u00e4glich diesen Reizen ausgesetzt zu sein.<\/p>\n<\/div>\n <\/div>\n <\/div>\n<\/div>\n\n

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Das Konzept kommt nicht nur Kund:innen, sondern auch den Mitarbeitenden zugute \u2026 \u00a0<\/strong><\/p>\n<\/div>\n

Scott McDonald:<\/strong> Unsere Kolleg:innen sind das Wichtigste, sie halten das Ganze am Leben, daher m\u00fcssen wir sie \u201ehegen und pflegen\u201c, so gut es geht. Vor allem, wenn sie \u00e4lter werden, geht es um das Wie: Wie k\u00f6nnen wir sie gl\u00fccklich, zufrieden und vor allem gesund und erhalten. Wie bleiben sie gesund, um m\u00f6glichst lange bleiben zu k\u00f6nnen. Die Belastung, zum Beispiel in den M\u00e4rkten oder in der Logistik, ist ja hoch und es sind erwiesenerma\u00dfen die \u00c4lteren, die im Laufe ihres Arbeitslebens erkranken.
\nMissversteh mich nicht, alle sollen bitte sch\u00f6n gesund bleiben. Aber es ist realistisch, dass die meisten irgendwann einmal erkranken. Die einen fr\u00fcher, die anderen sp\u00e4ter. Und meine Frage als Schwerbehindertenvertreter ist: Welche Ideen haben wir daf\u00fcr, dass das so sp\u00e4t wie m\u00f6glich passiert?<\/p>\n<\/div>\n <\/div>\n <\/div>\n<\/div>\n\n

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Welche Ideen haben wir?<\/p>\n

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Scott McDonald:<\/strong>\u00a0Wir tun sehr viel, um die Kolleg:innen gesund zu halten. Wir m\u00fcssen das nur mehr kommunizieren. Ein Beispiel: Ob im B\u00fcro oder an der Kasse: Wer lange sitzt, braucht Unterst\u00fctzung. F\u00fcrs B\u00fcro sind die h\u00f6henverstellbaren Tische eine tolle Sache. Wir sind derzeit dran an neuen Kassenst\u00fchlen und schauen uns die Kassenpl\u00e4tze an. Den perfekten Sitzplatz f\u00fcr jede:n wird es nicht geben, aber es geht darum, Belastungen zu mindern. Nur ein Beispiel f\u00fcr das, was wir in Sachen Gesundheit alles anbieten. Aber die Kolleg:innen nehmen vieles leider nicht wahr. Wir m\u00fcssen zum Beispiel immer und immer wieder auf darauf hinweisen, wie man richtig sitzt…<\/p>\n<\/div>\n <\/div>\n <\/div>\n<\/div><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n

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Wir sind schon ziemlich gut beim Thema Inklusion. Aber wir reden noch zu leise dar\u00fcber.<\/p>\n<\/blockquote>\n <\/div>\n

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Scott McDonald, Vorsitzender der Gesamtschwerbehindertenvertretung der REWE und PENNY Markt GmbH<\/p>\n <\/div>\n <\/div>\n

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Scott McDonald, Vorsitzender der Gesamtschwerbehindertenvertretung der REWE und PENNY Markt GmbH<\/p>\n <\/div>\n <\/div>\n<\/div>\n<\/div><\/div>\n<\/div>\n\n\n\n

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Wer gesund ist, kann sich nicht vorstellen, krank zu sein?<\/strong><\/p>\n<\/div>\n

Scott McDonald:<\/strong>\u00a0Die meisten kommen leider erst, wenn das Kind schon zweimal in den Brunnen gefallen ist. Ich bin eigentlich ein absoluter Fan von Pr\u00e4vention. Unser Alltag in der Schwerbehindertenvertretung ist aber leider mehr Gegensteuern und weniger Pr\u00e4vention.<\/p>\n<\/div>\n <\/div>\n <\/div>\n<\/div>\n\n

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Ihr w\u00fcrdet gerne fr\u00fcher, das hei\u00dft, bei den jungen Kolleg:innen anfangen?<\/strong><\/p>\n<\/div>\n

Scott McDonald:<\/strong>\u00a0Ja. Und das geht auch gut. Ich habe den Eindruck, die j\u00fcngere Generation erwartet mehr vom Leben und hat daher ein gr\u00f6\u00dferes Bewusstsein f\u00fcr Gesundheitsthemen. Die \u00c4lteren erkennen oft erst im Laufe ihres Lebens und oft als Folge einer Erkrankung, was gut f\u00fcr sie ist. Aber die junge Generation ist bewusster.<\/p>\n<\/div>\n <\/div>\n <\/div>\n<\/div>\n\n

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Abschlie\u00dfend noch die Frage: Was w\u00fcrdest Du einer schwerbehinderten Bewerber:in, mit einem gewissen Grad der Behinderung raten: Das im Vorstellungsgespr\u00e4ch offenlegen oder nicht?<\/strong><\/p>\n<\/div>\n

Scott McDonald:<\/strong>\u00a0Hier kann ich nichts raten, aber w\u00fcnschen w\u00fcrde ich mir, dass irgendwann jede:r mit einer Beeintr\u00e4chtigung offen umgeht und sich diese Frage gar nicht mehr stellt. Dass wir das Unternehmen sind, das allen die verdiente Chance gibt. Dass ich als Mensch mit Behinderung genauso bewertet werde wie jemand ohne. Ich denke, meist tun wir das schon. Wir sind im Grunde schon ziemlich gut beim Thema Inklusion. Aber wir reden noch zu leise dar\u00fcber.<\/p>\n<\/div>\n <\/div>\n <\/div>\n<\/div>\n\n

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\n Bettina Rees <\/p>\n\n

Redakteurin der REWE Group Unternehmenskommunikation<\/p>\n \n

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    Story<\/p>\n

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    1. Juli 2026<\/p>\n

    Von Null auf Wau: REWE-Kaufmann Simon Bacher auf seinem Weg zum ersten\u00a0ZooRoyal-Fachmarkt in NRW\u00a0<\/h3> <\/div>\n <\/div>\n <\/a>\n <\/button>\n<\/div>\n <\/li>\n
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