{"id":33998,"date":"2023-12-12T16:54:48","date_gmt":"2023-12-12T15:54:48","guid":{"rendered":"https:\/\/www.rewe-group.com\/de\/?p=33998"},"modified":"2024-06-21T13:02:53","modified_gmt":"2024-06-21T11:02:53","slug":"internationaler-tag-der-menschenrechte-mitarbeitende-spielen-eine-schluesselrolle","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.rewe-group.com\/de\/presse-und-medien\/newsroom\/stories\/internationaler-tag-der-menschenrechte-mitarbeitende-spielen-eine-schluesselrolle\/","title":{"rendered":"Internationaler Tag der Menschenrechte: \u201cMitarbeitende spielen eine Schl\u00fcsselrolle\u201d"},"content":{"rendered":"\n
\n
\n
\n
\n \n

Jedes Jahr am 10. Dezember erinnern die Vereinten Nationen mit dem Internationalen Tag der Menschenrechte daran, dass diese weltweit immer wieder verletzt werden. Als internationales Handels- und Touristikunternehmen setzen wir uns innerhalb der REWE Group seit Jahren daf\u00fcr ein, Menschenrechte zu st\u00e4rken und deren Verletzungen vorzubeugen. Seit dem 1. Januar 2023 sind wir durch das deutsche Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (kurz: LkSG) zus\u00e4tzlich gesetzlich dazu verpflichtet. Hier kommt unsere Menschenrechtsbeauftragte Nicola Tanaskovic ins Spiel. Die Bereichsleiterin Nachhaltigkeit arbeitet mit ihrem Team und verschiedenen Fachbereichen daran, Risiken f\u00fcr Menschen und Umwelt in unseren Lieferketten und im eigenen Gesch\u00e4ftsbereich zu identifizieren, zu minimieren und zu vermeiden. Im Gespr\u00e4ch erkl\u00e4rt sie, wie wir das neue Gesetz bei der REWE Group strukturell umsetzen, auf welche Ergebnisse und Herausforderungen wir nach einem Jahr zur\u00fcckblicken und warum die Mitarbeitenden eine wichtige Rolle dabei spielen.<\/p>\n<\/div>\n <\/div>\n <\/div>\n <\/div><\/div>\n<\/div>\n\n\n\n

\n
\n
\n \n
\n

Unseren Newsletter abonnieren<\/h2>\n

Melden Sie sich hier f\u00fcr den REWE Group Newsletter an und erhalten Sie aktuelle Informationen rund um die REWE Group.<\/p>\n<\/div>\n

\n Zur Anmeldung<\/span>\n <\/div>\n <\/div>\n
\n
<\/div>\n <\/div>\n <\/a>\n<\/div>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n
\n
\n

Frau Tanaskovic, was macht eigentlich eine Menschenrechtsbeauftragte?\u00a0<\/strong><\/p>\n<\/div>\n

Als Menschenrechtsbeauftragte pr\u00fcfe ich die Umsetzung des Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzes in der REWE Group. Zugegeben, die Rolle klingt etwas abstrakt: Das Gesetz stellt Anforderungen, die Unternehmen mit Sitz in Deutschland und mindestens 3.000 Mitarbeitenden zum Schutz von Menschen und Umwelt durchf\u00fchren m\u00fcssen. Ab 2024 betrifft es sogar Unternehmen mit mindestens 1.000 Mitarbeitenden. Als Menschenrechtsbeauftragte pr\u00fcfe ich, ob die jeweiligen Ma\u00dfnahmen angemessen umgesetzt werden. Au\u00dferdem kontrolliere ich, wie Beschwerdef\u00e4lle zu potenziellen Verletzungen von Menschrechten und Umweltpflichten in unseren Lieferketten oder im eigenen Unternehmen aufgekl\u00e4rt werden. Die Ergebnisse meiner Pr\u00fcfungen berichte ich regelm\u00e4\u00dfig an den Vorstand, der die Einhaltung des LkSGs in letzter Instanz verantwortet.<\/p>\n<\/div>\n <\/div>\n <\/div>\n<\/div>\n\n

\n
\n
\n
\n
\n \"Portr\u00e4t\n <\/div>\n <\/div>\n <\/div>\n
\n

\u00dcber:<\/h2>

\n Nicola Tanaskovic <\/p>\n\n \n

\n ist Bereichsleiterin f\u00fcr Corporate Responsibility bei der REWE Group. <\/p>\n <\/div>\n <\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n\n

\n
\n

Das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz j\u00e4hrt sich im Januar zum ersten Mal. Welche Herausforderungen hat das Gesetzt mich sich gebracht?\u00a0<\/strong><\/p>\n<\/div>\n

Die REWE Group setzt sich seit Jahren mit konkreten Projekten f\u00fcr die St\u00e4rkung von Menschenrechten, die Pr\u00e4vention von Kinder- und Zwangsarbeit und die F\u00f6rderung des fairen Handels ein. Durch das LkSG gibt es nun auch eine gesetzliche Anforderung daf\u00fcr. Gerade in den dezentralen Strukturen der REWE Group erfordert die Umsetzung des Gesetzes viele Ressourcen und die Zusammenarbeit verschiedener Fachbereiche und Gesellschaften. Da das Gesetz erst 2023 in Kraft getreten ist, gibt es noch keine Erfahrungen \u2013 die Prozesse m\u00fcssen deshalb immer wieder rechtlich \u00fcberpr\u00fcft und bei Bedarf angepasst werden.<\/p>\n<\/div>\n <\/div>\n <\/div>\n<\/div>\n\n

\n
\n

Wie meistert die REWE Group diese Herausforderungen und wie hat das Gesetz die Arbeit im Bereich Nachhaltigkeit ver\u00e4ndert?<\/strong><\/p>\n<\/div>\n

Wir haben ein zentrales Projektteam gebildet, das die Umsetzung konzernweit koordiniert. Vier Kolleg:innen aus meinem Team setzen das Projekt um und arbeiten dabei eng mit verschiedenen Fachbereichen aus den unterschiedlichen Gesellschaften der REWE Group zusammen. Neben dem zentralen Projektteam haben wir weitere neue Rollen in der REWE Group geschaffen. Die sogenannten \u201cImplementation Officer\u201d setzen gemeinsam mit weiteren \u201cUmsetzungsverantwortlichen\u201d die LkSG-Anforderungen in den einzelnen Gesellschaften der REWE Group um. \u201cCase Manager\u201d pr\u00fcfen die eingehenden Beschwerdef\u00e4lle und arbeiten \u2013 wenn sich ein Fall best\u00e4tigt \u2013 gemeinsam mit den zust\u00e4ndigen Fachabteilungen an L\u00f6sungen. Ich bin beeindruckt, wie viel Expertise wir im ersten Jahr aufbauen konnten. Und ich bin sehr stolz auf mein Team und die Kolleg:innen der REWE Group, die alle an einem Strang ziehen und gemeinsam schon viel erreicht haben.<\/p>\n<\/div>\n <\/div>\n <\/div>\n<\/div>\n\n

\n
\n

Mit dem „Internationalen Tag der Menschenrechte“ am 10. Dezember erinnern die Vereinten Nationen daran, dass diese Rechte weltweit immer wieder verletzt werden. Wie sieht es in der Lieferkette der REWE Group aus \u2013 gab es im ersten Jahr nach Inkrafttreten des LkSGs Beschwerdef\u00e4lle? <\/strong><\/p>\n<\/div>\n

F\u00fcr uns ist klar: Menschenrechte sind nicht verhandelbar. Daher nehmen wir jede Beschwerde sehr ernst. Best\u00e4tigt sich ein Fall, werden umgehend Ma\u00dfnahmen eingeleitet. Bisher war dies erfreulicherweise selten der Fall \u2013 und dennoch arbeiten wir stetig daran, Verletzungen von Menschenrechten und Umweltpflichten durch verschiedene Ma\u00dfnahmen vorzubeugen. Best\u00e4tigte Verletzungen konnten bisher \u00fcberwiegend in der vorgelagerten Lieferkette, also bei den Zulieferern unserer direkten Lieferanten, festgestellt werden. Um in der dritten oder vierten Stufe – also bei den Lieferanten der Lieferanten der Lieferanten – etwas bewirken zu k\u00f6nnen, ist eine enge Zusammenarbeit mit unseren direkten Vertragspartnern unerl\u00e4sslich.<\/p>\n<\/div>\n <\/div>\n <\/div>\n<\/div>\n\n

\n
\n

Stellen wir uns mal ein fiktives Szenario vor: Ein Eink\u00e4ufer meldet uns, dass einer unserer Lieferanten f\u00fcr Tannenb\u00e4ume nicht ausreichende Ma\u00dfnahmen zum Arbeitsschutz seiner Mitarbeitenden umsetzt. \u00a0Was passiert, nachdem die Beschwerde bei uns eingegangen ist?\u00a0<\/strong><\/p>\n<\/div>\n

Das Beschwerdeverfahren l\u00e4uft nach einem definierten Prozess ab, der in unserer Verfahrensordnung<\/a> festgehalten ist. Gehen Beschwerden \u00fcber das Beschwerdesystem<\/a> oder per E-Mail ein, pr\u00fcft unsere zentrale Koordinierungsstelle, ob es sich tats\u00e4chlich um einen Versto\u00df gegen die im LkSG definierten Verbote oder gesch\u00fctzten Rechte handelt. Dazu z\u00e4hlen beispielsweise das Verbot von Kinderarbeit, Zwangsarbeit, Missachtung des Arbeitsschutzes oder das Verbot sch\u00e4dlicher Umwelteinwirkungen. Die Koordinierungsstelle gibt den Fall an einen Case Manager weiter, der Gespr\u00e4che mit Betroffenen, Lieferanten und relevanten Fachabteilungen, wie Einkauf oder Personal, f\u00fchrt, um den Fall zu untersuchen. Best\u00e4tigt sich eine Beschwerde, werden umgehend Gegenma\u00dfnahmen eingeleitet. In unserem fiktiven Fall w\u00fcrde das bedeuten, dass wir gemeinsam mit unserem Tannenbaum-Lieferanten Ma\u00dfnahmen definieren, um seine Mitarbeitenden bei der Arbeit ausreichend zu sch\u00fctzen. Diese Ma\u00dfnahmen werden dann in regelm\u00e4\u00dfigen Abst\u00e4nden auf ihre Wirksamkeit \u00fcberpr\u00fcft. Wenn der Fall endg\u00fcltig aufgekl\u00e4rt ist, gibt die Koordinierungsstelle den Hinweisgeber:innen eine R\u00fcckmeldung.<\/p>\n<\/div>\n <\/div>\n <\/div>\n<\/div>\n\n

\n
\n

Welche Rolle spielen unsere eigenen Mitarbeitenden in diesem Prozess? <\/strong><\/p>\n<\/div>\n

Die Mitarbeitenden spielen eine Schl\u00fcsselrolle beim Schutz der Menschenrechte und der Umwelt in unseren Lieferketten und im eigenen Unternehmen. Unsere Erwartungen an unsere Mitarbeitenden haben wir daher in unserer Grundsatzerkl\u00e4rung<\/a> zum LkSG aufgenommen. F\u00fcr die REWE Group ist es wichtig, dass alle Mitarbeitenden bei ihrer t\u00e4glichen Arbeit auf die Einhaltung von Menschenrechten und Umweltstandards achten. Dabei geht es nicht nur um das eigene Verhalten, sondern auch um das von Kolleg:innen und Lieferanten.<\/p>\n<\/div>\n <\/div>\n <\/div>\n<\/div>\n\n

\n
\n

Das aktuelle Gesetz gilt nur f\u00fcr Deutschland. Auf europ\u00e4ischer Ebene wird aber bereits an einer EU-weiten Gesetzgebung gearbeitet. Was sind Ihre Erwartungen an die Politik? <\/strong><\/p>\n<\/div>\n

Die REWE Group hat sich schon vor Jahren f\u00fcr eine internationale L\u00f6sung ausgesprochen. Daher unterst\u00fctzen wir die aktuelle Debatte auf EU-Ebene. Wir sollten allerdings schon jetzt anfangen, auch \u00fcber die Grenzen der EU hinaus zu denken und langfristig auf globale Standards und Normen hinwirken. Globale Lieferketten ben\u00f6tigen international deckungsgleiche Gesetze. Mit dieser regulatorischen Unterst\u00fctzung k\u00f6nnten wir als deutsches Handelsunternehmen noch wirksamer Einfluss darauf nehmen, Menschen und Umwelt in unseren globalen Lieferketten zu sch\u00fctzen.<\/p>\n<\/div>\n <\/div>\n <\/div>\n<\/div><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n

\n
\n
\n
\n

Weiterlesen <\/h2>\n \n <\/div>\n
\n
    \n
  • \n
    \n \n
    \n

    Leitlinie<\/p>\n

    <\/div>\n
    \n

    1. Januar 2025<\/p>\n

    Grundsatzerkl\u00e4rung Menschenrechte<\/h3> <\/div>\n <\/div>\n <\/a>\n <\/button>\n<\/div>\n <\/li>\n
  • \n
    \n \n