{"id":30372,"date":"2023-06-17T12:59:19","date_gmt":"2023-06-17T10:59:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.rewe-group.com\/de\/?p=30372"},"modified":"2024-06-21T13:03:12","modified_gmt":"2024-06-21T11:03:12","slug":"telerik-schischmanow-im-interview-wir-agieren-wie-ein-familienverbund","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.rewe-group.com\/de\/presse-und-medien\/newsroom\/stories\/telerik-schischmanow-im-interview-wir-agieren-wie-ein-familienverbund\/","title":{"rendered":"Telerik Schischmanow im Interview: \u201eWir agieren wie ein Familienverbund\u201c"},"content":{"rendered":"\n
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Telerik Schischmanow, Finanzvorstand (CFO) der REWE Group, erl\u00e4utert, warum Vorsorge zu treffen immer wichtiger wird, welche neuen Wege der Konzern bei der Finanzierung beschreiten will und warum es von Vorteil ist, eine Genossenschaft zu sein.<\/p>\n<\/div>\n <\/div>\n <\/div>\n <\/div><\/div>\n<\/div>\n\n\n\n

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Herr Schischmanow, die REWE Group hat 2022 in einem herausfordernden Umfeld einen deutlich h\u00f6heren Umsatz und ein Ergebnis knapp unter dem Niveau des Vorjahres erwirtschaftet. Wie bewerten Sie diese Entwicklung?<\/strong><\/p>\n<\/div>\n

Telerik Schischmanow:<\/strong> Angesichts der widrigen Umst\u00e4nde k\u00f6nnen wir von einem guten Gesch\u00e4ftsjahr sprechen. Die vielf\u00e4ltigen Auswirkungen des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine haben zwar insbesondere im Lebensmittelhandel in Deutschland zu zahlreichen negativen Ergebniseffekten gef\u00fchrt. Aber diese Belastungen haben wir durch positive Beitr\u00e4ge anderer Konzernbereiche kompensieren k\u00f6nnen. Vor allem die starke R\u00fcckkehr der Touristik und eine gute Entwicklung im internationalen Gesch\u00e4ft sowie bei Lekkerland haben ein insgesamt stabiles Ergebnis erm\u00f6glicht. Diese Entwicklung zeigt einmal mehr die Vorteile unseres stark diversifizierten Portfolios.<\/p>\n<\/div>\n <\/div>\n <\/div>\n<\/div>\n\n

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\u00dcber:<\/h2>

\n Telerik Schischmanow <\/p>\n\n

Mitglied des Vorstands \u2013 Finanzen (Chief Financial Officer)<\/p>\n \n <\/div>\n <\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n\n

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Die REWE Group hat im vergangenen Jahr hohe Summen in die Verkaufspreise investiert, um die Folgen der Inflation f\u00fcr ihre Kund:innen abzufedern. Das hat Ertragskraft gekostet…<\/strong><\/p>\n<\/div>\n

Telerik Schischmanow<\/strong>: …und ist deshalb auch nur vor\u00fcbergehend m\u00f6glich. Wir konnten uns diese Investitionen jedoch leisten, weil wir bei den Kostenpositionen sehr achtsam waren und bei der langfristigen Energiebeschaffung von unserer Partnerschaft mit der EHA profitierten. Wir sind einer der wenigen H\u00e4ndler, die seit mehreren Jahren im Energiebereich eine Absicherungsstrategie betreiben. Das hat sich 2022 in hohem Ma\u00dfe bezahlt gemacht und deshalb halten wir auch daran fest.<\/p>\n<\/div>\n <\/div>\n <\/div>\n<\/div>\n\n

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Wenn immer h\u00e4ufiger au\u00dfergew\u00f6hnliche Ereignisse das Tagesgesch\u00e4ft pr\u00e4gen, wird es schwieriger verl\u00e4sslich zu planen. Wie stellt die REWE Group in diesem Umfeld die Weichen f\u00fcr die Zukunft?<\/strong><\/p>\n<\/div>\n

Telerik Schischmanow<\/strong>: Das Management muss heute viel agiler, dynamischer und flexibler analysieren, diskutieren und letztlich entscheiden als dies fr\u00fcher der Fall war. Planen k\u00f6nnen wir nur kurzfristig. Mittel- und langfristig m\u00fcssen wir in Szenarien denken. Dabei simulieren wir f\u00fcr uns wichtige Parameter wie Energiepreise, Personalkosten oder auch Konsumgewohnheiten und entwickeln ein Real-Case-, Best-Case- sowie ein Worst-Case-Szenario. Dann schauen wir fortlaufend, wo wir m\u00f6glicherweise gegensteuern m\u00fcssen.<\/p>\n<\/div>\n <\/div>\n <\/div>\n<\/div><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n

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Solche Ma\u00dfnahmen erfordern unter Umst\u00e4nden einen hohen finanziellen Einsatz. Wie hoch ist die Finanzierungreserve der REWE Group, um auf tempor\u00e4re Besonderheiten zu reagieren?<\/strong><\/p>\n<\/div>\n

Telerik Schischmanow<\/strong>: Unsere freie Kreditlinie bewegt sich meist zwischen 1 und 1,5 Milliarden Euro. Das ist vollkommen ausreichend, um auch potenzielle Tiefschl\u00e4ge wegzustecken. Wenn es sein muss, k\u00f6nnen wir kurz- und mittelfristig zus\u00e4tzlich bei verschiedenen Kostenpositionen auf die Bremse treten. Oder wir strecken unser \u00fcblicherweise hohes Investitionsbudget von mehr als 2,5 Milliarden Euro pro Jahr ein wenig. Aber das w\u00fcrden wir nur machen, wenn wir \u00fcberzeugt sind, dass es dazu keine Alternative gibt. Zudem besteht immer die M\u00f6glichkeit, f\u00fcr sinnvolle Ma\u00dfnahmen zus\u00e4tzliche Fremdfinanzierung aufzunehmen. Es gibt also gen\u00fcgend Handlungsspielraum, um jederzeit gegenzusteuern und die Priorit\u00e4ten neu zu bewerten.<\/p>\n<\/div>\n <\/div>\n <\/div>\n<\/div>\n\n

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Die REWE Group hat das klare Ziel, weiter zu wachsen. Reicht die Finanzkraft, um diesen Kurs konsequent und aus eigener Kraft stabil fortzusetzen?<\/strong><\/p>\n<\/div>\n

Telerik Schischmanow<\/strong>: Ein klares Ja! Wir besitzen gen\u00fcgend Finanzierungsm\u00f6glichkeiten, um weiteres Wachstum realisieren zu k\u00f6nnen. Richtig ist, dass wir uns in den vergangenen Jahren deutlich st\u00e4rker verschuldet haben als dies fr\u00fcher der Fall war. Aber das ist angesichts der Gr\u00f6\u00dfe und des Potenzials unseres Konzerns absolut in Ordnung. Ich sehe auch kein Problem darin, weitere Mittel aufzunehmen, auch wenn Kredite mit dem Anstieg der Zinsen deutlich teurer geworden sind. Wichtig ist, dass die Verschuldung stets in einer gesunden Relation zur Ertragskraft steht. Das ist bei uns der Fall. Gleichwohl m\u00fcssen wir mehr denn je darauf achten, dass die Ertragskraft weiter gest\u00e4rkt wird und wof\u00fcr wir zus\u00e4tzliches Geld aufnehmen und wo wir investieren.<\/p>\n<\/div>\n <\/div>\n <\/div>\n<\/div>\n\n

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Welche Investitionen haben die h\u00f6chste Priorit\u00e4t?<\/strong><\/p>\n<\/div>\n

Telerik Schischmanow<\/strong>: In den Bereichen Digitalisierung, IT und Logistik wollen wir weiter Gas geben. Das gilt auch f\u00fcr Immobilien. Wir wollen auch k\u00fcnftig Marktstandorte kaufen und entwickeln, aber auch weiterhin Mietstandorte realisieren. Es muss ein gesundes Verh\u00e4ltnis aus eigenen und gemieteten Standorten im Marktportfolio bestehen. Eigentumsstandorte sch\u00fctzen uns vor Mietsteigerungen und geben uns die Entscheidungshoheit \u00fcber die Objekte, so dass wir An- und Umbauten, den Einsatz von Photovoltaikanlagen oder auch E-Mobilit\u00e4tsstationen z\u00fcgiger umsetzen k\u00f6nnen. Und selbstverst\u00e4ndlich d\u00fcrfen wir nicht nachlassen, unsere langj\u00e4hrige Vorreiterrolle im Bereich Nachhaltigkeit zu festigen oder gar weiter auszubauen.<\/p>\n<\/div>\n <\/div>\n <\/div>\n<\/div><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n

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Im Rahmen ihrer Klima-Strategie plant die REWE Group, bis 2025 bundesweit insgesamt 6.000 E-Ladepunkte an bestehenden Mietobjekten und Neubauten zu installieren.<\/p>\n<\/div> <\/div>\n <\/div>\n <\/div>\n<\/div><\/div>\n<\/div>\n\n\n\n

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Nachhaltigkeit ist immer h\u00e4ufiger auch ein Thema, wenn es um Fragen der Finanzierung geht. Banken unterliegen regulatorischen Anforderungen und m\u00f6chten von Kreditnehmer:innen wissen, wie verantwortungsvoll sie sich gegen\u00fcber der Umwelt verhalten und wie fair sie im Umgang mit Mitarbeitenden und Lieferanten agieren. Wie wird die REWE Group in der Kreditwirtschaft wahrgenommen?<\/strong><\/p>\n<\/div>\n

Telerik Schischmanow: <\/strong>Die Banken attestieren uns gute Chancen, unsere Finanzierungsbedarfe am Markt decken zu k\u00f6nnen. Wir werden als solides, ordentlich aufgestelltes, transparentes und innovatives Unternehmen wahrgenommen, das seine Hausaufgaben im Bereich Nachhaltigkeit gut erledigt. Das ist wichtig f\u00fcr uns. Denn k\u00fcnftig werden wir nicht mehr nur auf klassische Finanzierungsinstrumente wie syndizierte Kredite oder Schuldscheindarlehn setzen. Wir wollen im Anleihebereich einen gr\u00f6\u00dferen internationalen Markt erschlie\u00dfen. Die Investoren dort stellen hohe Anforderungen in Sachen Nachhaltigkeit. Da k\u00f6nnen wir punkten. Um nur ein Beispiel zu nennen: Wenn wir in wenigen Jahren als erster Lebensmittelh\u00e4ndler in Deutschland Gr\u00fcnstrom aus einem Windpark in der Nordsee beziehen und wie geplant immer mehr M\u00e4rkte und Lagerstandorte mit Photovoltaikanlagen auf den D\u00e4chern ausstatten k\u00f6nnen wir gut 20 Prozent unseres Energiebedarfs in Deutschland aus erneuerbaren Energien decken.<\/p>\n<\/div>\n <\/div>\n <\/div>\n<\/div>\n\n

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Ist es in diesem Zusammenhang von Vorteil, kein b\u00f6rsennotierter Konzern zu sein?<\/strong><\/p>\n<\/div>\n

Telerik Schischmanow<\/strong>: Unbedingt! Als Genossenschaft k\u00f6nnen wir es uns leisten, auf nachhaltiges Wirtschaften und langfristiges Wachstum zu setzen, denn wir sind nicht quartalsberichts- und dividendengetrieben. Wir investieren bis zu 99 Prozent dessen, was wir verdienen, in die Weiterentwicklung unserer Gesch\u00e4ftsfelder. Im Prinzip agieren wir wie ein Familienverbund. Wenn es jemanden weniger gut geht, gleichen wir das untereinander aus. Das verschafft uns in vielerlei Hinsicht Stabilit\u00e4t, auch als Arbeitgeber. Zudem gibt das dem Management die M\u00f6glichkeit, mit Weitsicht und f\u00fcr die kommende Generation zu denken und zu agieren.<\/p>\n<\/div>\n <\/div>\n <\/div>\n<\/div>\n\n

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\n Julia Dopjans <\/p>\n\n

Redakteurin der REWE Group Unternehmenskommunikation<\/p>\n \n

\n Alle Inhalte anzeigen<\/span>\n <\/p>\n <\/div>\n<\/a>\n\n <\/div>\n <\/div><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n

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    Pressemitteilung<\/p>\n

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    17. August 2026<\/p>\n

    S&P best\u00e4tigt erneut \u201eBBB\u201c Rating (outlook\u00a0stable) der REWE Group<\/h3> <\/div>\n <\/div>\n <\/a>\n <\/button>\n<\/div>\n <\/li>\n
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    Pressemitteilung<\/p>\n

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    24. Juli 2026<\/p>\n

    Strategischer Ausbau der Hotelaktivit\u00e4ten: DERTOUR Group wird alleinige Eigent\u00fcmerin der DSR Hotel Holding<\/h3> <\/div>\n <\/div>\n <\/a>\n <\/button>\n<\/div>\n <\/li>\n
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    Pressemitteilung<\/p>\n

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    8. Juli 2026<\/p>\n

    REWE Group, Eigenverwaltung der Feneberg Lebensmittel GmbH und LEH-Allg\u00e4u GmbH unterzeichnen Investorenvereinbarung<\/h3> <\/div>\n <\/div>\n <\/a>\n <\/button>\n<\/div>\n <\/li>\n
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    Unternehmensbericht<\/p>\n

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    15. Juni 2026<\/p>\n

    Gesch\u00e4ftsbericht 2025: Resilient und erfolgreich \u2013 auch in Zukunft<\/h3> <\/div>\n <\/div>\n <\/a>\n <\/button>\n<\/div>\n <\/li>\n
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    \n \"Hand\n <\/div>\n <\/div>\n
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    Pressemitteilung<\/p>\n

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    13. Juni 2026<\/p>\n

    REWE Group best\u00e4tigt im Gesch\u00e4ftsbericht 2025 ihre robuste Marktposition \u2013 neue Mitglieder im Aufsichtsrat auf der Arbeitnehmerseite<\/h3> <\/div>\n <\/div>\n <\/a>\n <\/button>\n<\/div>\n <\/li>\n
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