2030 \u2013 das klingt nach ferner Zukunft. Bis dahin wird noch mindestens zweimal ein neuer Bundestag gew\u00e4hlt und ebenso h\u00e4ufig ein Fu\u00dfball-Weltmeister gek\u00fcrt. Doch wenn es um Klimaschutz geht, hat Zeit eine andere Dimension. Dann ist 2030 gleichsam \u00fcbermorgen. Wer wie die REWE Group bis Ende 2030 einen Gro\u00dfteil der Treibhausgasemissionen in den eigenen Gesch\u00e4ftsprozessen sowie in den Lieferketten der Eigenmarkenartikel von REWE und PENNY reduzieren will, muss schon heute mit Hochdruck auf dieses Ziel hinarbeiten. Deshalb hat die REWE Group den Ehrgeiz, die in den Gesch\u00e4ftsprozessen entstehenden Treibhausgasemissionen kontinuierlich zu senken. Zum Beispiel, indem Gr\u00fcnstrom aus erneuerbaren Energiequellen eingesetzt wird.<\/p>\n
Aber die Anstrengungen der REWE Group gehen noch weiter. Gemeinsam mit den Lieferanten sollen auch die Treibhausgasemissionen in den Eigenmarken-Lieferketten von REWE und PENNY gesenkt werden. Denn ein Gro\u00dfteil des Treibhausgasaussto\u00dfes entsteht in den vorgelagerten Wertsch\u00f6pfungsketten, also unter anderem bei den Lieferanten sowie deren Vorlieferanten und dabei insbesondere im Rohstoffanbau sowie in der Tierhaltung.<\/p>\n <\/div>\n\n <\/div>\n<\/div><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n
Noch ambitionierteres Klimaziel<\/h2>\n
Bereits 2020 hatten die REWE Group das Ziel formuliert, bis Ende 2030 \u2013 verglichen mit 2019 \u2013 15 Prozent der Treibhausgasemissionen einzusparen. Um ihre Ziele zu erreichen, setzt die REWE Group auf partnerschaftliche Zusammenarbeit. Sie m\u00f6chte gemeinsam mit ihren strategischen Lieferanten, die 75 Prozent der produktbezogenen Emissionen ausmachen, bis Ende 2024 konkrete Ziele und Ma\u00dfnahmen zur Reduzierung der Treibhausgase, die in den vorgelagerten Lieferketten entstehen, vereinbaren.<\/p>\n Die Lieferanten-Klimaziele sollen sich an der Science Based Target Initiative (SBTi) orientieren. Die SBTi ist ein Zusammenschluss aus UN Global Compact, World Resources Institute und dem WWF. Sie unterst\u00fctzt Unternehmen dabei, wissenschaftsbasierte Klimaziele zu entwickeln, um die Erderw\u00e4rmung bis 2050 auf unter 1,5 Grad Celsius zu beschr\u00e4nken.<\/p>\n Zu diesem Zweck hat die REWE Group Ende vergangenen Jahres die Initiative \u201eGemeinsam f\u00fcr mehr Klimaschutz\u201c ins Leben gerufen. Als Teil der Initiative k\u00f6nnen Lieferanten sich auf einer Plattform registrieren und mit Unterst\u00fctzung der REWE Group sowie externen Dienstleistern Klimaschutzziele und Ma\u00dfnahmen zur Reduktion der Treibhausgasemissionen festlegen.<\/p>\n <\/div>\n\n <\/div>\n<\/div><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n Die Molkerei Gropper und der Hygienepapierhersteller WEPA sind zwei langj\u00e4hrige Lieferanten, die sich auf der Plattform registriert haben. Wenn es um Klimaschutz geht, sitzen wir alle in einem Boot. Alle suchen wir Orientierung, wie wir CO2<\/sub>-Emissionen senken k\u00f6nnen. Da ist es gut, wenn man sich \u00fcber eine solche Plattform austauschen kann<\/p>\n<\/blockquote>\n <\/div>\n Hans Guggenmoos<\/p>\n <\/div>\n <\/div>\n Hans Guggenmoos<\/p>\n <\/div>\n <\/div>\n<\/div>\n<\/div><\/div>\n<\/div>\n\n\n\n Beide Unternehmen haben k\u00fcrzlich auf dem \u201eKlima Round Table\u201c der REWE Group ihre Konzepte vorgestellt. Sowohl WEPA als auch Gropper haben sich ambitionierte Klimaziele gesteckt: Der Papierhersteller aus dem Sauerland will die Treibhausgasemissionen aus den Scopes 1,2 und 3 bis 2030 um 52,5 Prozent (verglichen mit dem Niveau von 2019) senken. Die langfristige Vision lautet, bis 2040 klimaneutral zu sein. Die bayerische Molkerei m\u00f6chte die Emissionen aus Scope 1 und 2 bis 2030 um 42 Prozent reduzieren (verglichen mit 2020) und strebt auch eine Verringerung der Treibhausgasemissionen in ihrer Lieferkette an. Dabei setzt Gropper auf eine partnerschaftliche Zusammenarbeit. Die Molkerei will zudem in der Landwirtschaft einen aktiven Beitrag zur Reduzierung der CO2<\/sub>-Emissionen leisten. Zu diesem Zweck arbeitet sie mit einem Projektpartner der Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) zusammen. Die DLG hat im Rahmen eines Forschungsprojekts eine standardisierte Methode zur Berechnung der Treibhausgasemissionen f\u00fcr Milchlieferbetriebe erarbeitet und setzt diese erstmals bei Gropper-Milchlieferanten ein. Dabei werden verschiedene Quellen von F\u00fctterung und Ausscheidung der Tiere \u00fcber den Energiebedarf f\u00fcr Geb\u00e4ude und Melksysteme bis zur G\u00fcllelagerung ber\u00fccksichtigt.<\/p>\n <\/div>\n\n <\/div>\n<\/div><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n Welches waren die gr\u00f6\u00dften Herausforderungen bei der Formulierung dieser Ziele? Wer seine CO2<\/sub>-Emissionen senken will, muss investieren und steigert daf\u00fcr \u2013 wenn er es richtig macht \u2013 seine langfristige Wettbewerbsf\u00e4higkeit.<\/p>\n<\/blockquote>\n <\/div>\n Stefan Gr\u00e4ter<\/p>\n <\/div>\n <\/div>\n Stefan Gr\u00e4ter<\/p>\n <\/div>\n <\/div>\n<\/div>\n<\/div><\/div>\n<\/div>\n\n\n\n Auch f\u00fcr Stefan Gr\u00e4ter bei WEPA beginnt der H\u00fcrdenlauf zum Klimaschutz bei der Datenerfassung: Welche Zahlen sind zu ermitteln? Welche Steuerungsgr\u00f6\u00dfen eignen sich? Dann geht es weiter: Wie ambitioniert soll man sein Ziel formulieren? Scope 1 umfasst alle direkten Emissionen, die aus den Aktivit\u00e4ten eines Unternehmens resultieren. Zum Beispiel Emissionen, die bei der W\u00e4rme- und K\u00e4lteerzeugung oder auf den Fahrten der firmeneigenen Autos entstehen.<\/p>\n<\/li>\n Scope 2 umfasst indirekte Emissionen aus Strom, W\u00e4rme und Dampf, die Unternehmen bei Versorgern einkaufen. Mitentscheidend f\u00fcr die Klimabilanz ist, wie der genutzte Strom produziert wird.<\/p>\n<\/li>\n Scope 3 schlie\u00dft die weiteren indirekten Emissionen der vor- und nachgelagerten Aktivit\u00e4ten in der Lieferkette ein. Also alle, die eine Folge der Aktivit\u00e4ten des Unternehmens sind, aber aus unabh\u00e4ngigen externen Quellen stammen. Zum Beispiel bei den Lieferanten, aber auch bei den Kunden.<\/p>\n<\/li>\n <\/ul>\n <\/div>\n<\/div><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\nAktuell gibt es Gespr\u00e4che, dieses Ambitionsniveau noch einmal erheblich anzuheben. Wir d\u00fcrfen keine Zeit verlieren, sondern m\u00fcssen jetzt beim Klimaschutz Vollgas geben<\/q>, betont Marcel Weber. Er verantwortet als Gesch\u00e4ftsleiter Ware Eigenmarke National und International sowohl den Eigenmarkeneinkauf als auch den Bereich Nachhaltigkeit Ware.<\/p>\n
Lieferanten lernen voneinander<\/h2>\n
Wenn es um Klimaschutz geht, sitzen wir alle in einem Boot. Alle suchen wir Orientierung, wie wir CO2<\/sub>-Emissionen senken k\u00f6nnen. Da ist es gut, wenn man sich \u00fcber eine solche Plattform austauschen kann<\/q>, meint Hans Guggenmoos, Leiter Qualit\u00e4tssicherung\/PE\/Umwelt bei Gropper. Auch Stefan Gr\u00e4ter, Head of Sustanilbility bei WEPA, sieht einen wichtigen Mehrwert der REWE-Initiative darin, Informationen zu erhalten.
Wenn wir sehen, wie andere Unternehmen das Thema Klimaschutz angehen, kann uns das wertvolle Anregungen liefern.<\/q><\/p>\n <\/div>\n\n <\/div>\n<\/div><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n
Wir m\u00f6chten gemeinsam mit unseren strategischen Lieferanten, auf die mindestens 75 Prozent der Scope 3-Emissionen entfallen, bis Ende 2025 konkrete Ziele und Ma\u00dfnahmen zur Reduzierung der Treibhausgase, die in den vorgelagerten Lieferkette entstehen, vereinbaren<\/q>, erl\u00e4utert Hans Guggenmoos.<\/p>\n
Herausforderung Datenbeschaffung<\/h2>\n
Scope 3, also die Emissionen in unserer Lieferkette zu erfassen, ist ein Problem. Wir haben mehr als 230 Lieferanten mit mehr als 5000 Materialien f\u00fcr Zutaten, Verpackungen dazu mehr als 1000 Landwirte \u2013 da ist die Datenbeschaffung nicht einfach<\/q>, erl\u00e4utert Markus Haupt, Head of Innovation bei Gropper. Das Familienunternehmen geht dabei \u00e4hnlich vor wie die REWE Group: Es spricht zun\u00e4chst seine strategischen Lieferanten an, die 75 Prozent der Emissionen ausmachen und vereinbart mit ihnen Klimaziele.
Diesen Prozess m\u00f6chten wir, unterst\u00fctzt von Climate Partner, in diesem Jahr starten<\/q>, k\u00fcndigt Guggenmoos an. Auch die anschlie\u00dfende Zielvereinbarung sei eine Herausforderung, meint er. Insbesondere mit den Landwirt:innen, die Gropper teilweise schon seit Generationen belieferten.<\/p>\n <\/div>\n\n <\/div>\n<\/div><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n
Wer seine CO2<\/sub>-Emissionen senken will, muss investieren und steigert daf\u00fcr \u2013 wenn er es richtig macht \u2013 seine langfristige Wettbewerbsf\u00e4higkeit. Die Frage ist: In welchem Tempo kann die notwendige Transformation angegangen werden, ohne sich organisatorisch und wirtschaftlich zu \u00fcbernehmen<\/q>, erl\u00e4utert Gr\u00e4ter.
\nAuch wenn das Thema komplex ist \u2013 wir m\u00fcssen es gemeinsam angehen. Klimaschutz gelingt nur, wenn alle in der Lieferkette mitmachen<\/q>, betont Marcel Weber.<\/p>\n <\/div>\n\n <\/div>\n<\/div><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n
Was geh\u00f6rt zum Treibhausgas-Fu\u00dfabdruck?<\/h2>
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