{"id":1963,"date":"2019-07-03T10:00:00","date_gmt":"2019-07-03T08:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.rewe-group.com\/?p=1963"},"modified":"2021-01-25T11:00:17","modified_gmt":"2021-01-25T10:00:17","slug":"leif-miller-bundesgeschaeftsfuehrer-des-nabu-wir-setzen-den-fokus-auf-insektenschutz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.rewe-group.com\/de\/presse-und-medien\/newsroom\/stories\/leif-miller-bundesgeschaeftsfuehrer-des-nabu-wir-setzen-den-fokus-auf-insektenschutz\/","title":{"rendered":"Leif Miller, Bundes­gesch\u00e4fts­f\u00fchrer des NABU: \u201eWir setzen den Fokus auf Insekten­schutz\u201c"},"content":{"rendered":"\n
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NABU und REWE Group arbeiten gemeinsam mit Landwirten und Produzenten seit \u00fcber zehn Jahren f\u00fcr den Schutz der Biodiversit\u00e4t zusammen. NABU-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Leif Miller h\u00e4lt im Interview R\u00fcckschau und gibt einen Ausblick auf Schwerpunkte f\u00fcr die Zukunft. <\/p>\n<\/div>\n <\/div>\n <\/div>\n <\/div><\/div>\n\n\n\n

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Seit \u00fcber zehn Jahren engagieren sich die REWE Group und der Naturschutzbund Deutschland e.V. (NABU) gemeinsam mit Landwirten und Produzenten f\u00fcr biologische Vielfalt \u2013 Zeit f\u00fcr einen R\u00fcck- und Ausblick. Leif Miller, Bundesgesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Verbands erl\u00e4utert im REWE Group Magazin, welche Ergebnisse die Kooperation f\u00fcr den Insektenschutz erzielt hat und welche Schwerpunkte in Zukunft gesetzt werden.<\/p>\n <\/div>\n\n <\/div>\n<\/div>\n\n

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Klimawandel, Bodenverlust, Plastikm\u00fcll: Es gibt viele Umweltprobleme. Warum ist das Thema Biodiversit\u00e4t f\u00fcr die Zusammenarbeit zwischen dem NABU und der REWE Group zum zentralen Thema geworden?<\/p>\n<\/div>\n

Leif Miller:<\/strong> Artenreiche \u00d6kosysteme sind die Basis f\u00fcr unser Leben und unsere Lebensqualit\u00e4t. Sie produzieren Sauerstoff, binden Kohlenstoff, filtern Wasser und verhindern Erosion. Nat\u00fcrliche Ressourcen dienen als Baumaterial, industrieller Rohstoff und Nahrungsmittel. Die Leistungsf\u00e4higkeit unserer Wirtschaft h\u00e4ngt untrennbar von der Leistungsf\u00e4higkeit der Natur ab. In besonderer Weise betrifft dies die Landwirtschaft, den Anbau von Obst und Gem\u00fcse \u2013 mit anderen Worten: das Kerngesch\u00e4ft des Lebensmitteleinzelhandels. Dieses ist existentiell auf die Best\u00e4ubung durch Insekten angewiesen: Von den 107 wichtigsten Kulturpflanzen sind 85 Prozent zumindest teilweise davon abh\u00e4ngig. Rund 60 Prozent der Produkte im Lebensmitteleinzelhandel sind auf Insektenbest\u00e4ubung angewiesen \u2013 ohne sie blieben unsere Teller leer. Aus diesem Grund ist der Schutz der biologischen Vielfalt fest in der DNA der strategischen Partnerschaft zwischen NABU und der REWE Group verankert.<\/p>\n<\/div>\n <\/div>\n <\/div>\n<\/div><\/div>\n<\/div>\n\n\n\n

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Ohne Insekten blieben unsere Teller leer.<\/p>\n<\/blockquote>\n <\/div>\n

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Leif Miller<\/p>\n <\/div>\n <\/div>\n

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\n \"Portr\u00e4t\n<\/div>\n <\/div>\n

Leif Miller<\/p>\n <\/div>\n <\/div>\n<\/div>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n

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Was waren bzw. sind die Schwerpunkte in der Kooperation mit der REWE Group im vergangenen Jahr und im laufenden Jahr 2019?<\/p>\n<\/div>\n

Leif Miller:<\/strong> Das Kooperationsjahr 2019 steht im Zeichen des Schutzes der biologischen Vielfalt mit einem klaren Schwerpunkt auf dem Insektenschutz. H\u00f6hepunkt war 2018 die Initiierung des NABU-Insektenschutzfonds, den REWE im ersten Jahr als exklusives Gr\u00fcndungsmitglied mit einer Summe von 300.000 Euro unterst\u00fctzte. \u00dcber den Fonds werden bundesweite Ma\u00dfnahmen zum Schutz der Lebensr\u00e4ume von Insekten durch Fl\u00e4chenk\u00e4ufe und insektenfreundliche Umgestaltung, z. B. durch Ackerumwandlung und die Anlage von Bl\u00fchstreifen und Hecken, finanziert.<\/p>\n

Eine medial sehr erfolgreiche und vor allem eindr\u00fcckliche Aktion im Jahr 2018 war die \u201eBienenaktion\u201c<\/a>, die der NABU gemeinsam mit PENNY in Langenhagen umgesetzt hat: S\u00e4mtliche von der Best\u00e4uberleistung abh\u00e4ngigen Produkte wurden aus den Regalen genommen. Am Ende verschwanden 60 Prozent aller Produkte aus dem Markt.<\/p>\n

Zweites bestimmendes Thema, das uns sicherlich noch eine ganze Weile innerhalb der strategischen Partnerschaft begleiten wird, ist die Reduktion von Verpackungen. Wir pr\u00fcfen kontinuierlich das Sortiment, inwieweit Verpackungen eingespart und umweltfreundlicher gestaltet werden k\u00f6nnen. Die Herausforderung ist gro\u00df, denn nicht immer ist einfach, was einfach erscheint: es ist essentiell, den Kunststoffverbrauch zu verringern, aber auch andere Materialien geh\u00f6ren auf den Pr\u00fcfstand. Wir freuen uns, dass die REWE Group bereits mit vielen Pilotprojekten Akzente im Markt gesetzt hat und mit der Verpackungsleitlinie dem gesamten Unternehmen eine Orientierung bietet, um das Thema in allen Gesch\u00e4ftsbereichen fest zu verankern.<\/p>\n<\/div>\n <\/div>\n <\/div>\n<\/div>\n\n

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\n \"Portr\u00e4t\n<\/div>\n <\/div>\n <\/div>\n
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\u00dcber:<\/h2>

\n Leif Miller <\/p>\n\n \n

\n Leif Miller ist Bundesgesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Naturschutzbund Deutschlands e.V. (NABU). <\/p>\n <\/div>\n <\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n\n

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Welche Bedeutung hat das PRO PLANET-Apfelprojekt f\u00fcr die Biodiversit\u00e4t?<\/p>\n<\/div>\n

Leif Miller:<\/strong> Das Ziel des PRO PLANET-Apfelprojekts ist es, die biologische Vielfalt auf Apfelplantagen zu erh\u00f6hen: Seit zehn Jahren leistet die REWE Group zusammen mit dem NABU, der Bodensee-Stiftung und den beteiligten Obstbauern einen wichtigen Beitrag zur F\u00f6rderung des Artenreichtums in der konventionellen Landwirtschaft. Mittlerweile beteiligen sich \u00fcber 300 Erzeuger in 14 Anbauregionen. Sie schaffen Bl\u00fchfl\u00e4chen f\u00fcr Wildbienen und andere Best\u00e4uber, stellen Nisthilfen f\u00fcr Hummeln und V\u00f6gel auf oder minimieren den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln.<\/p>\n

Das PRO PLANET-Apfelprojekt zeigt in vorbildlicher Weise, wie durch die enge Zusammenarbeit zwischen Landwirten und Natursch\u00fctzern nicht nur die biologische Vielfalt, sondern auch das gegenseitige Verst\u00e4ndnis f\u00fcr die jeweiligen Motive und Handlungszw\u00e4nge des anderen gef\u00f6rdert werden k\u00f6nnen.<\/p>\n

Das letzte Wildbienen-Monitoring vom Bodensee belegt eindrucksvoll, dass die gemeinsamen Anstrengungen der vergangenen zehn Jahre Fr\u00fcchte tragen. Hierbei konnte im Vergleich zu 2010 ein deutlicher Zuwachs von etwa 100 Prozent von 56 auf 117 verschiedene Wildbienenarten festgestellt werden, darunter auch 25 (2010: 5) bedrohte Arten.<\/p>\n<\/div>\n <\/div>\n <\/div>\n<\/div><\/div>\n<\/div>\n\n\n\n

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\n \"Bl\u00fchstreifen\n<\/div>\n <\/a>\n <\/div>\n <\/div>\n
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Insekten brauchen eine vielf\u00e4ltige Landschaft. \u00dcber den NABU-Insektenschutzfonds unterst\u00fctzt die REWE Group die Anlage von Bl\u00fchstreifen und Hecken.<\/p>\n<\/div> <\/div>\n <\/div>\n <\/div>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n

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Wie weit sind Sie bei der Ausweitung auf Gem\u00fcsekulturen?<\/p>\n<\/div>\n

Leif Miller:<\/strong> Inzwischen ist die Ausweitung des Projektes auf Gem\u00fcse vielversprechend angelaufen. In 14 Regionen werden beim Anbau von Brokkoli, Chinakohl, Eisbergsalat, Romana Salatherzen und M\u00f6hren eine Vielzahl von Ma\u00dfnahmen zur F\u00f6rderung der biologischen Vielfalt umgesetzt. So konnten in den letzten zwei Jahren schon fast 45 Hektar ein- oder mehrj\u00e4hrige Bl\u00fchfl\u00e4chen angelegt oder aufgewertet werden. Auch die Zahl von mehr als 770 gepflanzten Hecken, B\u00e4umen und Str\u00e4uchern oder mehr als 360 installierten Nistk\u00e4sten f\u00fcr V\u00f6gel ist beeindruckend. Mit der kontinuierlichen Ausweitung des Projektes auf weitere Gem\u00fcsekulturen wird die Vielfalt der umgesetzten Ma\u00dfnahmen in den n\u00e4chsten Jahren noch erheblich steigen, sodass wir in zehn Jahren sicher auch im Gem\u00fcseprojekt eine ebenso positive Bilanz ziehen k\u00f6nnen wie im Apfelprojekt.<\/p>\n<\/div>\n <\/div>\n <\/div>\n<\/div>\n\n

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Mit einer Startsumme von 300.000 Euro legte die REWE Group das Fundament f\u00fcr den Insektenschutzfonds, um bundesweit umfassende Ma\u00dfnahmen umzusetzen. Warum ist so viel Geld f\u00fcr Fl\u00e4chen notwendig?<\/p>\n<\/div>\n

Leif Miller:<\/strong> Insekten sind unersetzbar. Sie best\u00e4uben Wild- und Kulturpflanzen und sind so f\u00fcr eine intakte Natur und die Erzeugung vieler Lebensmittel unerl\u00e4sslich. Sie sind Nahrungsgrundlage unz\u00e4hliger Tierarten und dienen dem biologischen Pflanzenschutz in der Landwirtschaft.<\/p>\n

Der Insektenschutzfonds bietet Unternehmen und Privatpersonen die M\u00f6glichkeit, sich an der Planung und Durchf\u00fchrung praktischer Ma\u00dfnahmen und Projekte zum Schutz von Insekten finanziell zu beteiligen. Grundsatz f\u00fcr all diese Ma\u00dfnahmen und Projekte ist ihre nachhaltige, also dauerhafte und erfolgreiche Wirkung. Deshalb kommt dem Erwerb geeigneter Fl\u00e4chen zur Sicherung etablierter Ma\u00dfnahmen besondere Bedeutung zu.<\/p>\n

Mit dieser Startsumme legt REWE das Fundament, um bundesweit umfassende Ma\u00dfnahmen zum Schutz von Insekten umzusetzen. Daf\u00fcr werden noch in diesem Jahr rund 65.000 Quadratmeter Ackerfl\u00e4chen und Wiesen durch die NABU-Stiftung Nationales Naturerbe gekauft und dauerhaft gesichert. Zus\u00e4tzlich sollen auf 160.000 Quadratmetern artenreiche Bl\u00fchfl\u00e4chen auf Ackerrandstreifen, bunt bl\u00fchende Wiesen und Weiden und nicht genutzte Feldraine gepflanzt und Hecken angelegt werden.<\/p>\n<\/div>\n <\/div>\n <\/div>\n<\/div><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n

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