{"id":1513,"date":"2020-07-20T11:17:27","date_gmt":"2020-07-20T09:17:27","guid":{"rendered":"https:\/\/www.rewe-group.com\/?p=1513"},"modified":"2023-02-02T16:46:13","modified_gmt":"2023-02-02T15:46:13","slug":"molkerei-chefin-karin-artzt-steinbrink-im-interviewdie-verbraucher-milch-passt-perfekt-in-die-zeit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.rewe-group.com\/de\/presse-und-medien\/newsroom\/stories\/molkerei-chefin-karin-artzt-steinbrink-im-interviewdie-verbraucher-milch-passt-perfekt-in-die-zeit\/","title":{"rendered":"Molkerei-Chefin Karin Artzt-Steinbrink im Interview:\u201eDie Verbraucher-Milch passt perfekt in die Zeit\u201c"},"content":{"rendered":"\n
Als Pionier f\u00fcr faire Milch ist die Upl\u00e4nder Bauernmolkerei der richtige Partner f\u00fcr das Projekt der Verbraucher-Milch, findet Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin Karin Artzt-Steinbrink. Warum das Projekt gerade jetzt gute Chancen auf Erfolg hat, erz\u00e4hlt sie im Interview. <\/p>\n<\/div>\n <\/div>\n <\/div>\n <\/div><\/div>\n\n\n\n
Upl\u00e4nder Bauernmolkerei \u2013 der Name zeigt, dass Landwirtinnen und Landwirte aus der Region in ihrem Unternehmen eine starke Stimme haben.<\/p>\n<\/div>\n
Karin Artzt-Steinbrink:<\/strong> Unsere Milchbauern bestimmen die Grundlinien der Gesch\u00e4ftspolitik. Wir sind \u00e4hnlich einer Genossenschaft organisiert: Hauptgesellschafter ist eine Milch-Erzeugergemeinschaft; die \u00fcbrigen Anteile halten Umweltsch\u00fctzer sowie eine Reihe von Privat- und Gesch\u00e4ftsleuten aus der Region. Aktuell beliefern uns 115 Landwirte mit j\u00e4hrlich etwa 40 Millionen Liter Bio-Milch.<\/p>\n<\/div>\n <\/div>\n <\/div>\n<\/div>\n\n \n Karin Artzt-Steinbrink <\/p>\n\n \n \n Karin Artzt-Steinbrink ist Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin Upl\u00e4nder Bauernmolkerei. <\/p>\n <\/div>\n <\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n\n Was reizt Sie, sich an dem Projekt der Verbraucher-Milch zu beteiligen?<\/p>\n<\/div>\n Karin Artzt-Steinbrink:<\/strong> Die Idee, nachhaltige Milch zu fairen Konditionen anzubieten, passt gut in unsere Ausrichtung. Sie ist letztlich eine Weiterentwicklung unseres Konzepts, faire Bedingungen f\u00fcr Landwirte zu schaffen und gleichzeitig bei den Verbrauchern Wertsch\u00e4tzung f\u00fcr landwirtschaftliche Erzeugnisse zu wecken. Wir haben bereits 2005 als bundesweit erste Molkerei faire Milch auf den Markt gebracht und waren auch Pionier bei der Milcherzeugung ohne Gentechnik. Zudem setzen wir uns seit unserer Gr\u00fcndung 1996 f\u00fcr faire Milchpreise ein.<\/p>\n<\/div>\n <\/div>\n <\/div>\n<\/div>\n\n Die Verbraucherinnen und Verbraucher haben in der Befragung hohe Anforderungen an \u201eihre\u201c Milch formuliert. Inwieweit erf\u00fcllte die Upl\u00e4nder Bauernmolkerei beziehungsweise ihre Milchbetriebe diesen Katalog? An welchen Stellen mussten sie gegebenenfalls nachbessern?<\/p>\n<\/div>\n Karin Artzt-Steinbrink:<\/strong> Unsere Arbeitsweise \u00e4hnelt in vielen Punkten dem Konzept, das die Initiative vorgibt. Deshalb mussten wir keine umfangreichen Anpassungen vornehmen. So verbringen die meisten K\u00fche unserer Landwirte ohnehin mehr als die geforderten 120 Tage im Jahr auf der Weide. Und in der Mehrzahl der F\u00e4lle verf\u00fcttern die Bauern nicht nur regional hergestelltes, sondern sogar selbstproduziertes Futter. Einzig bei Kraftfutter musste sich der eine oder andere Landwirt umstellen. Denn das muss laut Projektanforderung aus der Region stammen. Zuvor hatten die Landwirte Kraftfutter dort eingekauft, wo es gerade im Angebot war, ohne auf Regionalit\u00e4t zu achten.<\/p>\n<\/div>\n <\/div>\n <\/div>\n<\/div><\/div>\n<\/div>\n\n\n\n Den Verbrauchern ist eine gesunde Ern\u00e4hrung wichtig und sie interessieren sich st\u00e4rker f\u00fcr Themen des Umwelt- und Klimaschutzes.<\/p>\n<\/blockquote>\n <\/div>\n Karin Artzt-Steinbrink<\/p>\n <\/div>\n <\/div>\n Karin Artzt-Steinbrink<\/p>\n <\/div>\n <\/div>\n<\/div>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n Welche Kapazit\u00e4ten planen Sie f\u00fcr das Projekt der Verbraucher-Milch?<\/p>\n<\/div>\n Karin Artzt-Steinbrink:<\/strong> Wir sind sehr flexibel. Kurzfristig k\u00f6nnen wir drei bis vier Millionen Liter pro Jahr liefern, bei Bedarf auch mehr. Dazu w\u00fcrden wir weitere Bio-Landwirte in das Projekt einbinden. Das ist jederzeit m\u00f6glich, denn wir f\u00fchren eine Warteliste. Im vergangenen Monat haben wir zudem mit dem Bau einer neuen Produktionshalle begonnen, die unsere Kapazit\u00e4ten weiter erh\u00f6ht. Diese Investitionsentscheidung war unabh\u00e4ngig von dem Verbraucher-Milch-Projekt, denn wir m\u00f6chten unseren Produktionsschwerpunkt \u201eTrinkmilch in besonderen Qualit\u00e4ten\u201c weiter ausbauen und weitere Sorten aufnehmen. Jetzt, mit der Verbraucher-Milch, macht die Erweiterung umso mehr Sinn.<\/p>\n<\/div>\n <\/div>\n <\/div>\n<\/div>\n\n Was stimmt Sie zuversichtlich, dass das Projekt der Verbraucher-Milch ein Erfolg wird?<\/p>\n<\/div>\n Karin Artzt-Steinbrink: <\/strong>Es passt perfekt in die Zeit! Bio-Milch ist ohnehin seit einiger Zeit wieder mehr gefragt \u2013 und die Corona-Krise hat diesen Trend noch einmal verst\u00e4rkt. Den Verbrauchern ist eine gesunde Ern\u00e4hrung wichtig und sie interessieren sich st\u00e4rker f\u00fcr Themen des Umwelt- und Klimaschutzes.<\/p>\n<\/div>\n <\/div>\n <\/div>\n<\/div>\n\n Aber nur wenig akzeptieren, dass dies nicht zum Null-Tarif zu haben ist.<\/p>\n<\/div>\n Karin Artzt-Steinbrink:<\/strong> Deshalb gef\u00e4llt mir die Befragung. Sie schafft Transparenz und macht deutlich, dass Mehr-Anforderungen immer auch einen Preisaufschlag nach sich ziehen. Die Verbraucher m\u00fcssen sich ernsthaft damit auseinandersetzen, was ihnen wichtig ist. Das sch\u00e4rft das Bewusstsein weit mehr als wenn wir Flyer verteilen, auf denen die Zusammenh\u00e4nge erkl\u00e4rt sind.<\/p>\n<\/div>\n <\/div>\n <\/div>\n<\/div>\n\n
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