Also zum Beispiel durch die Erhebung einer Fleischsteuer?<\/p>\n<\/div>\n
Dr. Tobias Gaugler<\/strong>: Als Wissenschaftler sind wir nicht in der Rolle, Handlungsempfehlungen zu geben. Wir liefern Daten, die hoffentlich zum Nachdenken anregen und aus denen dann andere ihre Schl\u00fcsse ziehen m\u00fcssen.<\/p>\nAmelie Michalke<\/strong>: Unsere Studie sorgt f\u00fcr Transparenz. Und die Initiative von PENNY, in ihrem neuen Berliner Markt zus\u00e4tzlich die wahren Kosten auf das Preisschild zu setzen, bringt das Thema in den Alltag der Menschen. Sie erhalten Informationen, um eigenverantwortlich Entscheidungen zu treffen.<\/p>\n<\/div>\n <\/div>\n <\/div>\n<\/div>\n\n\n
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Wagen Sie eine Prognose? Wie werden Kundinnen und Kunden reagieren?<\/p>\n<\/div>\n
Dr. Tobias Gaugler<\/strong>: Als Wissenschaftler hoffe ich, dass es zu nachweisbaren Ver\u00e4nderungen der Nachfrage kommen wird. Aber wir sollten nicht zu viel erwarten. Wichtig ist vor allem die Aufmerksamkeit, die das Thema durch das Projekt gewinnt \u2013 bei Verbrauchern, Medien und der allgemeinen \u00d6ffentlichkeit. Davon wird auch die weitere Forschung profitieren.<\/p>\n<\/div>\n <\/div>\n <\/div>\n<\/div>\n\n\n
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Lassen sich mit der gleichen Logik, mit der Sie die \u00f6kologischen Folgekosten f\u00fcr ausgesuchte Lebensmittel berechnet haben, auch die \u201ewahren Kosten\u201c f\u00fcr andere Produkte und vielleicht auch Dienstleistungen ermitteln?<\/p>\n<\/div>\n
Amelie Michalke<\/strong>: Nat\u00fcrlich! Das w\u00e4re auch sehr w\u00fcnschenswert, denn so erhielten Verbraucher eine Anleitung, wie sie ihren \u00f6kologischen Fu\u00dfabdruck verkleinern k\u00f6nnen \u2026<\/p>\nDr. Tobias Gaugler<\/strong>: \u2026 und sie k\u00e4men vielleicht zu der Erkenntnis, dass sie mit ihrer Konsumentscheidung eine Menge bewirken k\u00f6nnen, vielleicht sogar mehr als mit ihrem Wahlzettel. Denn wo man sein Geld hingibt, da w\u00e4chst etwas. Ich w\u00fcrde mir w\u00fcnschen, dass mehr Verbraucher sich dieser Macht und Verantwortung bewusst werden.<\/p>\n<\/div>\n <\/div>\n <\/div>\n<\/div>\n\n \n
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H\u00e4tten Sie\u2019s gedacht \u2013 die \u201ewahren Kosten\u201c von Lebensmitteln<\/h2>\n Was m\u00fcssten Gouda, Hackfleisch und Co. eigentlich kosten, wenn ihre \u00f6kologischen Folgekosten entlang der Lieferkette mit in den Preis einfl\u00f6ssen? Eine Antwort auf diese Frage gibt PENNY gemeinsam mit der Universit\u00e4t Augsburg im ersten Nachhaltigkeits-Erlebnismarkt: Die Forschenden haben die \u201ewahren Kosten\u201c (True Costs) f\u00fcr acht konventionell und \u00f6kologisch erzeugte Eigenmarken-Produkte berechnet. Diese wahren Kosten umfassen die \u00fcber die Lieferketten anfallenden Auswirkungen von Stickstoff, Klimagasen, Energie und Landnutzungs\u00e4nderungen auf den Verkaufspreis.<\/p>\n
Das Ergebnis: Alleine anhand dieser vier Parameter kommen Dr. Tobias Gaugler und sein Team zu der Erkenntnis, dass die bisherige Preisdiskussion zu kurz greift, denn die zwangsl\u00e4ufig entstehenden Folgekosten unseres Konsums werden nicht ber\u00fccksichtigt \u2013 weder im \u00f6kologischen noch im konventionellen Landbau. Au\u00dferdem hat die Erzeugung der untersuchten konventionellen Lebensmittel nicht so negative Folgen, wie es teilweise in der \u00f6ffentlichen Diskussion erscheint \u2013 Aufschl\u00e4ge von wenigen Cent pro Kilogramm w\u00fcrden laut Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern teilweise schon ausreichen, um die \u201ewahren Kosten\u201c abzubilden.<\/p>\n
Aber wo liegen die \u201eTrue Costs\u201c unserer Lebensmittel \u2013 h\u00e4tten Sie\u2019s gedacht?<\/p>\n <\/div>\n\n <\/div>\n<\/div><\/div>\n<\/div>\n\n\n\n
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01<\/label>\n Die \u201eTrue Costs\u201c von Gouda l\u00e4gen bei konventioneller Erzeugung bei 9,36 Euro, bei biologischer Erzeugung bei 13,21 Euro pro Kilogramm.<\/p>\n <\/div>\n <\/li>\n
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02<\/label>\n Die \u201eTrue Costs\u201c von Mozzarella l\u00e4gen bei konventioneller Erzeugung bei 8,36 Euro, bei biologischer Erzeugung bei 9,26 Euro pro Kilogramm.<\/p>\n <\/div>\n <\/li>\n
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03<\/label>\n Die \u201eTrue Costs\u201c von Milch l\u00e4gen bei konventioneller Erzeugung bei 1,62 Euro, bei biologischer Erzeugung bei 1,84 Euro pro Liter.<\/p>\n <\/div>\n <\/li>\n
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04<\/label>\n Die \u201eTrue Costs\u201c von \u00c4pfeln l\u00e4gen bei konventioneller Erzeugung bei 2,34 Euro, bei biologischer Erzeugung bei 3,36 Euro pro Kilogramm.<\/p>\n <\/div>\n <\/li>\n
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05<\/label>\n Die \u201eTrue Costs\u201c von gemischtem Hackfleisch l\u00e4gen bei konventioneller Erzeugung bei 15,25 Euro, bei biologischer Erzeugung bei 20,74 Euro pro Kilogramm.<\/p>\n <\/div>\n <\/li>\n
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06<\/label>\n Die \u201eTrue Costs\u201c von Bananen l\u00e4gen bei konventioneller Erzeugung bei 1,22 Euro, bei biologischer Erzeugung bei 1,82 Euro pro Kilogramm.<\/p>\n <\/div>\n <\/li>\n
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07<\/label>\n Die \u201eTrue Costs\u201c von Kartoffeln l\u00e4gen bei konventioneller Erzeugung bei 0,64 Euro, bei biologischer Erzeugung bei 1,14 Euro pro Kilogramm.<\/p>\n <\/div>\n <\/li>\n
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08<\/label>\n Die \u201eTrue Costs\u201c von Tomaten l\u00e4gen bei konventioneller Erzeugung bei 1,69 Euro, bei biologischer Erzeugung bei 3,81 Euro pro Kilogramm.<\/p>\n <\/div>\n <\/li>\n <\/ul>\n <\/div>\n <\/div>\n<\/div>\n <\/div>\n<\/div><\/div>\n<\/div>\n\n\n\n