{"id":33385,"date":"2023-11-15T11:08:01","date_gmt":"2023-11-15T10:08:01","guid":{"rendered":"https:\/\/www.rewe-group.com\/de\/?post_type=opinion&p=33385"},"modified":"2025-09-24T10:43:48","modified_gmt":"2025-09-24T08:43:48","slug":"gute-rahmenbedingungen-fuer-selbststaendigkeit-stronger-together","status":"publish","type":"opinion","link":"https:\/\/www.rewe-group.com\/de\/presse-und-medien\/newsroom\/meinungen\/gute-rahmenbedingungen-fuer-selbststaendigkeit-stronger-together\/","title":{"rendered":"\u201eGute Rahmenbedingungen f\u00fcr Selbstst\u00e4ndigkeit \u2013 Stronger together\u201c"},"content":{"rendered":"\n
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Liebe Leser:innen, <\/h2>\n <\/div>\n<\/div><\/div>\n<\/div>\n\n\n\n
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die Wucht, mit der in der Europ\u00e4ischen Union Ver\u00e4nderungsprozesse forciert werden \u2013 so notwendig diese auch sind \u2013 sp\u00fcren wir REWE Group-seitig auf vielf\u00e4ltige Weise. Da ist zum einen der Konzern, der 380.000 Mitarbeitende in 21 L\u00e4ndern vertritt. Zum anderen haben wir als REWE insgesamt, das Public Affairs-Team der REWE Group sowie der Bereich Kaufleute ganz besonders die Belange der aktuell mehr als 1.800 selbstst\u00e4ndigen REWE-Kaufleute im Blick, die mit ihren inhabergef\u00fchrten M\u00e4rkten von bestimmten erlassenen oder anstehenden Regulierungen besonders betroffen sind bzw. w\u00e4ren. All diese Interessen gilt es gegen\u00fcber der Politik in Berlin und in Br\u00fcssel, in Bundesl\u00e4ndern und auf kommunaler Ebene zu vertreten \u2013 f\u00fcr unsere Kund:innen, Mitarbeitenden und nat\u00fcrlich die selbstst\u00e4ndigen REWE-Kaufleute, denen wir als genossenschaftliches Unternehmen besonders verpflichtet sind.<\/p>\n

Um etwas f\u00fcr den kooperierenden Mittelstand\u00a0 zu erreichen, bleibt es auch auf EU-Ebene unabdingbar, sich als Unternehmen in Verb\u00e4nden zu konsolidieren und gemeinsam zu st\u00e4rken, weil die Stimme einzelner Unternehmen in Br\u00fcssel deutlich schwerer wahrzunehmen ist, so ehrlich muss man auch sein.<\/p>\n

Deshalb freue ich mich ganz besonders, dass Independent Retail Europe (IRE) in diesen Tagen sein 60-j\u00e4hriges Bestehen feiert. Seit nunmehr sechs Jahrzehnten setzt sich der Verband, dessen Pr\u00e4sident ich seit 2019 sein darf, auf europ\u00e4ischer Ebene f\u00fcr die Belange kooperierender Gesch\u00e4ftsmodelle ein; konkret spricht IRE f\u00fcr 23 Verbundgruppen in Europa, aktuell fast 462.000 selbstst\u00e4ndige Einzelh\u00e4ndler:innen und 6,5 Millionen Besch\u00e4ftigte. Stolze Zahlen, die die Bedeutung des selbstst\u00e4ndigen Einzelhandels, ob Food oder Non-Food, in Europa aufzeigen.<\/p>\n

Da die nationale Gesetzgebung sehr stark von Br\u00fcssel beeinflusst wird, ist die aktive Mitarbeit in Verb\u00e4nden, der Praxisinput von Unternehmen, die Mitarbeit an Positionen oder auch die Begleitung von politischen Gespr\u00e4chen, aus meiner Sicht unerl\u00e4sslich. Independent Retail Europe spricht von ann\u00e4hernd 65 Prozent aller nationalen Rechtsvorschriften f\u00fcr den Einzelhandel, die auf EU-Recht basieren.<\/p>\n <\/div>\n\n <\/div>\n<\/div><\/div>\n<\/div>\n\n\n\n

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Da die nationale Gesetzgebung sehr stark von Br\u00fcssel beeinflusst wird, ist die aktive Mitarbeit in Verb\u00e4nden, der Praxisinput von Unternehmen, die Mitarbeit an Positionen oder auch die Begleitung von politischen Gespr\u00e4chen, aus meiner Sicht unerl\u00e4sslich.<\/p>\n<\/blockquote>\n <\/div>\n

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Thomas Nonn, Bereichsvorstand Selbstst\u00e4ndigkeit und Genossenschaft <\/p>\n <\/div>\n <\/div>\n

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Thomas Nonn, Bereichsvorstand Selbstst\u00e4ndigkeit und Genossenschaft <\/p>\n <\/div>\n <\/div>\n<\/div>\n<\/div><\/div>\n<\/div>\n\n\n\n

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Nehmen wir das Thema Berichterstattungen: Ob die EU-Verordnung f\u00fcr Entwaldungsfreie Lieferketten, die Corporate Sustainability Reporting Directive oder das EU-Lieferkettengesetz, die Sinnhaftigkeit der Regulierungen stellen wir grunds\u00e4tzlich gar nicht in Frage. Aber das Prinzip \u201eone fits all\u201c, also gleiches Vorgehen f\u00fcr alle Unternehmensformen, funktioniert aus unserer Sicht nicht immer. So ist zum Beispiel ein Nachhaltigkeits-Bericht eines Konzerns doch deutlich aussagekr\u00e4ftiger als ein Bericht einer einzelnen OHG, also zum Beispiel eines Kaufmanns oder einer Kauffrau mit einem oder mehreren M\u00e4rkten. Hier entsteht enorme administrative Last bei unseren Kaufleuten. Ich sage Ihnen ganz offen: Die Proportionalit\u00e4t ist bei derlei Themen oftmals nicht gegeben. Deshalb ist es wichtig, sich f\u00fcr gute Rahmenbedingungen f\u00fcr Selbstst\u00e4ndigkeit einzusetzen.<\/p>\n

Keine EU-Regulierung hat dies in den vergangenen Jahren so deutlich gemacht wie die Unfair Trading Practices (UTP). Die Richtlinie nahm das Verbot unlauterer Handelspraktiken in den Blick, hatte also die grunds\u00e4tzlich gute Absicht, kleinere Lieferanten zu st\u00e4rken. Im politischen Prozess wurde dann aber nicht nur \u00fcber die Schutzw\u00fcrdigkeit internationaler Megakonzerne diskutiert, auch das genossenschaftliche Gesch\u00e4ftsmodell r\u00fcckte in den Fokus und stand unter starkem Beschuss. So wurde leider auch der unternehmerische Handlungsspielraum in der engen Zusammenarbeit von lokalen Lieferanten und selbstst\u00e4ndigen Kaufleuten auf Marktebene eingeschr\u00e4nkt \u2013 und zwar sowohl zu unserem, aber auch zum Nachteil der kleineren Lieferant:innen.<\/p>\n

Aktuell besch\u00e4ftigt uns \u2013 REWE Group-seitig als auch bei IRE \u2013 die Late Payment-Directive. Diese zielt darauf ab, Zahlungsziele im Gesch\u00e4ftsverkehr einzuschr\u00e4nken. 30 Kalendertage sollen nach Eingang der Rechnung oder einer gleichwertigen Zahlungsaufforderung nicht \u00fcberschritten werden d\u00fcrfen. Nicht nur wir sehen dieses pauschale Vorgehen kritisch, auch der Zentralverband des Deutschen Handwerks oder der Raiffeisenverband haben bereits ausf\u00fchrliche Kritik ge\u00e4u\u00dfert. Das Ziel des Gesetzentwurfs war es, eine verbesserte Liquidit\u00e4t f\u00fcr Unternehmen zu schaffen. Leider verfehlt der Entwurf in der aktuellen Form dieses Ziel jedoch und wird unserer Einsch\u00e4tzung nach vielmehr den gegenteiligen Effekt erzeugen.<\/p>\n

Nachhaltigkeit und Innovationen, generations\u00fcbergreifende wirtschaftliche Existenzen, langfristiges Handeln, daf\u00fcr stehen kooperierende Gesch\u00e4ftsmodelle in ganz Europa. Selbstst\u00e4ndig sein mit REWE, das bedeutet f\u00fcr die der REWE angeschlossenen Kaufleute eine gewinnbringende Kombination aus hoher Flexibilit\u00e4t und Individualisierung, Austausch und Einbindung. Es ist mir ein besonderes Anliegen, dass diese Unternehmensform auch zuk\u00fcnftig wettbewerbsf\u00e4hig bleibt. So finde ich auch: Insgesamt sollten die Perspektiven von Unternehmen mit Mittelstands-Bezug st\u00e4rker politisch ber\u00fccksichtigt werden, gilt der Mittelstand doch als das R\u00fcckgrat der Wirtschaft. Und damit einher geht nat\u00fcrlich auch die St\u00e4rkung der Organisationen, die erfolgreiche Selbstst\u00e4ndigkeit erm\u00f6glichen, so wie wir das als REWE tun. F\u00fcr den entsprechenden Dialog stehe ich als REWEaner, aber auch als Organ von Independent Retail Europe, gerne zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n

Gute Verbandsarbeit fu\u00dft auf einer breiten Basis von Unternehmen, die sich aktiv einbringen. Deshalb w\u00fcnsche ich Independent Retail Europe zum 60-j\u00e4hrigen Bestehen, dass immer mehr Unternehmen die Sinnhaftigkeit und Notwendigkeit dieser Arbeit erkennen und mitmachen \u2013 ganz nach dem IRE-Leitbild \u201estronger together\u201c.<\/p>\n <\/div>\n\n <\/div>\n<\/div><\/div>\n<\/div>\n\n\n\n

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Ihr Thomas Nonn<\/h2>\n <\/div>\n<\/div><\/div>\n<\/div>\n\n\n\n
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\u00dcber:<\/h2>

\n Thomas Nonn <\/p>\n\n

Bereichsvorstand Selbstst\u00e4ndigkeit und Genossenschaft <\/p>\n \n

\n ist seit 1990 bei der REWE Group besch\u00e4ftigt. <\/p>\n <\/div>\n <\/div>\n<\/div>\n<\/div><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n

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Weiterlesen <\/h2>\n \n <\/div>\n
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