{"id":32261,"date":"2023-09-12T11:10:03","date_gmt":"2023-09-12T09:10:03","guid":{"rendered":"https:\/\/www.rewe-group.com\/de\/?post_type=opinion&p=32261"},"modified":"2025-09-24T10:44:40","modified_gmt":"2025-09-24T08:44:40","slug":"der-mehrwert-von-nachhaltigkeit-muss-sichtbar-bleiben","status":"publish","type":"opinion","link":"https:\/\/www.rewe-group.com\/de\/presse-und-medien\/newsroom\/meinungen\/der-mehrwert-von-nachhaltigkeit-muss-sichtbar-bleiben\/","title":{"rendered":"\u201eDer Mehrwert von Nachhaltigkeit muss sichtbar bleiben\u201c"},"content":{"rendered":"\n
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\u201eNachhaltigkeit aus der Nische holen\u201c \u2013 mit diesem Vorsatz ist die REWE Group bereits 2008 angetreten. Unser Ziel war es, Verbraucher:innen f\u00fcr bewussteren Konsum zu sensibilisieren. Und das ist uns gelungen: Mittlerweile ist Nachhaltigkeit im Alltag der Menschen angekommen. Mehr noch: Heutzutage werden nachhaltigere Produkte und Dienstleistungen von unseren Kund:innen aktiv nachgefragt oder sogar vorausgesetzt. Doch aus Studien und Befragungen wissen wir auch: Kund:innen ben\u00f6tigen nach wie vor Orientierung bei ihren nachhaltigen Konsumentscheidungen, geht es doch mittlerweile um solch komplexe Themen wie Tierwohl, Klima oder faire Lieferketten.<\/p>\n

Verbraucher:innen eine informierte nachhaltigere Kaufentscheidung erm\u00f6glichen \u2013 darauf zielt die sogenannte Green Claims-Direktive der EU-Kommission ab, die in Br\u00fcssel derzeit ausgearbeitet wird und die wir mit Spannung in ihrer finalen Fassung erwarten. Denn entsprechend sollen strenge Kriterien und Mindestanforderungen f\u00fcr die Verifizierung von Claims und Labels eingef\u00fchrt werden, die mehr Transparenz schaffen sollen. Dies wird die Nachhaltigkeitskommunikation von Grund auf ver\u00e4ndern. Das gilt auch f\u00fcr die Standards unabh\u00e4ngiger Partner und Labels, die eine hohe Bekanntheit aufweisen k\u00f6nnen.<\/p>\n <\/div>\n\n <\/div>\n<\/div><\/div>\n<\/div>\n\n\n\n

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F\u00fcr uns steht fest: Die grunds\u00e4tzliche Sto\u00dfrichtung der Regulierung ist v\u00f6llig richtig. Alle Konsument:innen sollen in der Lage sein, bewusste (Kauf-)Entscheidungen zu treffen.<\/p>\n<\/blockquote>\n <\/div>\n

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Kerstin May, Leiterin Nachhaltigkeitskommunikation REWE Group <\/p>\n <\/div>\n <\/div>\n

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Kerstin May, Leiterin Nachhaltigkeitskommunikation REWE Group <\/p>\n <\/div>\n <\/div>\n<\/div>\n<\/div><\/div>\n<\/div>\n\n\n\n

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F\u00fcr uns steht fest: Die grunds\u00e4tzliche Sto\u00dfrichtung der Regulierung ist v\u00f6llig richtig. Alle Konsument:innen sollen in der Lage sein, bewusste (Kauf-)Entscheidungen zu treffen. Und daf\u00fcr braucht es harmonisierte Standards. Das unterst\u00fctzen wir voll und ganz. Entsprechende Sortimente bieten wir bei REWE, PENNY oder auch toom Baumarkt an. Aber: Es braucht viel mehr, als festzuschreiben, was in der Nachhaltigkeitskommunikation nicht mehr m\u00f6glich sein soll. Es braucht einen Weg, wie eine solche Kommunikation zuk\u00fcnftig die notwendige Orientierung geben kann.<\/p>\n

Die Direktive im derzeitigen Entwurfsstadium ist an vielen Stellen noch unklar und bietet zu viel Interpretationsspielraum. Dies betrifft auch zahlreiche Definitionen und Begrifflichkeiten. Eine aus unserer Sicht ganz entscheidende Stellschraube wird die Datengrundlage sein, auf deren Basis man zuk\u00fcnftig umweltbezogene Aussagen fu\u00dfen darf. Eine komplexe Herausforderung! Wenn man Sekund\u00e4rdaten verwenden darf, verringert dies die Komplexit\u00e4t betr\u00e4chtlich, macht die Darstellbarkeit von Unterschieden innerhalb von Kategorien aber schwieriger. Das Problem bei Prim\u00e4rdaten: Diese liegen derzeit nicht f\u00fcr alle Produkte vor. Wenn jedes Unternehmen, jede NGO, jeder Standard jetzt eigene Daten erheben muss, ist dies ein enormer Aufwand, gerade f\u00fcr komplexe Produkte aus verschiedenen Lieferketten wie Tiefk\u00fchlpizza oder Multivitaminsaft.<\/p>\n

Corporate Sustainability Reporting Directive, Sustainable Food Systems, Emporing Consumers for the Green Transition: Parallel zu den Green Claims werden auf EU-Ebene derzeit weitere Regulierungen mit Nachhaltigkeitsschwerpunkt verhandelt. Auch hierf\u00fcr wird eine immense Menge an Daten erhoben werden m\u00fcssen. Wir finden, f\u00fcr all diese Regulierungen sollten schlussendlich einheitliche Daten eine Grundlage bilden. Gleiches gilt f\u00fcr Definitionen und Begrifflichkeiten. Diese sollten sich nicht widersprechen.<\/p>\n

Grunds\u00e4tzlich gilt doch: Der Mehrwert von Nachhaltigkeitsprojekten bei Themen wie Tierwohl, Biodiversit\u00e4t oder sozialen Belangen muss weiterhin sichtbar bleiben. F\u00fcr die Kund:innen, die sich Orientierung w\u00fcnschen. Aber auch f\u00fcr den Fortschritt der Projekte weltweit: Tue Gutes und sprich dar\u00fcber. Es w\u00e4re ein unglaublicher R\u00fcckschritt, wenn Nachhaltigkeitsleistungen von Produkten oder Dienstleistungen nicht mehr kommuniziert werden k\u00f6nnen bzw. die Kommunikation so erschwert wird, dass diese kapazit\u00e4r, prozessual und budget\u00e4r nicht mehr umzusetzen ist. Dies w\u00fcrde brachen- und l\u00e4nder\u00fcbergreifend mittelbar dazu f\u00fchren, dass dringend ben\u00f6tigte Projekte zur Transformation in den Lieferketten weniger oder gar nicht mehr umgesetzt werden. Ich bin mir aber sicher, dass dies nicht die intendierte Sto\u00dfrichtung der Regulierung ist. Deshalb lautet unser Appell an die politischen Entscheidungstr\u00e4ger:innen: Gestalten Sie die Details der Direktive nun so aus, dass eine wirkungsvolle und fundierte Nachhaltigkeitskommunikation weiterhin m\u00f6glich ist \u2013 f\u00fcr gro\u00dfe wie kleine Akteure. Schlussendlich kann eine Lenkungswirkung nur so erreicht werden.<\/p>\n <\/div>\n\n <\/div>\n<\/div><\/div>\n<\/div>\n\n\n\n

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Deshalb lautet unser Appell an die politischen Entscheidungstr\u00e4ger:innen: Gestalten Sie die Details der Direktive nun so aus, dass eine wirkungsvolle und fundierte Nachhaltigkeitskommunikation weiterhin m\u00f6glich ist \u2013 f\u00fcr gro\u00dfe wie kleine Akteure. Schlussendlich kann eine Lenkungswirkung nur so erreicht werden.<\/p>\n<\/blockquote>\n <\/div>\n

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Kerstin May, Leiterin Nachhaltigkeitskommunikation REWE Group <\/p>\n <\/div>\n <\/div>\n

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Kerstin May, Leiterin Nachhaltigkeitskommunikation REWE Group <\/p>\n <\/div>\n <\/div>\n<\/div>\n<\/div><\/div>\n<\/div>\n\n\n\n

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Allein in Deutschland versorgen wir mehr als 50 Millionen Kund:innen w\u00f6chentlich. Wir haben in den zur\u00fcckliegenden Jahren viel Erfahrung in der faktenbasierten Kommunikation von Nachhaltigkeitsaspekten gesammelt und wissen: Einkaufen ist ein stark habitualisiertes Vorgehen, am Point of Sale muss die Kommunikation eindeutig und einfach sein. Wir werden diesen Weg weitergehen, denn es ist uns ein gro\u00dfes Anliegen, der Kundschaft auch in Zukunft Orientierung in Bezug auf einen nachhaltigeren Einkauf zu geben. Wir nehmen die Herausforderung an, dies auch zuk\u00fcnftig regulatorik-konform auszugestalten und bringen uns mit unserer Praxiserfahrung gerne transparent in den Dialog ein.<\/p>\n <\/div>\n\n <\/div>\n<\/div><\/div>\n<\/div>\n\n\n\n

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Ihre Kerstin May<\/p>\n <\/div>\n<\/div><\/div>\n<\/div>\n\n\n\n

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\u00dcber:<\/h2>

\n Kerstin May <\/p>\n\n

Leiterin Nachhaltigkeitskommunikation REWE Group <\/p>\n \n

\n startete 2013 bei der REWE Group. <\/p>\n <\/div>\n <\/div>\n<\/div>\n<\/div><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n

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    Story<\/p>\n

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    22. Mai 2026<\/p>\n

    Salat auf Supermarktdach:\u00a0REWE bringt Green Farming in Serie\u00a0<\/h3> <\/div>\n <\/div>\n <\/a>\n <\/button>\n<\/div>\n <\/li>\n
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