{"id":41056,"date":"2024-10-09T13:43:54","date_gmt":"2024-10-09T11:43:54","guid":{"rendered":"https:\/\/www.rewe-group.com\/de\/?post_type=3questions&p=41056"},"modified":"2025-09-24T12:41:30","modified_gmt":"2025-09-24T10:41:30","slug":"florian-hassler-zum-strategiedialog-landwirtschaft-in-baden-wuerttemberg","status":"publish","type":"3questions","link":"https:\/\/www.rewe-group.com\/de\/presse-und-medien\/newsroom\/drei-fragen\/florian-hassler-zum-strategiedialog-landwirtschaft-in-baden-wuerttemberg\/","title":{"rendered":"Florian Hassler\u00a0zum Strategiedialog Landwirtschaft\u00a0in Baden-W\u00fcrttemberg"},"content":{"rendered":"\n
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    Die Einrichtung des Strategiedialogs wurde von der Landesregierung beschlossen und beim Auftakt waren Ministerpr\u00e4sident Winfried Kretschmann, Bundesminister Cem \u00d6zdemir, zwei Landesminister und Sie als Staatssekret\u00e4r zugegen. Auch war die gesamte Wertsch\u00f6pfungskette im Prozess vertreten. In Anbetracht dessen: Was ist f\u00fcr Sie pers\u00f6nlich die Besonderheit am Strategiedialog Landwirtschaft?<\/h2>\n
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    Der Strategiedialog war von Anfang an mehr als nur ein Dialog. Er war ein Akt der Verst\u00e4ndigung, ein Bekenntnis zur Kooperation und zur gemeinsamen Verantwortung f\u00fcr unsere Landwirtschaft in Baden-W\u00fcrttemberg. Es war uns daher wichtig, dass der Strategiedialog nicht nur einzelne Interessengruppen bedient, sondern verschiedene Bed\u00fcrfnisse auf Augenh\u00f6he abw\u00e4gt und so gemeinsam konkrete L\u00f6sungen entwickelt. Wir haben deshalb Landwirte, Handel, Wissenschaft, Lebensmittelhandwerk und -verarbeiter, Naturschutz, Kirchen und Verbraucher, also alle relevanten Akteurinnen und Akteure der Wertsch\u00f6pfungskette an einen Tisch gebracht. Das Ergebnis ist ein von allen getragener Gesellschaftsvertrag f\u00fcr die Landwirtschaft. Das ist ein gro\u00dfes Wort, aber es trifft den Kern der Sache. Es ist gelungen, einen breiten Konsens zu erzielen, der sowohl den Erhalt der regionalen landwirtschaftlichen Betriebe als auch den Schutz der biologischen Vielfalt in den Mittelpunkt stellt. Damit wird nicht nur die Versorgung der Bev\u00f6lkerung mit hochwertigen Lebensmitteln aus Baden-W\u00fcrttemberg sichergestellt, sondern auch unsere Kulturlandschaft und Biodiversit\u00e4t langfristig gest\u00e4rkt\u200b.<\/p>\n <\/div>\n <\/li>\n

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    Der Strategiedialog hatte zum Ziel, innerhalb von zwei Jahren konkrete Ergebnisse zu erzielen und Empfehlungen auszusprechen. Zu welchen Schlussfolgerungen sind Sie etwa im Bereich der St\u00e4rkung regionaler Produkte gekommen? <\/h2>\n
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    Grunds\u00e4tzlich gilt immer: Was im Einkaufswagen landet, entscheiden letztlich die Verbraucherinnen und Verbraucher. Lebensmittel, die lokal und umweltschonend produziert werden, sind nicht nur gut f\u00fcr die Wirtschaft vor Ort \u2013 sie schonen auch das Klima und die Artenvielfalt, weil sie unter anderem durch k\u00fcrzere Transportwege punkten. In unserem Gesellschaftsvertrag haben wir uns daher f\u00fcr enge Kooperationen entlang der gesamten Wertsch\u00f6pfungskette ausgesprochen \u2013 von den Landwirtinnen und Landwirten \u00fcber die Verarbeitungsbetriebe bis hin zum Handel. Verl\u00e4ssliche Partnerschaften und langfristige Abnahmevertr\u00e4ge schaffen Planungssicherheit und st\u00e4rken vor allem kleinere, familiengef\u00fchrte Betriebe. Der Lebensmitteleinzelhandel hat sich dazu verpflichtet, das Angebot an regionalen Produkten stark auszubauen. Regionale Lebensmittel stehen k\u00fcnftig also deutlich besser sichtbar in den Regalen. Parallel dazu wollen wir die Kennzeichnung von regionalen Produkten verbessern und die Direktvermarktung besser f\u00f6rdern. Das st\u00e4rkt den Kontakt zwischen Landwirten und Verbrauchern und erh\u00f6ht die Wertsch\u00e4tzung f\u00fcr lokale Erzeugnisse. Auch die Au\u00dfer-Haus-Verpflegung spielt eine entscheidende Rolle bei der Absatzf\u00f6rderung regionaler und \u00f6kologischer Produkte. Die Rede ist von Kantinen, Mensen und Restaurants. Hier m\u00fcssen bioregionale Produkte vermehrt Eingang in die Speisepl\u00e4ne finden.<\/p>\n <\/div>\n <\/li>\n

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    Inwiefern k\u00f6nnen die Ergebnisse aus Baden-W\u00fcrttemberg auch auf andere L\u00e4nder oder gar die Bundespolitik \u00fcbertragen werden?<\/h2>\n
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    Die Landwirtschaft steht\u00a0deutschlandweit vor \u00e4hnlichen Herausforderungen\u00a0\u2013 sei es der Klimawandel, der Erhalt der Biodiversit\u00e4t oder die Sicherung fairer Einkommen f\u00fcr Landwirtinnen und Landwirte.\u00a0Bei der Suche nach tragf\u00e4higen L\u00f6sungen\u00a0kann\u00a0unser Strategiedialog\u00a0anderen\u00a0durchaus Vorbild\u00a0sein. Mit dem Gesellschaftsvertrag zeigen wir, wie eine zukunftsorientierte und moderne Landwirtschaftspolitik\u00a0aussieht\u00a0\u2013 eben,\u00a0weil wir\u00a0Landwirtschaft und Naturschutz miteinander verbinden.\u00a0Schon f\u00fcr\u00a0unser\u00a0Biodiversit\u00e4tsst\u00e4rkungsgesetz haben wir\u00a0uns\u00a0zusammen\u00a0mit Naturschutz und Bauernverb\u00e4nden\u00a0darauf geeinigt, dass bis 2030 nur noch halb so viel chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel eingesetzt werden und der \u00d6kolandbau auf 30 bis 40 Prozent ausgebaut wird. Das sind starke Ziele. Aber klar ist auch:\u00a0Agrarpolitik wird ma\u00dfgeblich in Br\u00fcssel und Berlin gemacht. Die EU-Kommission hat eben erst einen eigenen Strategischen Dialog zur Zukunft der Landwirtschaft abgeschlossen. Hier war auch unser Strategiedialog Vorbild. Weil wir mit den entscheidenden Personen auf EU-Ebene Kontakt hatten, finden sich in den Empfehlungen auch Positionen aus unserem Strategiedialog in Baden-W\u00fcrttemberg. Im\u00a0Gesellschaftsvertrag\u00a0haben wir zahlreiche Handlungsempfehlungen an den Bund und die EU formuliert. Wir werden diese mit Tatkraft dort einbringen.<\/p>\n

    Es liegt an Berlin und Br\u00fcssel, sich ernsthaft mit unseren Vorschl\u00e4gen zu besch\u00e4ftigen. Mit Bundeslandwirtschaftsminister Cem \u00d6zdemir haben wir hier einen starken Partner.<\/p>\n <\/div>\n <\/li>\n <\/ul>\n\n

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    \n \"Portr\u00e4t\n<\/div>\n <\/div>\n <\/div>\n
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    \u00dcber:<\/h2>

    \n Florian Hassler <\/p>\n\n \n

    \n ist Staatssekret\u00e4r im Staatsministerium Baden-W\u00fcrttemberg und Vertreter des Landes bei der EU. <\/p>\n <\/div>\n <\/div>\n<\/div>\n <\/div>\n <\/div>\n<\/div><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n

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      Pressemitteilung<\/p>\n

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      8. Juli 2026<\/p>\n

      REWE Group, Eigenverwaltung der Feneberg Lebensmittel GmbH und LEH-Allg\u00e4u GmbH unterzeichnen Investorenvereinbarung<\/h3> <\/div>\n <\/div>\n <\/a>\n <\/button>\n<\/div>\n <\/li>\n
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      1. Juli 2026<\/p>\n

      Von Null auf Wau: REWE-Kaufmann Simon Bacher auf seinem Weg zum ersten\u00a0ZooRoyal-Fachmarkt in NRW\u00a0<\/h3> <\/div>\n <\/div>\n <\/a>\n <\/button>\n<\/div>\n <\/li>\n
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      30. Juni 2026<\/p>\n

      Dr. Robert Kecskes im Interview: \u201eNachhaltiger Konsum w\u00e4chst dort, wo er Gegenwartstauglichkeit beweist.\u201c\u00a0<\/h3> <\/div>\n <\/div>\n <\/a>\n <\/button>\n<\/div>\n <\/li>\n
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      Kurznotiz<\/h3> <\/div>\n
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      \n 29. Juni 2026 <\/div>\n