Politik

30. November 2020

Ausstieg aus dem sogenannten „Kükentöten“

Die im Gesetzesentwurf vorgesehene Pflicht ab dem 31. Dezember 2023 vor dem 7. Bebrütungstag zu testen sehen wir kritisch. Eine solche Pflicht ist zurzeit durch keine marktreife Technologie leistbar. Ob eine Weiterentwicklung des endokrinologischen Verfahrens eine Geschlechtsbestimmung vor dem 7. Bebrütungstag leisten kann, ist derzeit nicht ersichtlich. De facto bedeutet ein solches Verbot das Aus für das endokrinologische Verfahren, da dringend notwendige Investitionen in die Weiterentwicklung aufgrund der Rechtsunsicherheit nicht getätigt werden. Im schlimmsten Fall könnten Eintagsküken aus dem europäischen Ausland importiert werden, wodurch das Töten von Küken lediglich ausgelagert werden würde. Dies würde nicht nur dem Gedanken des Tierwohls zuwiderlaufen, es würde auch den Landwirtschaftsstandort Deutschland signifikant schwächen.

Wir als REWE Group treiben schon seit Längerem Initiativen voran, die das Tierwohl in unseren Eier- und Geflügellieferketten signifikant verbessern. Seit 2016 bzw. 2017 bieten wir mit „Spitz & Bube“ bei REWE sowie „Herzbube“ bei Penny Produkte an, bei denen die Bruderhähne gemästet werden. Zudem sind wir Innovationstreiber und haben in Zusammenarbeit mit dem Unternehmen RESPEGGT und der Universität Leipzig das endokrinologische Verfahren zur Geschlechtsbestimmung zur Marktreife gebracht und für alle Marktteilnehmer nutzbar gemacht.