Politik

24. November 2020

Alternativen zur betäubungslosen Ferkelkastration

Den Weg der Problemvermeidung, z.B. durch den Bezug ausschließlich weiblicher Tiere, sehen wir nicht als Lösung im Sinne des Tierwohls. Unser Ansatz ist es, die betäubungslose Ferkelkastration zu überwinden und so das Schicksal der männlichen Tiere nachhaltig zu verbessern. In diesem Zusammenhang akzeptiert die REWE Group explizit auch das Fleisch von geimpften Tieren und setzt aktiv entsprechende Projekte mit Landwirten, Schlacht- und Verarbeitungsunternehmen um. Eine verbindliche Abnahme innerhalb solcher Projekte ist für uns selbstverständlich. Die aus unserer Sicht ungerechtfertigte Diskreditierung der Impfung können wir nicht nachvollziehen. Auch unser Partner Verband Naturland empfiehlt seinen Betrieben die Impfung als tiergerechteste der vorhandenen Alternativen. Eine grundsätzlich ablehnende Haltung der Kunden können wir nicht bestätigen.

Bereits im August 2015 hat die REWE Group das Ziel ausgesprochen, schnellstmöglich nur noch frisches Schweinefleisch zu vermarkten, das nicht von betäubungslos kastrierten Schweinen stammt. Dies gelingt nur in Zusammenarbeit mit den Erzeugern, der Schlachtung und Verarbeitung. Die Mehrheit unserer Zulieferbetriebe konnte bis zum jetzigen Zeitpunkt eine Umstellung auf Alternativmethoden umsetzen, wodurch ein Großteil des von uns vertriebenen Fleisches bereits diesen Anforderungen entspricht -unter anderem bereits seit zwei Jahren die Fleisch- und Wurstprodukte unserer Eigenmarke REWE Bio.