Nachhaltigkeit

21. Januar 2022

Leitlinie für Klimaschutz in der Lieferkette

Für uns als REWE Group ist Klimaschutz ein elementarer Bestandteil unserer Nachhaltigkeitsstrategie. Als Handelsunternehmen haben wir bereits 2009 unser erstes Klimaziel auf Unternehmensebene veröffentlicht und wollen nun auch die Reduktion klimarelevanter Emissionen in den Lieferketten weiter vorantreiben. Die Leitlinie informiert über unser Klimaschutzengagement für die vorgelagerte Lieferkette und dient Vertragspartnern als Orientierungshilfe bei der Entwicklung und Umsetzung eigener Klimaschutzleitlinien und -managementsysteme.

Der Hintergrund

Schon heute sind die Auswirkungen der Klimakrise spürbar. Hitzerekorde, Unwetter, Dürren oder Hochwasser bedrohen Ökosysteme, die biologische Vielfalt und Existenz von Millionen von Menschen. Im Lebensmittelsektor und der Rohstoffgewinnung hat der Klimawandel auch wirtschaftliche Folgen. Allein die Landwirtschaft trägt 63 Prozent der Schäden und Verluste durch Extremwetterereignisse. Temperaturschwankungen, starke Niederschläge und die Häufigkeit von Wetterextremen mindern Erträge. Dies kann auch zu einer herabgesetzten Lieferzuverlässigkeit führen.

25 Prozent aller Treibhausgasemissionen weltweit werden durch die Lieferketten der Lebensmittelindustrie verursacht. Im europäischen Einzelhandel stellen die Emissionen der vorgelagerten Lieferkette mit 90 Prozent den größten Anteil der Gesamtemissionen in diesem Sektor dar. Sie sind damit für Unternehmen von grundlegender Bedeutung, wenn es um Klimaschutz geht. Wir als REWE Group haben daher eine Klimastrategie für die vorgelagerte Lieferkette definiert.

Unsere Ziele

Wir wollen die Treibhausgasemissionen kontinuierlich reduzieren und damit zur Begrenzung der globalen Erwärmung beitragen. Dabei setzen wir auf die drei Grundsätze „Vermeiden vor Reduzieren vor Kompensieren“. Zudem haben wir uns das strategische Ziel gesetzt, uns an dem international anerkannten Standard der Science Based Target Initiative zu orientieren.

  • So soll bis Ende 2030 eine absolute Reduktion der Treibhausgasemissionen in der Lieferkette von 15 Prozent im Vergleich zu 2019 erreicht werden.

  • Zudem sollen bis Ende 2024 mit 100 Prozent der strategischen Lieferanten, welche für insgesamt 75 Prozent der produktbezogenen Emissionen verantwortlich sind, Klimaziele im Einklang mit der Science Based Targets Initiative vereinbart werden.

Die Maßnahmen

Um unsere Zielsetzung zu erreichen, haben wir 2019 den CO2-Fußabdruck für unsere Lieferketten ermittelt. Die Analyse hat bestätigt, dass klimarelevante Treibhausgase in allen Lieferketten der REWE Group entstehen, die vorgelagerten Scope 3-Emissionen jedoch den größten Anteil haben. Zudem konnten wir neun Warengruppen identifizieren, die aufgrund ihres besonders hohem Klimaeinflusses bei der Ableitung von Maßnahmen zur Reduktion des CO2-Fußabdrucks im ersten Schritt im Mittelpunkt stehen. Diese Maßnahmen werden kontinuierlich erweitert und sind auch für alle anderen Warengruppen geplant.

Um Klimaschutz in der Lieferkette in der Breite zu fördern, geben wir als REWE Group unseren Lieferanten klare Handlungsempfehlungen, aus denen langfristig verbindliche Anforderungen erwachsen sollen. Des Weiteren bildet die Identifikationen und Realisierung von Verbesserungspotenzialen sortimentsübergreifend wie sortimentsspezifisch die Basis für die Umsetzung treibhausgasreduzierender Maßnahmen in der Wertschöpfungskette. Darüber hinaus möchten wir die Transformation und den Klimaschutz in unseren Lieferketten aktiv durch Innovationsprojekte gemeinsam mit unseren Partnern entlang der Lieferkette mitgestalten und vorantreiben.

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