Karriere

18. Oktober 2022

Internationales Trainee-Programm: „Der Markteinsatz war sehr lehrreich“

Bratislava, Tschechien, Köln: Jana Sipkova hat das internationale Traineeprogramm der REWE International AG absolviert. Im Interview zieht sie Resümee.
Lesezeit: 7 Min.

Nach dem Studium und ersten Erfahrungen im Consulting wollte Jana Sipkova einen Neustart mit Praxisbezug. Beim internationalen Traineeprogramm der REWE International AG wurde sie fündig. Warum ihr Markteinsatz im Rückblick so wertvoll war und wie sie ihre verschiedenen Stationen in Europa erlebt hat, erzählt sie im Interview.

Sie haben Management und International Business studiert. Warum haben Sie sich danach für ein Traineeprogramm bei der REWE International AG – also einem Handelsunternehmen – entschieden?

Jana Sipkova: Ich wollte mir nach dem Studium und ersten Erfahrungen im Consulting gerne mehr Praxiswissen aneignen und Auslandserfahrungen sammeln. Das Studium war sehr allgemein ausgelegt. Wir haben dort ein bisschen von allem gelernt. Aber so konnte ich nicht herausfinden, welcher Bereich am besten meinen Interessen entspricht. Daher habe ich gezielt nach einem Traineeprogramm Ausschau gehalten. Das internationale Traineeprogramm der REWE International AG bietet genau diese Kombination.

Bild von Jana Sipkova am Schreibtisch.
Über:
Jana Sipkova

ist Project Lead Strategy CEE. Sie betreut strategische Projete in der CEE Region (Central and Eastern Europe).

Das heißt: Sie haben im Rahmen des Programms auch im Markt gearbeitet?

Jana Sipkova: Ja, genau. Direkt die erste Station war ein sechsmonatiger Einsatz im Markt, sowohl bei Billa als auch bei PENNY. Das war für mich sehr lehrreich.

Bild von Jana Sipkova im BILLA Markt.

Jana Sipkovas erste Station war ein sechsmonatiger Einsatz im Markt, sowohl bei Billa als auch bei PENNY.

Inwiefern?

Jana Sipkova: Zum einen ist es eine völlig andere Welt als die Arbeit im Büro, was sowohl sehr interessant als auch herausfordernd war. Ich habe im Markt anfangs Regale eingeräumt und später dann kleinere Management-Aufgaben übernommen. So habe ich erfahren, welche Auswirkungen Entscheidungen der Zentrale auf die tägliche Arbeit haben. Man betrachtet viele Sachverhalte aus einer neuen Perspektive. Zudem bin ich als Studentin und Verwaltungsmitarbeiterin nicht an die körperliche Arbeit, die im Markt verlangt wird, gewöhnt. Davor habe nun Respekt. Nicht zuletzt wurde mir bewusst, dass die Art und Weise der Kommunikation im Markt eine andere ist als in der Verwaltung. Auch das war eine wichtige Erfahrung. Ich kann mir heute gar nicht vorstellen einen Bürojob bei der REWE International AG anzutreten, ohne diese Erfahrung gemacht zu haben.

Welche Stationen kamen danach?

Jana Sipkova: Danach ging es nach Bratislava, wo ich einen Monat bei einem Regionalmanager hospitiert habe, bevor es dann im November 2021 nach Bratislava zu Billa Slowakei ging. Dort konnte ich ein länderspezifisches Projekt übernehmen und habe mich für den Fokus Marketing von Eigenmarken entschieden. Während der vier Monate gab es dort einen coronabedingten harten Lockdown, weshalb ich leider nicht so viel vom Büroalltag mitbekommen konnte. Dennoch habe ich viele wichtige Einsichten in diesen Teil der Handelswelt erhalten. Ich habe den Status Quo der Eigenmarken im Land analysiert und erste Schritte für die Weiterentwicklung vorbereitet.

Danach ging es für zwei Monate in mein Heimatland Tschechien, wo ich Einblicke in das Strategie- und Projektmanagement und den Bereich E-Commerce erlangen konnte. Für meine drei Monate in der Kölner Zentrale habe ich mich für Nachhaltigkeitsprojekte bei PENNY entschieden, um auch diese Geschäftseinheit besser kennenzulernen. Den Abschluss des Traineeprogramms bildet die Fokusphase, in der man schon langsam in den künftigen Job eingearbeitet wird. Das wird bei mir die Projektleitung im Bereich Strategie bei Billa CEE in Wiener Neudorf sein.

Das sind ja doch recht viele Wechsel, die während der Traineezeit anstehen. Welche Unterstützung bekommt man während dieser Zeit?

Jana Sipkova: Wir sind regelmäßig im Austausch mit unseren Ansprechpartner:innen von Human Resources. Sie stehen immer für Fragen zur Verfügung und nehmen gerne unser Feedback entgegen. Wir haben während meiner Traineezeit auch einige Verbesserungsvorschläge gemacht, von denen viele im neuen Jahrgang schon umgesetzt wurden. Etwas drei bis vier Monate vor Abschluss des Programms beginnt die Personalentwicklung damit, mögliche Positionen für die Trainees zu finden. Wir besprechen gemeinsam, was die REWE Group anzubieten hat und welche Interessen die Trainees weiterverfolgen möchten und versuchen so, ein passendes Angebot zu finden. Bei mir hat das sehr gut funktioniert.

Was lässt sich rückblickend für Sie festhalten und worauf freuen Sie sich mit Blick auf Ihre neue Position?

Jana Sipkova: Zunächst muss ich sagen, dass das Traineeprogramm einen sehr guten Überblick über verschiedenen Geschäftseinheiten der REWE Group bietet. Das weiß ich wirklich zu schätzen. Es war sehr aufregend, so viele verschiedene Orte kennenzulernen und die Wechsel haben mir dabei geholfen, mich schnell an eine neue Umgebung zu gewöhnen. Nun freue ich mich auf meine neue Aufgabe in Wiener Neudorf und darauf, dass ich für längere Zeit an einem Ort sein kann.

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