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2016

Sport bei der REWE Group: „Das Besondere ist die Gruppendynamik“


Vor 100 Jahren ging es vor allem um den Betriebsfrieden: Wer sich sportlich betätigt, streikt nicht, sagten sich die Chefs. Fitnessangebote gibt es bei vielen Unternehmen noch heute – jedoch aus anderen Gründen. Wir sprachen mit Roland Kraemer und Inger-Marie Sandberg, HR-Services Arbeit und Gesundheit, über Trend-Sportarten, den Köln Marathon – und warum gemeinsame Bewegung verbindet.

 Inger-Marie Sandberg und Roland Kraemer. Im Fit.Netz-Angebot ist für jeden etwas dabei.

Sitzen sei das neue Rauchen, heißt es immer öfter. Angeblich bewegen sich die Deutschen viel zu wenig. Müssen Unternehmen deshalb mehr Anreize für Bewegung schaffen?
Roland Kraemer: Das glaube ich allerdings, doch es geht nicht nur ums Sitzen. Die demografische Entwicklung und gesellschaftlichen Veränderungen haben Folgen für den Arbeitsalltag. Experten rechnen damit, dass im Jahre 2020 jede dritte Arbeitskraft 50 Jahre und älter ist. Damit sind die Mitarbeiter anfälliger für körperliche Verschleißerscheinungen. In den Märkten, aber auch in den Zentralstandorten, ist die Arbeitsdichte hoch. Zudem sind viele Kollegen abseits des Jobs – in ihrer Freizeit – immer mehr Belastungen ausgesetzt, wie etwa durch Kinderbetreuung oder die Pflege von Angehörigen. Das kann Einfluss auf ihre Leistungsfähigkeit haben. Daher setzt die REWE Group auf ein betriebliches Gesundheitsmanagement.

Sie möchten Mitarbeiter also zu mehr Sport motivieren?
Roland Kraemer:
 Ja, aber nicht ausschließlich. Vielmehr möchten wir ein Bewusstsein für den Umgang mit der eigenen Gesundheit vermitteln. Dabei orientieren wir uns an dem Dreiklang Bewegung, Ernährung, Umgang mit Stress. Aus unserem Fit.Netz Programm in Köln können die Mitarbeiter das für sie passende Angebot auswählen und haben die Chance, auszuprobieren, was ihnen gut tut. Im Idealfall bleiben die Kollegen mit Spaß dabei. 

Inger-Marie Sandberg: Ganz wichtig ist beim Fit.Netz Angebot auch der soziale Aspekt. Mitarbeiter sollen gemeinsam Spaß an der Bewegung haben, Kollegen aus anderen Bereichen kennenlernen. Wir haben einige Mitarbeiter, die einen Trainerschein haben. Sie schlagen uns Kurse vor, die wir dann im Fit.Netz anbieten können. Hier gibt es oft eine besonders tolle Gruppendynamik.

Wie entscheiden Sie, welche Kurse im Fit.Netz Programm angeboten werden?
Inger-Marie Sandberg: 
Ein wichtiges Qualitäts-Kriterium ist, dass die Kurse von den Krankenkassen anerkannt werden. Dies bedeutet in der Regel, dass die Kurse gesundheitliche Effekte haben. Wir sprechen aber natürlich auch mit dem Betriebsrat und sind mit Mitarbeitern vernetzt. Es kommen also auch Vorschläge von den Kollegen, die eine bestimmte Sportart einmal ausprobieren möchten. Oder wir greifen selbst Trends auf, zum Beispiel Fitnessboxen oder Zumba. Häufig starten wir in der Zentrale dann „Testballons“, wie das Angebot „entspannter Mittag“, bei dem man ganz einfach in der Mittagspause etwas für die Gesundheit tun kann. Wenn die Resonanz gut ist, geben wir die Idee gerne weiter. Auch in den Regionen finden immer mehr Fit.Netz Kurse statt, so dass wir uns diesbezüglich gerne mit den Verantwortlichen austauschen.

Mit dem Fit.Netz verbinden viele Kollegen den Köln Marathon. Welche Bedeutung hat die Veranstaltung innerhalb der REWE Group?
Roland Kraemer: 
Wir haben 2008 erstmalig seitens des Gesundheitsmanagement am Köln Marathon teilgenommen. Seither wächst die Bedeutung des Marathons innerhalb des Unternehmens. Im vergangenen Jahr haben wir von allen teilnehmenden Firmen die größte Läufer-Gruppe gestellt und wir haben mit über 320 Anmeldungen gute Chancen, dass sich das in diesem Jahr wiederholen wird. Ich finde, die Zahlen sprechen für sich.

 ...auch für die beiden HR-Arbeits- und Gesundheitsexperten. / Fotos (3): Achim Bachhausen

Ist das Marathon-Programm nicht eher ein Angebot für Mitarbeiter, die ohnehin schon sportlich sind?
Roland Kraemer:
Überhaupt nicht! An dieser Stelle nochmal der Appell an alle Kollegen, die sich für völlig unsportlich halten: Jeder gesunde Mitarbeiter kann mit uns trainieren und in der Regel nach einigen Monaten mindestens die Staffel bewältigen. Bei uns geht es nicht nur um Leistung, sondern darum, gesund und sicher ins Ziel zu kommen. Daher sind ein medizinischer Check-up und ein individueller Trainingsplan Bestandteile unseres Programms. Ich möchte das Risiko minimieren, dass uns jemand im REWE-Trikot zusammenbricht.

Laufen ist nicht unbedingt als klassische Team-Sportart bekannt. Warum lohnt es sich dennoch, gemeinsam zu trainieren?
Inger-Marie Sandberg:
Das Besondere ist wirklich das Gemeinschaftsgefühl, das sich insbesondere durch die Firmen-Staffel einstellt. Man kann nicht einfach aufgeben, da drei andere Kollegen dann auch nicht laufen könnten. Da geht es viel um den Teamgeist. Und nach dem Zieleinlauf kann man die Euphorie und das Glücksgefühl teilen, wenn alles geschafft ist. Außerdem sind beim Laufen alle gleich: Vom Azubi bis zum Vorstand, alle treten zusammen an – das verbindet.
Roland Kraemer: Viele Läufer fanden über die Staffel-Läufe zum Halb-Marathon und das erfreuliche ist, dass sie dran bleiben. Einzelne Teilnehmer durchleben eine regelrechte Metamorphose vom Couch-Potatoe zum Marathon-Läufer. Sie berichten uns, dass der Marathon sogar eine Initialzündung war, ihr Leben neu zu strukturieren. Toll zu sehen, wie es manchmal nur einen ersten Anstoß benötigt.

Mehr Bewegung am Arbeitsplatz.

Welches Feedback bekommen Sie noch von Mitarbeitern? Ist Sport im Arbeitsumfeld überhaupt gefragt?
Inger-Marie Sandberg: Wir haben 2015 über 220 Mitarbeiter in der Zentrale nach ihrer Meinung zum Fit.Netz befragt. Das Ergebnis: Die Mitarbeiter sind mit der Betreuung sowie den Kursinhalten sehr zufrieden. Eine wichtige Erkenntnis aus der Befragung ist, dass die Nähe zum Arbeitsplatz neben dem Wunsch nach Stressabbau und Verbesserung der Fitness ein wichtiger Motivationsgrund für die Teilnehmer ist. Und da nicht jedes Angebot für jeden etwas ist, haben wir den Vorteil, dass wir Angebote am Arbeitsplatz schaffen, die man dann z.B. im Verein fortführen kann, wenn es zu einem passt. Insofern ist eine gewisse Vielfalt unser Ziel. Wir wollen also noch mehr Kollegen für Bewegung und Gesundheit begeistern – insbesondere Männer, denn der Großteil der Teilnehmer sind aktuell Frauen.

Was braucht es dazu?
Inger-Marie Sandberg:
Grundsätzlich braucht es sogenannte Kümmerer im Unternehmen. Das können Gesundheits-Coaches in den Regionen sein, oder Ergonomie-Scouts – aber mindestens genauso wichtig sind Führungskräfte, die das Thema vorleben und Mitarbeiter motivieren.

Was hat das Unternehmen davon?
Roland Kraemer:
Zufriedenere, engagiertere und loyalere Beschäftigte. Das zeigen Studien eindeutig – ganz frisch erst wieder eine großangelegte Befragung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung. Im zunehmenden Wettbewerb um Fachkräfte werden solche Angebote für Unternehmen immer wichtiger, stellen die Forscher fest. Diese Ergebnisse können wir aus der Praxis nur bestätigen. Und letztendlich haben wir auch im Rahmen einer wissenschaftlichen Arbeit belegt, dass die Teilnahme am Köln Marathon messbare positive Auswirkungen auf die geistige und körperliche Gesundheit hat. Zum Beispiel ist der BMI gesunken, die Herz-Kreislaufausdauer hat sich verbessert und das Selbstbewusstsein durch den Erfolg nimmt zu.

In einem Satz: Warum sollte ich beim Fit.Netz-Programm mitmachen?
Inger-Marie Sandberg:
Weil ich dort Kollegen aus verschiedensten Bereichen kennenlerne, Neues ausprobieren kann und am Ende des Tages weiß: Ich habe etwas für mich getan.
Roland Kraemer: Das Fit.Netz-Programm ist eine super Möglichkeit, direkt nach der Arbeit oder zwischendurch den Kopf frei zu bekommen. Gerade wenn man längere Zeit nichts für sich getan hat, ist es eine gute Gelegenheit wieder durchzustarten.

2016

Bouldern, Aquafit, Beach-Volleyball: Was ist das FIT.Netz?


Das Fit.Netz bündelt alle in den Kölner Zentralstandorten der REWE Group angebotenen Maßnahmen zur Gesundheitsförderung. Als ein Teilbereich des Betrieblichen Gesundheitsmanagements bietet das Fit.Netz neben drei Kursphasen im Jahr auch ein Sommerferienprogramm mit Trend-Sportarten wie Bouldern oder Beach-Volleyball.

Über 1.000 Kursplätze werden im Rahmen des Fit.Netz Programms jährlich belegt. Die Kurse umfassen neben klassischer Gesundheitsförderung auch weitergehende Angebote, die den Mitarbeitern in Bezug auf die Tätigkeit „gut tun“. Das Fit.Netz ist inzwischen nicht nur in Köln, sondern auch in den einzelnen Regionen der REWE Group als Marke des Gesundheitsmanagements fest verankert und als Synonym für Aktivierung und sportliche Betätigung fest etabliert. Weitere Infos finden Sie im Fit.Netz-Teamroom im REWE Group-Infonet.

Marathon-Vorbereitung
Auch die Vorbereitungen auf den Köln Marathon findet im Rahmen des Fit.Netz Programms statt. Die Läufer werden vom Gesundheitsmanagement der REWE Group professionell betreut. Unterstützt wird das Gesundheitsmanagement dabei vom mas-Institut aus Köln. Hier erhalten alle Teilnehmer einen Leistungscheck samt individuellem Trainingsplan. In unterschiedlichen Lauftreffs – je nach Leistungsniveau – können die Läufer Kraft und Ausdauer trainieren und sich somit bestens für den Halbmarathon, den Marathon oder den Staffel-Marathon vorbereiten.

Gesund Reisen
Zusätzlich unterstützt die REWE Group die Gesundheit ihrer Mitarbeiter mit speziellen, bezuschussten Reiseangeboten. Fit.Netz Reisen bietet den Mitarbeitern und ihren Familien Urlaube mit bis zu 235 Euro Zuschuss an. Den Katalog mit den „Reisen zum gesund bleiben“ haben Dr. Holiday und das Gesundheitsmanagement der REWE Group gemeinsam entwickelt. Jedes Angebot beinhaltet zertifizierte Gesundheitskurse, wie z.B. Nordic Walking, Progressive Muskelentspannung oder Aquafit. Dazu kommt in der Regel noch ein Dr. Holiday-Extra, wie beispielsweise die Nutzung des Wellness- und Fitnessbereiches oder eine Aroma-Massage.