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2015

"Wie die Jungfrau zum Kinde"


Matthias Geuder: vom Azubi zum Geschäftsführer - ein Porträt

Matthias Geuder ist seit Anfang des Jahres Geschäftsführer der REWE Group Fruchtlogistik. Sein Weg dorthin führte ihn durch viele Bereiche des Unternehmens – Porträt eines „Eigengewächses“.

Es ist Montagmorgen, 10 Uhr. Matthias Geuder ist putzmunter. Dass er schon seit 4 Uhr in der Früh auf den Beinen ist, merkt man ihm nicht an. Matthias Geuder ist gerade von Verona kommend in Köln eingetroffen. Noch hat er in der norditalienischen Stadt seinen Wohnsitz und pendelt für seinen neuen Job als Geschäftsführer der REWE Group Fruchtlogistik ins Rheinland. Demnächst wird er seinen Wohnsitz wieder nach Deutschland verlegen.

Auf die Frage, ob dies nun das Ziel einer genau geplanten Karriere sei, lacht der 38-Jährige: „Ich bin zur REWE gekommen, wie die Jungfrau zum Kinde. Als ich mich nach dem Abitur bei der REWE beworben habe, war ich einfach ein Jugendlicher, der einen Job gesucht hat. Wenn ich ehrlich bin, wusste ich wahrscheinlich noch nicht mal, was die REWE macht.“ Doch dann hat er im Handel seine Bestimmung gefunden: „Es war schnell klar, dass ich beim Handel bleibe. Auch nach dem Studium kam es für mich nicht in Frage, die Branche zu wechseln.“

Mattias Geuder ist ein typisches „Eigengewächs“. Er hat 1996 in einem Markt in Bayreuth seine Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann absolviert und anschließend den Handelsfachwirt gemacht. Nach dem BWL-Studium heuerte er als Trainee im Einkauf Obst und Gemüse der heutigen Region Mitte an. Nach einem Jahr übernahm er den Bereich als Abteilungsleiter. Der kommunikative und weltoffene Franke hatte nicht ohne Grund ein Angebot von der REWE Region Mitte bekommen: Er zeigte bereits als Auszubildender viel Eigeninitiative und bemühte sich darum, auch einen Teil der Ausbildungszeit in der Regionszentrale zu verbringen. „Auch wenn das Marktleben bis heute meins ist, ich wollte die Zentrale kennenlernen, um mich besser orientieren zu können“, sagt er. Damit war er dem damaligen Personalchef in Erinnerung geblieben, und der holte Matthias Geuder in die Regionszentrale.

„Es ist immer gut, die Dinge aus einer anderen Perspektive zu sehen“

Als das Angebot kam, nach Italien zu gehen, zögerte er nicht lange. „Ich kann nur jedem dazu raten, ins Ausland zu gehen. Es ist immer gut, die Dinge aus einer anderen Perspektive zu sehen“, sagt Matthias Geuder heute. „Die vielfältigen Erfahrungen, die ich so machen konnte, haben mich nicht langsamer gemacht“, fügt er lachend hinzu. Gleichzeitig hat Italien ihn gelehrt, Dinge etwas entspannter zu sehen – auch wenn er seine deutsche Gründlichkeit nicht abgelegt hat: „Obst und Gemüse ist ein Tagesgeschäft. Da muss man schnell reagieren können. Je besser man die Ware und das Geschäft kennt, desto besser kann man es steuern. Wenn ich die Ursachen für bestimmte Entwicklungen kenne, bin ich viel entspannter.“

Matthias Geuder hat die schnelllebige Ware Obst und Gemüse von allen Seiten kennengelernt: Aus der Perspektive des Marktmitarbeiters in der Obst- und Gemüseabteilung, aus der eines Einkäufers in der Region und aus der des Verkäufers bei der Eurogroup Italien, einem Joint Venture mit der Coop Schweiz.

Heute kommen ihm die verschiedenen Perspektiven zugute. Denn als Geschäftsführer der Fruchtlogistik weiß er worauf es ankommt, ob im Markt, beim Disponenten oder beim Lieferanten. Und er sucht den Perspektivwechsel immer wieder: „Ich muss raus. Den ganzen Tag nur am Schreibtisch sitzen, das liegt mir nicht. Ich möchte vor Ort sein und das Geschäft auch immer wieder zum Greifen nahe haben.“ Auch die Zeit im Ausland hat ihn geprägt: „Dort hat man alles selbst in der Hand: von der Beauftragung der Büroreinigung bis zur Bilanz – alles machst Du selbst.“

Die REWE Group Fruchtlogistik

Bereits im April 2014 ging das erste Kopflager der REWE Group Fruchtlogistik ans Netz. Das nächste folgt noch in diesem Jahr. Die Obst- und Gemüse-Lieferanten steuern dann künftig nur noch die Kopflager an, von denen aus die REWE Group die logistische Versorgung der Regionallager übernimmt. In den kommenden Jahren wird die REWE Group außer in Leipzig in ganz Deutschland strategisch verteilt weitere Kopfläger ans Netz gehen lassen.

Die Umstellung auf Kopfläger hat für die REWE Group mehrere Vorteile. Zum einen steigt die Frische der sensiblen Warengruppe. Zudem kann die Mengenplanung bedarfsgerechter gesteuert werden.