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Klare Standards für Weidemilch


Zufriedene Tiere - das wünschen sich auch viele Verbraucher, die bewusst zu Weidemilch greifen. Doch wie viel Weide müssen Kühe tatsächlich gesehen haben, um „Weidemilch“ geben zu können? Milcheinkäufer Florian Handke kennt die Antwort – und erklärt, warum REWE künftig auf eine Zertifizierung setzt.

Verbraucherschützer haben in der Vergangenheit kritisiert, dass Weidemilch kein geschützter Begriff sei – und auch nicht kontrolliert würde, ob die Tiere wirklich aus dem Stall rauskommen. Wie stellen Sie das für die REWE Beste Wahl Weidemilch sicher?
Florian Handke: REWE hat Weidemilch bereits seit längerer Zeit im Eigenmarkensortiment. Neu ist, dass Kunden die Milch ab Mitte August am Siegel „Pro Weideland - Deutsche Weidecharta“ erkennen. Damit möchten wir zu einer einheitlichen und transparenten Kennzeichnung von Weidemilchprodukten im Sinne der Verbraucher beitragen. Das Siegel, das vom Grünlandzentrum Niedersachen/ Bremen e.V. vergeben wird, steht für verbindliche Kriterien, auf die sich ein Bündnis von 20 Organisationen aus Landwirtschaft, Umwelt- und Naturschutz, Tierschutz, Milchwirtschaft und Wissenschaft verständigt hat. 

Welche Kriterien sind das?
Florian Handke: Das Siegel gewährleistet die Einhaltung von verbindlichen Nachhaltigkeits- und Tierwohlkriterien für die Erzeugung und Vermarktung von Weidemilchprodukten. So stammt die zertifizierte Weidemilch von Kühen, die an mehr als 120 Tagen im Jahr für mindestens sechs Stunden täglich auf der Weide grasen. Jeder Kuh stehen mindestens 2.000 Quadratmeter Dauergrünland zur Verfügung davon mindestens 1.000 Quadratmeter als Weidefläche. Neben dem Futter von Wiesen und Weiden kommt ausschließlich gentechnikfreies Futtermittel zum Einsatz. 

Zusammenfassend kann man sagen, dass mit der Weidemilch eine deutliche Verbesserung für die Gesundheit der Tiere möglich ist – zum Beispiel für die Klauen und das Verdauungssystem.

Welche Verbesserung bringt Weidemilch für die Umwelt?
Florian Handke:
 Durch die Weidehaltung von Kühen bleibt das Weideland in seiner charakteristischen Form und somit wichtiger Lebensraum zahlreicher Pflanzen und Tiere erhalten. 

Wo kann ich die Weidemilch kaufen?
Florian Handke:
 Die zertifizierte, frische Weidemilch von REWE Beste Wahl gibt es in verschiedenen Fettstufen zunächst in etwa 1400 REWE-Märkten in Nordrhein-Westfalen, Hamburg, Bremen, Berlin, Niedersachsen, Mecklenburg Vorpommern, Brandenburg, Sachsen Anhalt, Sachsen, Thüringen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland.

Welche Milch trinken Sie persönlich am liebsten?
Florian Handke:
 Da ich kürzlich aufs Land gezogen bin, komme ich ab und zu in den Genuss von frischer Milch direkt vom Bauernhof. … Ansonsten  muss es natürlich eine Eigenmarke von REWE oder PENNY sein.

Weidemilch, Heumilch, Bio-Milch – was ist eigentlich der Unterschied?

Der Begriff Weidemilch bezieht sich auf die Haltung: Die Kühe sollen möglichst viel Zeit auf der Weide verbringen. Heumilch hingegen betrifft die Fütterung der Milchkühe – sie erhalten hauptsächlich Grünfutter, welches durch energiereiches Kraftfutter (insbesondere Getreide, Raps- und Sojaschrot) ergänzt wird. Auf Silage (Futter, das durch Gärung haltbar gemacht wird) wird vollständig verzichtet.

Biokühe wiederum erhalten meist nicht ausschließlich Grünfutter, sondern auch Silage und Kraftfutter. Gentechnisch veränderte Futtermittel sind beim EU-Bio-Siegel jedoch ebenfalls verboten. Die Tiere haben mehr Platz, sie bekommen Einstreu und wenn möglich Weidegang. Doch es ist nicht genau geregelt, wie viel Zeit die Tiere tatsächlich auf einer Weide verbringen.