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1. Oktober 2018

Angekommen auf der Erfolgsspur


Ankommen – in Jimmy Gawdis Biografie hätte das Verb mehrfach Platz. Das Wort zieht sich wie ein roter Faden durch sein Leben: ankommen in der Schule, ankommen im Beruf, ankommen bei REWE, ankommen in der Selbstständigkeit, ankommen bei Mitarbeitern und Kunden.

Jimmy Gawdi

Erstmals angekommen war der Afghane, der mit seiner Familie in Kabul lebte, vor 23 Jahren im Ruhrgebiet, das seine neue Heimat wurde. Obwohl er kein Wort Deutsch sprach, kam er in der Schule an: „Nach nur zwei Jahren war ich Klassenbester“, lacht der 34-Jährige, dessen Lebensweg, Ausdauer, Fleiß und Leistungsbereitschaft flankieren – allesamt Tugenden, die sich für viele Menschen als hilfreich erweisen, für einen Einwanderer allerdings noch mehr. 

Zielstrebig verfolgte Jimmy Gawdi seinen Berufswunsch: „Ich habe Kaufmannsblut in den Adern und wollte wie mein Vater und mein Bruder Kaufmann werden.“ Doch welche Ausbildung konkret und vor allem wo? In dieser Situation zeigte sich, dass auch ein Quäntchen Glück nicht schaden kann. Es war seine Musiklehrerin, die den Kontakt zur Bochumer Kaufmannsfamilie Lenk herstellte. Der inzwischen verstorbene Seniorchef Erich Lenk gab dem jungen Mann eine Chance. Jimmy Gawdi: „Mir hat die Arbeit im REWE-Markt sofort zugesagt. Ich wusste, hier erwartet Dich jeden Tag etwas Neues.“ Es sollte nicht das letzte Mal sein, dass sich Gawdi bei wichtigen Entscheidungen auf sein Bauchgefühl verlassen würde. Jedenfalls nutzte der Schüler die Chance und legte eine vorbildliche kaufmännische Karriere hin: Ausbildung, FEP, Handelsfachwirt. 


Nach 13 Jahren im Lehrbetrieb zum Marktmanager in Herne

Die frühzeitige Übernahme von Verantwortung als Abteilungsverantwortlicher und Marktleiter in den Bochumer Lenk-Märkten weckte weiteren Ehrgeiz. „Ich möchte auch in die Selbstständigkeit“, eröffnete er seinem Mentor. Nicht ohne Wehmut, wie er einräumt, verließ er nach 13 Jahren seinen Lehrbetrieb und wechselte Ende 2012 als Marktmanager in einen REWE-Markt in Herne. „Nun konnte ich mich erstmals beweisen“, blickt Gawdi auf eine spannende und erfolgreiche Phase zurück. „Zusammen mit meinem Team habe ich ein zweistelliges Umsatzplus erreicht.“ Viel Zeit, um sich auf den Lorbeeren auszuruhen, blieb Gawdi, damals werdender Vater, nicht. Denn schon 2013 erreichte ihn die Anfrage, ob er den REWE-Markt in Selm übernehmen wolle. Gawdi: „Ich habe mir den Laden angeschaut, und mein Bauchgefühl hat mir gesagt: Hier wirst Du Dich wohlfühlen.“ 

Wieder einmal sollte sich die Eingebung, diesmal wider den gut gemeinten Rat mancher Kollegen, als richtig erweisen. Die Skepsis war nicht unbegründet, denn damals lag an dem Standort einiges im Argen. Weil sie sich vom Lärm des Lieferverkehrs erheblich belästigt fühlten, mieden die Anwohner den Markt. Gawdi, im Umgang mit Menschen erfahren, nahm den Kampf auf: „Ich habe die auch untereinander zerstrittenen Nachbarn an einen Tisch gebracht und eine neue Zusammenarbeit angeboten.“


Aus REWE-Gegnern REWE-Fans gemacht

Der Unternehmer setzte die Anliegen der Anwohner um, regelte die Anlieferung neu. Dann die überraschende Wende: „Wenn Sie bleiben, ziehen wir die Klage zurück“, signalisierten die Nachbarn ihre Sympathie für dem umtriebigen Marktmanager. Gawdi blieb, stieg im September 2014 als Partner in die oHG ein. Getreu seinem Leitsatz: „Mit Freundlichkeit, Service und Qualität überzeugen“, gelang es dem 34-Jährigen, die Gemüter zu beruhigen und sie – dank neu motivierter Mannschaft – sogar zu REWE-Fans zu machen. Seitdem steigt der Umsatz von Jahr zu Jahr. Auch dank kaufmännisch kluger Investitionen in Sortimente, Technik und Einrichtung ist es Gawdi gelungen mit seinem 40-köpfigen Team, das Niveau insgesamt zu heben und mit Lotto- und Paketshop die Frequenz in dem 1.100 Quadratmeter großen Markt auf aktuell 8.000 Kunden pro Woche zu erhöhen.

Beflügelt von diesem beachtlichen Erfolg, strebt Jimmy Gawdi der nächsten Herausforderung entgegen. Voraussichtlich Ende 2019 wird er mit der REWE Dortmund seinen zweiten Markt eröffnen. Vor dieser Aufgabe hat der Kaufmann durchaus Respekt: „Es ist ein komplett neuer Markt und der Wettbewerber gleich gegenüber“. Aber mit dem bewährten familiären Rückhalt und seinem freundlichen, motivierten Team ist er fest überzeugt: „Wir sind besser!“