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2015

Währungseffekte in der Bilanz 2014


Was die Ukraine-Krise mit dem Ergebnis der REWE Group zu tun hat

In der Bilanz der REWE Group für 2014 taucht an einigen Stellen ein Wort auf: währungsbereinigt. Helmut Schäfer, Funktionsbereichsleiter Treasury Controlling, erklärt, was sich dahinter verbirgt – und warum schwankende Wechselkurse sich im vergangenen Jahr besonders stark ausgewirkt haben.

Herr Schäfer, was verbirgt sich hinter dem Begriff „Wechselkurseffekt“?

Helmut Schäfer: Die international aufgestellte REWE Group macht ja nicht nur Umsätze in Euro, sondern auch in anderen Landeswährungen von Nicht-Euro-Ländern. Diese Umsätze und die daraus erzielten Ergebnisse werden in der Konzernbilanz in Euro umgerechnet, da der Euro die Währung des Mutterkonzerns ist. Verliert z.B. während des Geschäftsjahres eine Währung gegenüber dem Euro an Wert, ergibt sich ein negativer Wechselkurseffekt. Grundsätzlich sind Wechselkurseffekte nichts ungewöhnliches. 2014 traten sie aber u.a. bei den Konzerntöchtern in Russland und der Ukraine besonders stark auf.

Kann die REWE Group darauf reagieren?

Helmut Schäfer: Dagegen kann man kaum etwas unternehmen. Das Geld, das in die Supermarktkassen in Nicht-Euro-Ländern kommt, muss für die Bilanz am Ende des Jahres in Euro umgerechnet werden. Im Fall von Finanztransaktionen kann sich die REWE Group vor solchen Risiken schützen. Wenn wir zum Beispiel einen Kredit in ausländischer Währung zeichnen, können wir schon bei der Aufnahme der Schulden den Wechselkurs für die Rückzahlung festschreiben. Bei Umsätzen im Markt ist man dagegen machtlos.

one: Warum waren die Wechselkurseffekte 2014 so groß?

Helmut Schäfer: Die Währungskurse bewegen sich aufgrund von wirtschaftlichen und politischen Einflüssen. Da spielt etwa die Krisensituation im Euro-Raum (Stichwort Griechenland) eine große Rolle. Im vergangenen Jahr führte auch die politische Instabilität im Zuge der Ukraine-Krise zu großen Schwankungen auf den Devisenmärkten. Der russische Rubel etwa hat im vergangenen Jahr stark gegenüber dem Euro in der Spitze um 80 Prozent abgewertet. Aktuell beläuft sich der Kursverlust auf immer noch 25 Prozent.

"Die Währungskurse bewegen sich aufgrund von wirtschaftlichen und politischen Einflüssen"