Der Browser, den Sie nutzen, bietet nicht den nötigen Komfort und besitzt ggf. einige Sicherheitslücken, die neuere Browser nicht aufweisen. Bitte verwenden Sie den aktuellen Edge, Chrome, Firefox oder Safari.
Telefon-Zentrale: +49 221 149 0 Kontakt English
Teile diesen Artikel

Das geistige Eigentum an allen Texten, Bildern, Klang und Software auf dieser Website liegt bei REWE Group,
oder wurde mit Genehmigung des jeweiligen Inhabers der entsprechenden Rechte verwendet.
Es ist gestattet dieses Seite zu betrachten, Extrakte auszudrucken, auf die Festplatte Ihres Computers zu speichern und an andere Personen weiterzuleiten. Es ist jedoch nicht gestattet solche Inhalte kommerziell zu nutzen, Inhalte auch in Teilen in Publikationen zu verwenden. Weitergehende Rechte sind mit der Nutzung dieser Website nicht verbunden.
REWE Group ist nicht verantwortlich für fremde Inhalte von Websiten auf die von dieser Seite verwiesen wird.

12. Juli 2018

„Die Auditierung hilft uns, glaubwürdig zu sein“


Als erster Discounter bundesweit wurde PENNY mit dem Zertifikat „berufundfamilie“ ausgezeichnet. Damit will PENNY für seine 27.000 Mitarbeiter in Märkten, Logistik und Verwaltung die Vereinbarkeit von Familie und Beruf verbessern und als Arbeitgeber attraktiver werden. Warum eine familienbewusste Personalpolitik gerade auch im Discount so wichtig ist, erzählt PENNY-Personalchef Christopher Ranft im Interview.

PENNY-Personalchef Christopher Ranft

Wie wichtig ist eine familienbewusste Personalpolitik in Zeiten des Fachkräftemangels?
Christopher Ranft: Beruf und Familie zu vereinen, wird für viele Menschen immer wichtiger. Das Thema nimmt geschlechterübergreifend an Bedeutung zu, denn die Werte verschieben sich: Väter beanspruchen heute wesentlich mehr Zeit für die Familie als noch vor Jahren. Dementsprechend ist die Integration von Beruf und Familie für viele Bewerber ein wichtiger Faktor bei der Wahl des Arbeitgebers. Folglich sehen wir diesen Bereich als wichtigen Rekrutierungsfaktor an und es ist entscheidend, dass wir die Angebote, die wir diesbezüglich machen, nach außen kommunizieren. Eine familienorientierte Personalpolitik kann den Ausschlag geben, ob sich ein Kandidat für unser Unternehmen entscheidet oder eben nicht. 

Ein weiterer, nicht minder wichtiger Faktor ist die Bindung der bestehenden Mitarbeiter an das Unternehmen. Bei PENNY ist auf Marktebene die Fluktuation in einigen Gegenden zu hoch. Deshalb ist es unser Ziel, die Bedingungen für die Mitarbeiter so zu verbessern, dass weniger Mitarbeiter das Unternehmen verlassen müssen. Eine familienfreundliche Personalpolitik ist diesbezüglich ein wichtiger Hebel. Dabei geht es nicht nur um Angebote der Kinderbetreuung, sondern auch die Pflege von Eltern oder anderen Angehörigen. Es geht darum, den Mitarbeitern in allen Lebenslagen entsprechende Angebote machen zu können.

Die entscheidende Frage lautet: Ist PENNY in diesen Situationen ein Partner, der mich begleitet und mir hilft, diese Themen unter einen Hut zu bekommen? Unser Ziel ist ganz klar: Wir als Unternehmen müssen Angebote bieten, um die Mitarbeiter so zu unterstützen, damit es keinen Grund für sie gibt, aus familiären Gründen zu kündigen. Es gibt genügend Beispiele aus der Vergangenheit, wo wir bereits erfolgreich Mitarbeiter in schwierigen familiären Situationen unterstützen konnten, aber wir wissen auch, dass wir in diesem Bereich noch besser werden können.

 
Welche Vorteile bietet eine familienfreundliche Personalpolitik für das Unternehmen?
Christoper Ranft: Wir denken, dass eine familienfreundliche Personalpolitik strategisch wichtig ist. Beispielsweise kann sie sich positiv auf die Krankenquote im Unternehmen auswirken, für weniger Fluktuation sorgen, die Motivation und die Zufriedenheit der Mitarbeiter erhöhen. Damit hat man also eine Win-win-Situation geschaffen – für alle Beteiligten.
 

Inwiefern kann PENNY sich durch die Auditierung einen Wettbewerbsvorteil im Kampf um gute Mitarbeiter verschaffen?
Christopher Ranft: Wir sind fest davon überzeugt, dass wir uns als Unternehmen von den Wettbewerbern differenzieren, wenn wir im Themenfeld Beruf und Familie attraktive Angebote machen. Deshalb ist es unser Ziel, die Jobs bei PENNY attraktiver zu gestalten als bei der Konkurrenz. Wir wissen, dass diese teilweise noch bessere Gehälter zahlen können als PENNY. Gerade auch deshalb müssen in anderen Feldern punkten, wie z.B. der Familienfreundlichkeit oder der Arbeitsatmosphäre.
 

Welche waren die wichtigsten Gründe für die Auditierung für PENNY?
Christopher Ranft: Ich bin überzeugt, dass die Auditierung von „berufundfamilie“ in der Wahrnehmung der Mitarbeiter und Bewerber einen großen Unterschied macht. Denn sie wissen, dass man sich als Unternehmen einem der Beurteilung eines neutralen Experten-Gremiums unterwirft. Es ist ein entscheidender Unterschied, ob ein Unternehmen bloß von sich behauptet, familienfreundlich zu sein oder es durch eine externe Organisation bescheinigt bekommt. Die Mitarbeiter merken relativ schnell, ob da etwas Substanzielles dahinter steckt oder es einfach nur hohle Phrasen sind. Die Auditierung hilft uns, in diesem Bereich Glaubwürdig sein zu können.


Welche waren die wichtigsten Ziele, die Sie sich mit der Auditierung gesetzt haben und in welchem Zeitraum wollen Sie diese umsetzen?
Christopher Ranft: Bei PENNY sind wir in den Filialen aufgrund einer dünnen Personaldecke limitiert, was unsere Möglichkeiten angeht. Der Anspruch, den die Auditierung verfolgt, ist es, realistische Ziele zu verfolgen. Wir werden nicht sofort alles umsetzen können, was sich die Mitarbeiter wünschen, aber wir werden schrittweise die Bedingungen für sie verbessern.