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"Wir sind alle verschieden - und das ist gut so!"


Fast vier Jahre di.to. - das LGBT-Netzwerk der REWE Group. Zeit für ein Resümee? Ein Gespräch mit Frank Bartels und Anna Pavlitschek.

 Frank Bartels und Anna Pavlitschek, Sprecher des Schwulen- und Lesben-Netzwerks di.to., über Motivation, Arbeitsweise und Ziele des Netzwerks.

Fast vier Jahre di.to. Zeit für ein Resümee?

Frank Bartels: Für ein Resümee ist es viel zu früh, denn noch immer gibt es Schwule und Lesben, die sich unsicher sind, ob sie sich am Arbeitsplatz outen sollen. Daher eine kleine Zwischenbilanz: Am Anfang stand die Idee eines gemeinsamen schwul-lesbischen Stammtischs und der Wunsch vieler Kollegen, einmal mit einem eigenen Wagen bei der CSD-Parade in Köln mitzufahren. Mittlerweile haben sich di.to. an die 150 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter angeschlossen; es gibt Ableger in Eching, im Frankfurter Raum und in Österreich. Neben den monatlichen Stammtischen bieten wir zahlreiche andere Events an und treten immer häufiger mit unserem Netzwerk in der Öffentlichkeit auf. di.to. ist also in jeder Hinsicht gewachsen. Aber wie heißt es in der REWE so schön? Schon viel erreicht, noch viel zu tun.

Was steht denn noch auf eurer Agenda?

Anna Pavlitschek: Ganz aktuell planen wir unsere Aktionen für 2018. Unter anderem sind wir erneut bei der CSD-Demo in Köln dabei und planen nach erfolgreicher Premiere unsere zweite Teilnahme an der Sticks & Stones, der führenden LGBT-Karrieremesse in Berlin. Nachdem wir zu Beginn des Jahres unser Leitbild verabschiedet haben, das Ergebnis sieht man auf der Rückseite dieser Broschüre, arbeiten wir mit dem nationalen di.to. Lenkungskreis an unserer Satzung. Wir stehen in Kontakt mit allen Geschäftseinheiten der REWE Group, um uns immer wieder ins Gespräch zu bringen und weitere potenzielle Teilnehmer für unser Netzwerk zu erreichen. Zudem freuen wir uns alle, wenn wir Kollegen finden, die sich für di.to. im Norden und Osten des Landes stark machen.

Wo kann di.to. ganz konkret helfen?

Frank Bartels: In erster Linie geht es uns ja um die schwul-lesbischen Mitarbeiter/-innen in der REWE Group, für die wir Ansprechpartner sein möchten. Mit Unterstützung des REWE Group-Gesundheitsmanagements bieten wir seit einigen Monaten psychologische Beratung für Menschen mit Schwerpunkt LGBT an. Weiterhin ist es mit einem starken Unternehmen im Rücken leichter, Dinge zu bewegen und Haltung zu zeigen. Wir haben zum Beispiel mit den Erlösen des Ticketverkaufs für unseren CSD-Wagen regionale Organisationen wie die Kölner Flüchtlingshilfe oder SchLAu NRW unterstützt. In diesem Jahr planen wir eine bundesweite Aktion am Welt-Aids-Tag und werden an den Kölner Standorten Teddybären zugunsten der Aidshilfe Köln verkaufen.

Anna Pavlitschek: Das ist ein ganz wichtiger Punkt. Klar verbindet uns als Kollegen die sexuelle Orientierung, die bei einem Netzwerk nicht zwangsläufig im Fokus stehen muss. Wir versuchen uns gegenseitig zu unterstützen und uns zu helfen, und diese Hilfe möchten wir jedermann zukommen lassen, nicht nur den Mitgliedern von di.to. Das verstehen wir unter Vielfalt, die uns und die ganze REWE Group ausmacht.

Wie ist di.to. aufgestellt?

Frank Bartels: Wir haben uns in den letzten Monaten neu strukturiert, da der zeitliche Aufwand neben unserer eigentlichen Tätigkeit sehr umfangreich geworden ist. In Köln vertreten Anna und ich das Netzwerk nach außen und koordinieren den Lenkungskreis, der aus den Sprechern der regionalen di.to.- Netzwerke besteht. Unser Kollege Detlev Raguse kümmert sich als dritter Sprecher um die interne Kommunikation. Die übrigen Mitglieder der Kölner Arbeitsgruppe di.to. unterstützen uns tatkräftig bei der Organisation unserer verschiedenen Events oder des CSD.

Wie unterstützt euch die REWE Group?

Frank Bartels: In einem Wort? Großartig! Egal mit wem wir sprechen, wir stoßen immer auf offene Ohren. Das fängt bei unserem Paten Lionel Souque an, der sich regelmäßig über unsere Aktivitäten informiert und stets offen für Neues ist, und hört bei den Kollegen auf, die sich zum Beispiel als Unterstützung bei unserem CSD-Wagen anbieten. Einen großen Dank möchten wir an dieser Stelle denjenigen Vorgesetzten aussprechen, die uns und allen anderen Netzwerkern die Möglichkeit und den Freiraum geben, sich aktiv in unser Netzwerk einzubringen.

Stoßt ihr auch auf Widerstand?

Anna Pavlitschek: Innerhalb der REWE Group ein klares Nein. Kritische Stimmen kamen in erster Linie aus der schwul-lesbischen Community. Beispielsweise wurde unsere viel beachtete Regenbogenaufkleber-Aktion anfangs als PR-Gag aufgefasst. Dem war definitiv nicht so, im Gegenteil: Medien aus ganz Deutschland haben über diese Aktion positiv berichtet und uns mit Presseanfragen überrannt.