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2016

Auf einen Kaffee mit… Erich Stockhausen, Vorsitzender des Aufsichtsrats der REWE Group


Mit Erich Stockhausen steht seit Juni 2015 erstmals ein selbstständiger REWE-Kaufmann an der Spitze des Aufsichtsrats der REWE Group. Bei einem Kaffee erzählte uns der Vollblut-Händler von seinen Anfängen im Einzelhandel, seinen Ansprüchen an sich und an seinen Job im Aufsichtsrat.

Erich Stockhausen gilt als begeisterungsfähig und kommunikativ. Genauso erleben wir ihn. Noch bevor die erste Tasse Kaffee gebracht wird, befinden wir uns schon in den frühen 80er Jahren: Sein Onkel hatte ihn nach Mettmann eingeladen, um ihm einen Einblick ins Einzelhandelsgeschäft zu verschaffen, erzählt Stockhausen von seinen beruflichen Anfängen. So zieht der Sohn eines Landwirts aus dem Siebengebirge gen Neandertal und startet 1983 eine Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann bei Spar.

Nach nur anderthalb Jahren wechselt er in ein Trainee-Programm zur Lebensmittel-Großhandlung Koch & Sohn nach Langenfeld. Dort lernt er den Sohn eines REWE-Außendienstmitarbeiters kennen: Der erzählt ihm von seinem Vater. Er suche immer nach Leuten, die sich mit REWE selbstständig machen wollen.

Stockhausen nutzt die Gelegenheit und eröffnet 1987 seinen ersten REWE-Markt in Erkrath-Unterfeldhaus. Inzwischen hat er seinen zweiten Markt an der Bongardstraße in Erkrath eröffnet. Den Weg in die Gremien findet Stockhausen im Jahr 1992, als er in den Aufsichtsrat der REWE West eG gewählt wird. 2004 übernimmt er dort den Vorsitz des Aufsichtsrats. Und seit Juni 2015 bringt er seine Erfahrungen in den Aufsichtsrat der REWE Group ein – als Vorsitzender.

Herr Stockhausen, seit Juni 2015 sind Sie als erster selbstständiger REWE-Kaufmann Vorsitzender des Aufsichtsrats der REWE Group. Haben Sie einen anderen Blick auf das Unternehmen als Ihre Vorgänger?
Meine Losung lautet, die Basis muss das Anforderungsprofil an die Organisation schreiben. Das heißt, der Impuls geht vom Kunden in den Markt und vom Markt in die Organisation und nicht umgekehrt. Das heißt, die Marktleiter sollten noch mehr im Fokus stehen.

Wie sehen Sie Ihre Rolle als Aufsichtsratsvorsitzender?
Der Aufsichtsrat der REWE Group ist keine One-Man-Show. Wir sind im Team unterwegs. Jedes Aufsichtsratsmitglied kümmert sich um einen ihm zugeordneten Themenbereich. Als Aufsichtsratsmitglieder müssen wir uns also kundig machen. Wir brauchen Expertenwissen – auch von außen. Ich sehe meine Rolle als Organisator eines Teams. Es geht um das Zusammenführen der Ergebnisse von Diskussionen und darum, zielführenden Konsens im Sinne der REWE Group zu finden. In meiner jahrelangen Gremienarbeit habe ich immer versucht, möglichst keine Verlierer zu produzieren. Ansonsten wird die Konsensfindung schwierig.

Was sollte man für das Amt mitbringen?
Wichtig ist, man muss in der Lage sein zu kommunizieren. Und man darf nicht beratungsresistent sein. Der Superspezialist bin ich auch nicht – und ich kenne ihn auch nicht. Aber ich kenne genug Leute, die mir helfen können und denen ich die richtigen Fragen stellen kann. Ich verteidige Entscheidungen, indem ich sie mit Fakten und guten Argumenten untermauere.

Stichwort „Nachhaltigkeit“: Wie stehen Sie dazu?
Nachhaltigkeit bedeutet für mich, verantwortlich zu handeln und zu denken. Ich habe große Sorge, wenn ich an die Zukunft denke, weil wir wirtschaftlich und in Bezug auf unsere Umwelt auf Kosten der nächsten Generationen leben. Dass die REWE Group Nachhaltigkeit so aktiv lebt und vorantreibt, kann ich nur begrüßen und unterstützen.