Sie verwenden einen älteren Browser. Bitte beachten Sie, dass diese Webseite unter Umständen nicht korrekt dargestellt wird.
Teile diesen Artikel

Das geistige Eigentum an allen Texten, Bildern, Klang und Software auf dieser Website liegt bei REWE Group,
oder wurde mit Genehmigung des jeweiligen Inhabers der entsprechenden Rechte verwendet.
Es ist gestattet dieses Seite zu betrachten, Extrakte auszudrucken, auf die Festplatte Ihres Computers zu speichern und an andere Personen weiterzuleiten. Es ist jedoch nicht gestattet solche Inhalte kommerziell zu nutzen, Inhalte auch in Teilen in Publikationen zu verwenden. Weitergehende Rechte sind mit der Nutzung dieser Website nicht verbunden.
REWE Group ist nicht verantwortlich für fremde Inhalte von Websiten auf die von dieser Seite verwiesen wird.

2016

Auslands­erfahrung: Ding Ding und Dim Sum


Ina Künnemann, Auszubildende zur Kauffrau im Groß- und Außenhandel, absolviert ein Praktikum bei der REWE Far East in Hong Kong. Lesen Sie in ihrem Erfahrungsbericht, wie es sich in einem internationalen Team arbeitet und welche Spezialitäten das Herz berühren.

 Von Köln nach Hong Kong: Ina Künnemann absolviert ein Praktikum bei der REWE Far East

Am 11. Juli war es endlich soweit – ich fliege nach Hong Kong! Ich bin Auszubildende Kauffrau im Groß- und Außenhandel in der REWE Group Zentrale in Köln und momentan im zweiten Lehrjahr. Für einen Monat werde ich mein Auslandspraktikum bei der REWE Far East absolvieren. Da Hong Kong als Metropole eine wichtige Drehscheibe für den weltweiten Handel ist, ist es umso spannender für mich, hier arbeiten zu dürfen.

Nach einem elfstündigen Flug bin ich in Hong Kong gelandet. Hong Kong ist Deutschland zeitlich sechs Stunden voraus. Die Zeitverschiebung habe ich sehr gut verkraftet, da im Flugzeug genug Zeit war, um zu schlafen. Die größere Umstellung für mich war das Wetter: Hong Kong ist bekannt für sein feuchtes, subtropisches Klima. Im Sommer sind es tagsüber 30 Grad oder wärmer, zudem herrscht Monsunzeit.

Mein erster Eindruck von Hong Kong: pulsierend, supermodern, überwältigend und vor allem eins: hoch gebaut. So viele Wolkenkratzer habe ich zuvor noch nie gesehen. In die MTR, wie die U-Bahn hier heißt, zwängen sich die Menschen hinein, man steht meist dicht an dicht. Das MTR-Netz ist sehr gut ausgebaut, es dauert keine Minute bis die nächste Bahn kommt – sehr ungewohnt, da die U-Bahnen in Köln doch häufig Verspätung haben. Das Beste: Auf Hong Kong Island fahren zweistöckige Straßenbahnen, die Ding Ding heißen. Eine Fahrt ist sehr günstig und auf jeden Fall eine Erfahrung wert!

So leben die meisten Chinesen, die ich kennen gelernt habe, noch zu Hause bei ihren Eltern, weil sie es sich nicht leisten können, in eine eigene Wohnung zu ziehen. Auch für Lebensmittel muss man im Vergleich zu Deutschland mehr Geld ausgeben.
                            
Was ich zuvor nicht wusste: Hong Kong ist die Stadt mit den meisten Hochhäusern weltweit und liegt damit noch vor New York! Hier leben über sieben Millionen Menschen. Mit 6.445 Einwohnern pro Quadratmeter hat Hong Kong eine der höchsten Bevölkerungsdichten der Welt. Wer in Hong Kong leben möchte, der muss tief in die Taschen greifen: Auch die Lebenshaltungskosten zählen zu den höchsten weltweit. Wohnungen sind rar und teuer.

Bekannt ist Hong Kong vor allem für seine gute, kantonesische Küche. Zusammen mit meiner Abteilung sind wir Dim Sum essen gegangen. Dim Sum bedeutet "das Herz berühren", es sind kleine Spezialitäten, die meist gedämpft oder frittiert sind. Die Gerichte werden meist in kleinen Bambuskörben serviert. Es war sehr lecker und eine tolle Erfahrung.

Chinesische Kultur fließt in den Arbeitsalltag ein

Von den Büros der REWE Far East Zentrale hat man einen atemberaubenden Blick auf die Skyline von Hong Kong. Ich bin ich in der Abteilung Quality Management eingesetzt und unterstütze meine Kollegin im Bereich Textil. Zudem helfe ich, ein anstehendes Lieferantentreffen zu organisieren.

In einem internationalen Team zu arbeiten ist sehr spannend, da es doch einige Unterschiede im Vergleich zu meiner Arbeit in Deutschland gibt. Während der Arbeit kommunizieren wir hauptsächlich auf Englisch, wobei jeweils die deutschen und die chinesischen Mitarbeiter untereinander die eigene Muttersprache sprechen. Das Arbeitsklima ist sehr angenehm. Ich habe meine chinesischen Kollegen als sehr freundlich und fleißig kennengelernt. Die chinesische Kultur fließt in den Arbeitsalltag mit ein. So muss man aufpassen, dass man „sein Gesicht nicht verliert”: Kollegen werden zum Beispiel nie offen auf Fehler angesprochen oder kritisiert. Ebenso fällt es vielen Kollegen schwer „Nein“ zu sagen, denn dies gilt als respektlos.

Mix der Kulturen

In Hong Kong treffen die westliche und die chinesische Kultur aufeinander. Hong Kong war einst eine britische Kolonie, deshalb ist die Stadt auch von westlichen Einflüssen geprägt. Hier gibt es viele Straßenmärkte, auf denen man von Kleidung und Kunstwerken bis zu elektronischen Artikeln alles findet. Was für mich als angehende Kauffrau im Groß- und Außenhandel besonders spannend war, ist das Verhandeln um den Kaufpreis. Das kann man hier sehr gut lernen und ausprobieren und sich über das eine oder andere Schnäppchen, das man ergattern kann, freuen.  

Was mich am meisten beeindruckt hat, ist Hong Kong bei Nacht. Dann entfaltet die Stadt ihre wahre Schönheit. Aufgrund der Dichte der Hochhäuser erstrahlt die Stadt abends in allen möglichen Farben.

Ich bin sehr dankbar, dass ich die Chance erhalten habe, während meiner Ausbildung ins Ausland zu gehen. Ich habe viele wertvolle Erfahrungen sammeln können, die mich in meinem Leben weiterbringen werden und hatte die Möglichkeit, einen Einblick in eine neue Kultur zu gewinnen.  Für mich bleibt mein Aufenthalt in Hong Kong unvergesslich!