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2016

Ein Signal des Willkommens


Wie können wir Flüchtlingen helfen? Was können wir Sinnvolles tun, damit sie sich in ihren oft notdürftigen Unterkünften ein wenig wohler fühlen? Auf diese Fragen hatten viele Kolleginnen und Kollegen von Toom eine Antwort: Sie halfen tatkräftig bei der Renovierung eines Flüchtlingsheims, spendeten Bodenbeläge, richteten ein Freundschaftscamp aus.

Er wollte helfen, und zwar mit Taten: Heiner Streffing, Zentraleinkäufer bei Toom. Gemeinsam mit seinem achtköpfigen Team fasste er den Entschluss, praktische Unterstützung für Flüchtlinge in Köln zu leisten und wandte sich an „Die Börse für soziales und ökologisches Engagement“ – ein Angebot der Rewe Group für Mitarbeiter am Standort Köln, die sich in ihrer Freizeit im sozialen oder im Umweltbereich engagieren möchten.

Gesagt - getan. Am 16. Januar machten sich Streffing und sein Team  tatkräftig an die Arbeit im Flüchtlingsheim in Köln-Mülheim. Gerüstet mit Streichmaterialien renovierte die Gruppe vier Küchen und brachte so ein wenig mehr Farbe in den Alltag der Flüchtlinge. Verziert wurden die farbig gestrichenen Wände zum Abschluss noch mit blumigen Wandtattoos. Das Vorher-Nachher-Ergebnis kann sich sehen lassen. Dies bestätigten auch die Reaktionen der Bewohner.

„Wir hätten nicht gedacht, dass es so einfach sein kann, Hilfe zu leisten. Durch die professionelle Organisation der Rewe Group und Toom hatten wir direkt einen Ansprechpartner und die Unterstützung, die wir zur Verwirklichung unserer Pläne brauchten. Wir hoffen, mit unserer Initiative auch einen Ansporn für andere Mitarbeiter geschaffen zu haben, die ebenfalls gern helfen möchten“, erklärt Heiner Streffing sein Engagement.

Auch viele Märkte halfen – ein Rückblick

Die Kolleginnen und Kollegen  in den Märkten zeigten ebenfalls großen Einsatz, um Flüchtlingen ihren Start in der neuen Heimat zu erleichtern. Toom in Kelkheim zum Beispiel tat sich mit Toom in Euskirchen zusammen: Im Juni spendierte der Kelkheimer Markt neuen Boden und Garnituren für ein Aufnahmelager um das neue Heim ein wenig wohnlicher zu gestalten und unterstütze in Eppstein ein Fest vom Asylkreis.

Jan Lehmann, Leiter Toom Kelkheim

Jan Lehmann, Leiter von Toom Kelkheim, zeigte darüber hinaus auch privates Engagement: Gemeinsam mit der Gemeinde veranstaltete er ein dreitägiges Freundschaftscamp,  bei dem ein Fußballturnier für und mit rund 50 Flüchtlingen veranstaltet wurde. An Weihnachten  lud er Flüchtlinge zu sich nach Hause; gemeinsam verbrachten sie einen gemütlichen Tag.

 

"Mir ist es wichtig, dass wir den Flüchtlingen signalisieren, dass sie willkommen sind. Zur Zeit beschäftige ich bei uns im Markt zwei Praktikanten, die uns toll unterstützen und sich super mit einbringen." Jan Lehmann, Leiter Toom Kelkheim
Michaela Hornig, Mitarbeiterin Toom Wiesloch

Integration mit Spaß

Das Motto von Toom in Wiesloch: „Integration mit Spaß“. Die Aufgabe, die sich das Team gestellt hatte: Die gemeinsame Verschönerung des Spielplatzes des örtlichen Flüchtlingsheims. Zusammen wurde kräftig mit angepackt. Die Bewohner des Flüchtlingsheims, die Helfer sozialer Einrichtungen und die Mitarbeiter von Toom in Wiesloch entfernten Unkraut, bepflanzten Blumenkästen und pflanzten Bäume. Im kommenden Frühjahr, wenn die Pflanzen wieder blühen, soll der Spielplatz dann für die Kinder einen Ort bieten, an dem sie ihre Sorgen vergessen können.

"Gemeinsam kann man viel bewegen. Das hat auch unser Projekt gezeigt. Mit der gemeinsamen Aktion wollten wir den Flüchtlingen zeigen dass wir für sie da sind und nicht wegschauen." Michaela Hornig, Mitarbeiterin Toom Wiesloch
Mohamad Aslami, Auszubildender im Toom in Duisburg Rheinhausen

Integration am Arbeitsplatz

Ein Beispiel für Integration am Arbeitsplatz ist die Geschichte von Mohamad Aslami, Auszubildender im Toom in Duisburg-Rheinhausen. Seit knapp drei Jahren lebt und arbeitet er in Deutschland. Und hat sich inzwischen bei Toom fest etabliert:

„2012 lernte ich in meinem Heimatland Afghanistan meine heutige Frau kennen. Sie war damals dort zu Besuch. Kurze Zeit später packte ich meine Koffer, fest entschlossen, sie in ihrer Heimat für einige Zeit zu besuchen. Ich konnte kaum ein Wort Deutsch – und habe es trotzdem geschafft, mich in Deutschland zu integrieren und wohl zu fühlen. Über die Auslandsbehörde wurde mir ein Angebot des Berlitz Sprachinstituts vermittelt, das eine Kombination aus Sprachkurs und Betriebspraktikum beinhaltete. Bei der Suche stieß ich im Toom in Duisburg-Rheinhausen auf offene Türen.

In einem vierwöchigen Praktikum lernte ich nicht nur Leben und Sprache in Deutschland besser kennen, sondern konnte auch hilfreiche Erfahrungen im Baumarktbereich sammeln. Ich fühlte mich direkt Willkommen bei Olaf de Waal und seinem Team. Alle waren sehr hilfsbereit und ich hatte Spaß an meiner Arbeit. Für mich stand fest: Ich möchte in Duisburg und bei Toom bleiben, wenn es mir irgendwie möglich ist. Daher bemühte ich mich um eine Aushilfsstelle und war umso mehr überrascht und dankbar, als Herr de Waal mir eine Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann anbot.

Dieses Jahr werde ich die Prüfung dafür ablegen und bislang sehen meine betrieblichen und schulischen Leistungen so aus, als würde ich diese auch mit sehr gutem Erfolg bestehen. Und damit ist meine Geschichte noch nicht zu Ende: Herr de Waal hat mir daran anschließend eine Ausbildung zum Handelsfachwirt angeboten und ich freue mich riesig auf diese Chance. Ich habe mich vom ersten Tag an in Deutschland willkommen gefühlt und ich wünsche dieses schöne Gefühl den Millionen von Migranten, die derzeit eine neue Heimat suchen, ebenfalls.“