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2017

Detox-Schulungen für sichere Textilien


Es ist ein ambitioniertes Ziel: Bis 2020 will die REWE Group gefährliche Chemikalien aus Textilien der Eigenmarken verbannen. Ein neues Trainingsprogramm soll die Fabriken vor Ort dabei unterstützen. Wie funktioniert das? Wir haben nachgefragt.

Gleich mehrere hundert Chemikalien können bei der Textilverarbeitung schon mal zum Einsatz kommen – zum Beispiel beim Färben, beim Auftragen des Knitterschutzes oder bei der Imprägnierung. Doch wie kann man die Produktion möglichst nachhaltig gestalten? Das Ziel ist, soziale, ökologische und ökonomische Verbesserungen entlang der Textillieferkette herbeizuführen.

Um das zu erreichen, hat die REWE Group ein ehrgeiziges Ziel definiert und hob 2014 ein eigenes Programm für die Verwendung unbedenklicher Chemikalien in der Textilproduktion aus der Taufe. Noch im gleichen Jahr hat sich die REWE Group der Detox-Kampagne von Greenpeace angeschlossen.

Die neueste Maßnahme: Ein Trainingsprogramm für die Produzenten vor Ort. Es ist ein Gemeinschaftsprodukt, das im Rahmen des develoPPP.de-Programms gefördert vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), realisiert von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) gemeinsam mit Tchibo - und eben der REWE Group.

Der Hintergrund: „In den Färbe- und Waschprozessen bei der Herstellung von Textilien werden häufig Chemikalien eingesetzt, welche negative Umweltauswirkungen auf die Abwasserqualität in den Produktionsländern haben und auch für den Menschen gesundheitsschädlich sein können“, so Torsten Stau, Geschäftsleiter der REWE Group Buying. Stau weiter: „Mit unserem Detox-Programm wollen wir gefährliche Chemikalien aus der Produktion von Textilien der REWE Group-Eigenmarken wie Bekleidung, Schuhe und Heimtextilien bis spätestens 2020 eliminieren und so dazu beitragen, die Abwasserqualität zu verbessern. Hierzu arbeiten wir bereits jetzt eng mit unseren Lieferanten und ihren Zulieferern zusammen. Das neue Trainingsprogramm soll die Fabriken bei der Umsetzung von Maßnahmen zur Erreichung der Detox-Ziele nachhaltig unterstützen“.

Und wie funktioniert das Trainingsprogramm?  Wir habennachgefragt – bei der Frau, die das Thema „Detox“ für die REWE Group verantwortet: Maria Schäfer, Funktionsbereichsleiterin Nachhaltigkeit Ware Non Food bei der REWE Group.

Frau Schäfer, was bedeutet die Beteiligung der REWE Group am neuen Detox-Trainingsprogramm? Wie haben wir uns als Unternehmen eingebracht?
Maria Schäfer:  Unser Bereich NH-Ware Non-Food hat das Konzept zur Partnerschaft erarbeitet. Sie ist auch für die strategische Ausrichtung und das Monitoring verantwortlich. Es sind aber auch noch andere interne Stakeholder beteiligt: die Non Food-Einkaufsabteilung in Deutschland, Ansprechpartner unserer Nachhaltigkeitsabteilung in Asien, sowie die Textileinkäufer in Asien.

Mit-Initiator des Programms ist Tchibo. Ist das nicht eigentlich ein Konkurrent, mit dem Sie da jetzt zusammen arbeiten?
Maria Schäfer: Nein. Bei Projekten, wie diesem Umweltprojekt, müssen  Unternehmen zusammen arbeiten. Letztlich haben wir alle ein gemeinsames Ziel: den Schutz und Erhalt von Natur und Umwelt. Das ist alleine nicht zu schaffen.

 

Das heißt, Sie würden auch Edeka, Kaufland und Co in Ihrem Projekt begrüßen?

Maria Schäfer: Absolut. Unser Projekt ist darauf ausgerichtet, dass die aufgebauten Kapazitäten nach einer erfolgreichen Startphase in den kommenden ein, zwei Jahren auch von anderen Unternehmen genutzt werden können.

 

Wie funktioniert das Programm genau?

Maria Schäfer: Wir gehen mit dem Programm tief in die Lieferkette hinein, denn die Fabriken mit Färbe- und Waschprozessen sind in der Lieferkette vorgelagert. Oft sind diese Vorlieferanten unserer direkten Lieferanten. Mit einem „Train the Trainer“-Konzept werden lokale Experten zu Trainern ausgebildet, sodass sie das erlernte Wissen weitergeben können. In Workshops und vor Ort-Besuchen schulen und beraten die Trainer dann Mitarbeiter der Fabriken. So entsteht eine Beraterstruktur, die hoffentlich bald auch mit anderen Unternehmen geteilt wird.

 

Das Ziel ist also, das Wissen über schädliche Chemikalien möglichst weit zu verbreiten. Welche Länder sind betroffen? Und wie viele Firmen?

Maria Schäfer: Es geht derzeit um das Chemikalienmanagement von über hundert Textilproduzenten in China und Bangladesch. Das Ziel ist es, dort stabile lokale Strukturen aufzubauen.