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24. April 2018

REWE Group und NABU erweitern Projekt zum Schutz der Artenvielfalt


Gemüse und Kartoffeln mit dem PRO PLANET Label

Die ersten Kartoffel- und Gemüse-Produkte mit dem PRO PLANET-Label finden Kunden zum Beginn der deutschen Erntesaison ab Mai 2018 in den Regalen der national rund 5.500 REWE- und PENNY-Märkte

Chinakohl, Brokkoli, Romana Salatherzen, Eisbergsalat, Möhren und Kartoffeln – sie alle werden ab sofort innerhalb der deutschen Erntesaison in den REWE- und PENNY-Märkten mit dem PRO PLANET- Nachhaltigkeitslabel „Artenvielfalt schützend“ ausgezeichnet. Die Produkte stammen von deutschen Gemüsebauern, die sich für den Erhalt der biologischen Vielfalt und damit unter anderem auch gegen das  Insektensterben in den Anbaugebieten engagieren. Der Erfolg des bereits langjährig im Obstanbau erprobten Projektes zwischen Handel, Landwirtschaft und Naturschutz zeigt, dass diese Pole keine Gegensätze sein müssen: Im konventionellen Obst- und Gemüseanbau ist das Potential zur Förderung der biologischen Vielfalt groß.

Unterstützt durch die REWE Group setzen Landwirte und Berater des Naturschutzbund Deutschland e.V. (NABU) gemeinsam Maßnahmen zur Förderung der Artenvielfalt in Gemüsekulturen um: Ob Nisthilfen und blühende Hecken für Vögel und Wildbienen, Holz- und Steinhaufen für Insekten und Kleinsäuger oder Ansitzstangen und Nistkästen für Greifvögel - sie alle schaffen Lebensräume und Rückzugsorte für Insekten und andere Tiere, die durch den landwirtschaftlichen Flächenverbrauch aus ihrem natürlichen Lebensraum verdrängt werden.

Ähnliche Maßnahmen setzen die Kulturlandschaftsstiftungen verschiedener Regionen im Kartoffelanbau um. Zum Start unterstützen bereits über 30 Kartoffel- und mehr als 10 Gemüse-Erzeugerbetriebe das PRO PLANET-Projekt und decken damit fast alle Anbauregionen Deutschlands ab. Dr. Florian Schäfer, Nachhaltigkeit Ware REWE Group: „Den effektiven Nutzen unserer Maßnahmen konnten wir in den letzten acht Jahren immer wieder wissenschaftlich belegen. Die Ausweitung des Projektes vom Obstanbau auf weitere Feldfrüchte und Regionen gehen wir daher mit langfristig erprobtem Wissen an. Wir wollen uns zum Schutz der Artenvielfalt als Vorreiter im deutschen Handel auch zukünftig deutlich positionieren.“

Leif Miller, Bundesgeschäftsführer des NABU: „Der alarmierende Rückgang der biologischen Vielfalt ist nur zu stoppen, wenn endlich ein Umdenken in der Landwirtschaft einsetzt. Dabei ist vor allem im konventionellen Bereich noch viel Luft nach oben. Das PRO PLANET Projekt zeigt vorbildlich, dass der Anbau von Lebensmitteln und der Erhalt unserer Natur keine  Gegensätze sein müssen. Zusätzlich schaffen wir damit die Grundlage für den dringend notwendigen Dialog zwischen Landwirtschaft und Naturschutz. Über Projekte wie dieses hinaus sehen wir auch die neue Bundesregierung in der Pflicht, die Rahmenbedingungen für eine naturverträglichere Landwirtschaft zu schaffen.“

Bereits seit 2010 engagieren sich in einem Gemeinschaftsprojekt von REWE Group, Bodensee-Stiftung, BirdLife Österreich und dem NABU mittlerweile über 250 Landwirte in 14 Anbauregionen für den Schutz der Artenvielfalt im Apfelanbau in Deutschland und Österreich.

300 Hektar (entsprechen rund 420 Fußballfeldern) ein- und mehrjährige Blühflächen, über 5.500 Pflanzungen von Hecken, Bäumen und Sträuchern sowie über 2.000 Insekten-Nisthilfen bereichern heute Apfelplantagen und angrenzende Flächen, die durch das PRO PLANETProjekt unterstützt werden. Nach der erfolgreichen Einführung des PRO-LANET Apfelprojektes in der Bodenseeregion erfolgte ab 2011 die Ausweitung auf weitere Anbaugebiete. Seit 2016 wurde in verschiedenen Pilotprojekten deutschlandweit die Ausweitung auf den Kartoffel- und Gemüseanbau getestet.

„Im Apfelprojekt haben wir eine Kooperation auf Augenhöhe zwischen Handel, Landwirtschaft und Naturschutz unter Beweis gestellt. Wir nutzen die gewonnenen Erkenntnisse, um auch für andere Kulturen und  Anbauregionen Mehrwerte in den Ökosystemen zu schaffen. Nach zwei
Jahren Pilotphase ist der Rollout nun geschafft und wir blicken den kommenden Ergebnissen sehr positiv entgegen“, so Dr. Florian Schäfer. Die ersten Kartoffel- und Gemüse-Produkte mit dem PRO PLANET-Label finden Kunden zum Beginn der deutschen Erntesaison ab Mai in den Regalen der national rund 5.500 REWE- und PENNY-Märkte. Das Sortiment mit dem PRO PLANET-Label „Artenvielfalt schützend“ wird kontinuierlich ausgebaut.

Über PRO PLANET:
Produkte mit dem PRO PLANET-Nachhaltigkeitslabel der REWE Group weisen positive ökologische oder soziale Eigenschaften auf. Ziel von PRO PLANET ist es, nicht nur wenige Produkte mit speziellen Anforderungen, sondern vor allem Produkte für den sogenannten Massenmarkt schrittweise nachhaltiger zu gestalten. Die Anzahl der mit PRO PLANET gelabelten Eigenmarkenprodukte stieg im Zeitraum 2008 bis 2017 von rund zehn auf derzeit mehr als 900.

Über die REWE Group:
Die genossenschaftliche REWE Group ist einer der führenden Handels- und Touristikkonzerne in Deutschland und Europa. Im Jahr 2017 erzielte das Unternehmen einen Gesamtaußenumsatz von rund 58 Milliarden Euro. Die 1927 gegründete REWE Group ist mit ihren über 345.000  Beschäftigten und 15.300 Märkten in 21 europäischen Ländern präsent. In Deutschland erwirtschafteten im Jahr 2017 rund 255.000 Mitarbeiter in 11.000 Märkten einen Umsatz von 42 Milliarden Euro.

Zu den Vertriebslinien zählen Super- und Verbrauchermärkte der Marken REWE, REWE CENTER, REWE CITY und BILLA sowie MERKUR, der Discounter PENNY und die Baumärkte von toom. Hinzu kommen Convenience-Märkte (REWE To Go) und die E-Commerce-Aktivitäten REWE Lieferservice sowie Zooroyal, Weinfreunde und Kölner Weinkeller. Zur Touristik gehören unter dem Dach der DER Touristik Group die Veranstalter ITS, Jahn Reisen, Dertour, Meier's Weltreisen, ADAC Reisen, Kuoni, Helvetic Tours, Apollo und Exim Tours und über 2.400 Reisebüros (u.a. DER Reisebüro, DERPART und Kooperationspartner), die Hotelmarken lti, Club Calimera, Cooee, PrimaSol und Playitas Resort und der Direktveranstalter clevertours.com.

Über den NABU:
Der NABU engagiert sich seit 1899 für Mensch und Natur. Mit 660.000 Mitgliedern und Förderern ist er der mitgliederstärkste Umweltverband in Deutschland. Neben Vogel- und Artenschutz engagiert sich der NABU für den globalen Klimaschutz, setzt sich für eine nachhaltige europäische Agrarpolitik ein, kümmert sich um saubere Meere und vieles mehr. Die besondere Stärke des NABU liegt in der fachlichen Kompetenz und der praktischen Naturschutzarbeit seiner aktiven Mitglieder, die in über 2.000 Ortsgruppen organisiert sind. Zum Schutz unserer natürlichen Ressourcen tritt der NABU für die praktische Umsetzung einer Kreislaufwirtschaft ein, die sich durch die Vermeidung und Wiederverwertung von Abfällen auszeichnet.

Über die Kulturlandschaftsstiftungen:
Zur Bewahrung unserer Kulturlandschaften haben sich mehrere auf Länderebene tätige Naturschutzstiftungen zusammengefunden, um direkt und kooperativ mit den Landnutzern zusammen zu arbeiten und um die Biodiversität zu fördern. „Naturschutz durch Nutzung“ ist das Stichwort, unter dem sich die Tätigkeiten der Bayerischen KulturLandStiftung, Stiftung Kulturlandpflege Niedersachsen, Stiftung Kulturlandschaft Rheinland-Pfalz, Stiftung Kulturlandschaft Sachsen-Anhalt und die Stiftung Rheinische Kulturlandschaft zusammenfassen lassen. Die Stiftungen sind von den Vertretern der Landnutzer, also beispielsweise der Land- und Forstwirtschaft oder der Jägerschaft, gegründet worden. Unter dem Motto „Kooperation statt Konfrontation“ setzen die Stiftungen zahlreiche Naturschutzprojekte mit Landwirten um.


Für Presse-Rückfragen:
REWE Group-Unternehmenskommunikation,
Tel.: 0221-149-1050, E-Mail: presse@rewe-group.com

NABU-Pressestelle,
Tel.: 030-284984-1952, E-Mail: presse@NABU.de