Der Browser, den Sie nutzen, bietet nicht den nötigen Komfort und besitzt ggf. einige Sicherheitslücken, die neuere Browser nicht aufweisen. Bitte verwenden Sie den aktuellen Edge, Chrome, Firefox oder Safari.
Service-Hotline: +49 221 149 0 Kontakt English
Teile diesen Artikel

Das geistige Eigentum an allen Texten, Bildern, Klang und Software auf dieser Website liegt bei REWE Group,
oder wurde mit Genehmigung des jeweiligen Inhabers der entsprechenden Rechte verwendet.
Es ist gestattet dieses Seite zu betrachten, Extrakte auszudrucken, auf die Festplatte Ihres Computers zu speichern und an andere Personen weiterzuleiten. Es ist jedoch nicht gestattet solche Inhalte kommerziell zu nutzen, Inhalte auch in Teilen in Publikationen zu verwenden. Weitergehende Rechte sind mit der Nutzung dieser Website nicht verbunden.
REWE Group ist nicht verantwortlich für fremde Inhalte von Websiten auf die von dieser Seite verwiesen wird.

Tierwohl bei der REWE Group


Leitbild zur Nutztierhaltung der Zukunft

Die REWE Group hat 2015 ein Positionspapier veröffentlicht, das Vertragslieferanten zu besseren Haltungsbedingungen von Nutztieren bewegen soll. Die Publikation dokumentiert, für welche Werte die REWE Group steht und beschreibt, wodurch sich eine nachhaltigere Erzeugung tierischer Lebensmittel für alle Eigenmarken zukünftig auszeichnen soll. Bereits seit Jahren engagiert sich das Unternehmen intensiv für mehr Tierwohl und Tiergerechtigkeit. Ziel ist es, die bereits bestehenden Projekte weiterzuentwickeln.

Das vollständige Leitbild steht auf der Homepage der REWE Group bei unseren Nachhaltigkeits-Publikationen zum Download bereit.

Verzicht auf unbetäubte Ferkelkastration

Bereits im August 2015 hat die REWE Group das Ziel ausgesprochen, ab 2017 bei den Eigenmarken in Deutschland nur noch frisches Schweinefleisch zu vermarkten, das nicht von betäubungslos kastrierten Schweinen stammt. Die Mehrheit der Zulieferbetriebe konnte bis zum jetzigen Zeitpunkt eine Umstellung auf Alternativmethoden umsetzen, wodurch bereits rund 70 Prozent des von uns vertriebenen Fleisches diesen Anforderungen entspricht.

Von Verbänden und Erzeugerseite wird uns widergespiegelt, dass vorwiegend kleinbäuerliche Betriebe, insbesondere in Süddeutschland, hier noch vor großen Herausforderungen und hohen Hürden stehen. Gemeinsam mit den Lieferanten, die Schweine von eben solchen Kleinbauern beziehen, haben wir daher einen Entwicklungsplan erarbeitet, um möglichst bald eine Komplettumstellung zu erreichen. Wir zeigen damit den hohen Stellenwert des Themas, berücksichtigen aber auch, dass insbesondere kleinbäuerliche Strukturen erhalten bleiben müssen.

Wir können feststellen, dass wir innerhalb der Branche durch unseren frühzeitig erhobenen Anspruch viel für mehr Tierwohl bei Schweinen bewegen und erreichen konnten. Deshalb arbeiten wir auch weiterhin mit großem Engagement an diesem Thema.

Tierschutzlabel des Deutschen Tierschutzbundes

Das zweistufige Label des Tierschutzbundes als auch einzelne privatwirtschaftliche Tierwohlkonzepte zielen darauf ab, das Tierwohl zu verbessern. Die REWE Group testet daher in einzelnen Regionen und Märkten tierschutzgelabelte Hähnchenartikel. Je nach Akzeptanz der Produkte und Verfügbarkeit der Ware wird das Angebot auch auf weitere Märkte ausgeweitet.

Hähnchen

Die REWE Group hat das gesamte frische Hähnchenfleisch-Sortiment auf PRO PLANET umgestellt. Alle Hähnchenfleisch-Lieferanten des Unternehmens nehmen an diesem Programm teil. Das PRO PLANET Hähnchen-Programm hat neben seinen Nachhaltigkeitsaspekten in Bezug auf die Fütterung der Masthähnchen (gvo-freie Fütterung) auch eine erhebliche Tierwohlkomponente. In Summe halten diese Erzeugerbetriebe über 20 Mio. Tiere, die unter PRO PLANET-Kriterien aufgezogen werden. Diese Menge an Tieren entspricht genau dem Volumen, welches die REWE Group an Hähnchenfleisch vermarktet. Die Tiere erhalten 15 Prozent mehr Platz. Ergänzend werden in den Ställen Strukturelemente wie Picksteine und Strohballen aufgestellt. Diese Maßnahmen tragen dazu bei, dass sich aufgrund der Verringerung der Besatzdichten das Klima in den Ställen verbessert und auch die Einstreu trockener bleibt. Es zeigen sich folglich auch positive Effekte auf Konstitution und Sozialverhalten der Tiere. Die REWE Group hat mit allen Lieferanten eine vertragliche Rahmenvereinbarung getroffen, welche die Umsetzung der Kriterien regelt. Die Hähnchenerzeuger wurden stichprobenartig von PROVIEH und der REWE Group auditiert.

Die Maßnahmen zur Verbesserung der Haltungsbedingungen, die die REWE Group bereits seit 2013 als Vorreiter umgesetzt hat, gingen im Oktober 2015 in die branchenweite Initiative Tierwohl über.

Schweine

Die REWE Group setzt in einer engen Kooperation mit den beiden Bauernverbänden NRWs, dem Land­wirt­schafts­mini­sterium und der Land­wirt­schafts­kam­mer NRW ein Leuchtturmprojekt um, bei dem ca. 60 schweinehaltende Betriebe auf das routinemäßige Kürzens des Schwanzes verzichten. Der unversehrte Ringelschwanz bei Schweinen ist der geeignete Indikator dafür, ob es dem Schwein während seiner Lebensdauer gut ergangen ist. Wenn Haltungsbedingungen und Fütterung entsprechend den Bedürfnissen der Tiere angepasst werden, können Stress und gegenseitiges Schwanzbeißen reduziert werden. Die REWE Group unterstützt und fördert solche Tierwohlentwicklungen mit dem langfristigen Ziel, das Fleisch aus solchen Leuchtturmprojekten in REWE Märkten gesondert zu vermarkten.

Zertifizierte Weidemilch bei REWE

Seit Sommer 2017 bietet REWE Weidemilch unter der Eigenmarke REWE Beste Wahl mit dem Siegel „PRO WEIDELAND - Deutsche Weidecharta“ an. Das Siegel, das vom Grünlandzentrum Niedersachen/ Bremen e.V. vergeben wird,  gewährleistet die Einhaltung von verbindlichen Nachhaltigkeits- und Tierwohlkriterien für die Erzeugung und Vermarktung von Weidemilchprodukten. So stammt die zertifizierte Weidemilch von Kühen, die an mehr als 120 Tagen im Jahr für mindestens sechs Stunden täglich auf der Weide grasen. Jeder Kuh stehen mindestens 2.000 Quadratmeter wertvolles Dauergrünland zur Verfügung davon mindestens 1.000 Quadratmeter als Weidefläche. Neben dem Futter von Wiesen und Weiden kommt ausschließlich gentechnikfreies Futtermittel zum Einsatz. Auch die Umwelt profitiert: Durch die Weidehaltung von Kühen bleibt das Weideland in seiner charakteristischen Form erhalten und somit wichtiger Lebensraum zahlreicher Pflanzen und Tiere. Neben den positiven Effekten für Umwelt und Tiere trägt das Siegel auch zu einer einheitlichen und transparenten Kennzeichnung von Weidemilchprodukten im Sinne der Verbraucher bei.

Die zertifizierte, frische Weidemilch von REWE Beste Wahl gibt es in verschiedenen Fettstufen zunächst in ca. 1.400 REWE-Märkten in NRW, Hamburg, Bremen, Berlin, Niedersachsen, Mecklenburg Vorpommern, Brandenburg,  Sachsen Anhalt, Sachsen, Thüringen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland.

Verzicht von Käfighaltungseiern auch bei verarbeiteten Produkten

Die REWE Group Vertriebslinien REWE und PENNY führen in Deutschland bereits seit 2010 nur noch Schaleneier aus Boden- und Freilandhaltung, die den Anforderungen des Vereins für kontrollierte alternative Tierhaltungsformen e.V. (KAT) entsprechen. 2012 hat sich das Unternehmen dazu entschlossen, auch bei verarbeiteten Produkten auf den Einsatz von Käfigeiern bzw. Eiern aus Kleingruppenhaltung in Deutschland zu verzichten.

Die REWE Group hat das Ziel, bis spätestens 2025 in allen Auslandsgesellschaften den Handel mit Käfigeiern zu beenden. Der Umstand, dass insbesondere in den osteuropäischen Regionen der überwiegende Anteil der Legehennen in ausgestalteten Käfigen gehalten werden verzögert eine sofortige Umsetzung dieser Vorgaben in diesen Ländern.

Verzicht auf Schnäbelkürzen und Kükenschreddern bei Legehennen

Bei REWE und PENNY gibt es Frischeier, bei denen - anders als in der konventionellen Legehennenhaltung üblich - auf das Schnabelkürzen der Legehennen verzichtet wird  und zusätzlich auch die männlichen Küken aufgezogen werden.

Eine intensivere Betreuung durch die Landwirte und Beschäftigungsmaterial wie Strohballen erlauben es, die Schnäbel der Hühner lang zu lassen. Das erspart den Tieren einen schmerzhaften Eingriff und sie können artgerecht scharren und picken. Die Legehennen bekommen eine auf ihre Bedürfnisse angepasste gentechnikfreie Fütterung.

Darüber hinaus werden ihre Brüder, die normalerweise direkt nach Schlupf getötet werden aufgezogen und das sogar doppelt so lange wie konventionelle Masthähnchen. Auch sie erhalten Beschäftigungsmaterial und werden gentechnikfrei gefüttert.

Die Eier sind in allen teilnehmenden REWE-Märkten unter der Exklusiv-Marke „Spitz & Bube“ erhältlich. Zunächst wurden die Spitz & Bube-Eier ausschließlich aus Freilandhaltung angeboten. Angesichts des großen Erfolgs hat die REWE Group das Projekt nun auf weitere Haltungsformen ausgeweitet: Seit Herbst 2017 gibt es die Spitz & Bube-Eier in ausgewählten REWE-Märkten auch als Bodenhaltungseier und in Bio-Qualität.

Als erster Discounter in Deutschland führt PENNY (seit 01.02.2017) mit seinen „Herzbube-Eiern“ national Frischeier aus Bodenhaltung im Sortiment, bei denen ebenfalls auf das Kürzen der Schnäbel der Legehennen verzichtet und die männlichen Küken aufgezogen wurden. Zudem erhalten die Tiere gentechnikfreies Futter (VLOG-Logo).

Seit September 2017 sind in den Märkten der REWE Group (REWE und PENNY) keine konventionellen Eigenmarken-Eier mehr erhältlich, die von Legehennen mit gekürztem Schnabel stammen. Branchenverbände der Geflügelwirtschaft hatten sich mit dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft im vergangenen Jahr darauf geeinigt, ab dem 1. Januar 2017 auf die Einstallung von schnabelgekürzten Junghennen zu verzichten. Aufgrund der Lebenserwartung von Legehennen sind somit spätestens Mitte 2018 Eier von Legehennen mit gekürztem Schnabel aus den Märkten verbannt – die REWE Group setzt dies als eines der ersten Handelsunternehmen in Deutschland vorzeitig bis Ende 2017 um. Bio-Eier sind von dieser Maßnahme ausgeschlossen, da hier die Unversehrtheit der Schnäbel bereits verpflichtend ist.

Gemeinsame NRW-Erklärung zum Verzicht auf das Kürzen des Schnabels bei Puten

Das Land Nordrhein-Westfalen beabsichtigt, Geflügel ab Ende 2016 nicht mehr routinemäßig die Schnäbel zu kürzen. Damit wollten die Geflügelhalter bisher verhindern, dass sich die Tiere gegenseitig verletzen. Auf dieses Ziel für mehr Tierschutz einigten sich im Juni 2015 Vertreter von Politik, Landwirtschaft, Einzelhandel und Tierschutz in einer gemeinsamen Erklärung. Zu den Unterzeichnern gehören neben Landwirtschaftsminister Johannes Remmel (Grüne) auch die Landwirtschaftsverbände, der Geflügelwirtschaftsverband NRW, der Tierschutzverband "Provieh" sowie Lidl und die REWE Group.

Initiative Tierwohl

Wir sind zudem überzeugt davon, dass flächendeckend mehr Tierwohl in der Nutztierhaltung nur gemeinsam erreicht werden kann. Deshalb haben wir uns dem Branchenbündnis Initiative Tierwohl angeschlossen und leisten hierfür einen erheblichen finanziellen Beitrag. Mit diesem Geld werden Tierhalter für die Umsetzung von Maßnahmen honoriert, die über die gesetzlichen Vorgaben hinausgehen. Schon heute profitieren über 255 Mio. Schweine, Hähnchen und Puten von der Umsetzung der Kriterien auf mehr als 3.000 Betrieben. Das ist mehr als jeder Ansatz zuvor erreicht hat. Kürzlich hat sich die Initiative Tierwohl in einem Entwurf auf Eckpunkte der Weiterentwicklung verständigt. Dabei wurde unter anderem festgehalten, dass durch die Erweiterung der Finanzausstattung um 35 Millionen Euro auf 100 Millionen Euro pro Jahr noch mehr schweinehaltende Betrieben teilnehmen können. In der Initiative Tierwohl wurden messbare Tierwohlkriterien definiert, die in enger Zusammenarbeit von Wirtschaft, Wissenschaft und Tierschutz entwickelt worden sind. Diese Kriterien gehen deutlich über gesetzliche Regelungen in der EU und Deutschland hinaus.