Die Jahre 2001 bis 2008

2001

Die Übernahme der LTU-Reiseveranstalter (JAHN REISEN, TJAEREBORG, Meier's Weltreisen) untermauert die Position im Spitzentrio der Touristikbranche. Zugleich beteiligt sich die REWE zu 40 Prozent an der Fluggesellschaft LTU Lufttransport GmbH, Düsseldorf. Die REWE stärkt durch den Kauf der italienischen Handelskette STANDA ihre Position in Italien.

2002

Erstmals im deutschen Lebensmittelhandel bieten 500 REWE-Supermärkte ihren Kunden TÜV-geprüfte Einkaufsqualität, die der TÜV Rheinland Berlin Brandenburg regelmäßig überprüft. Die REWE feiert ihr 75-jähriges Bestehen.
In Ungarn konzentriert die REWE ihre Aktivitäten im Lebensmittelhandel auf die Expansion des Discountmarktführers PENNY und verkauft 13 BILLA-Supermärkte. Bei Produktion und Vertrieb von tagesfrischen Backwaren kooperieren REWE und Edeka. Die REWE übernimmt eine 50-Prozent-Beteiligung an der Schäfer's Brot- und Kuchen-Spezialitäten GmbH & Co. KG, Lehrte.

2003

Mit der Übernahme der schweizerischen Bon appétit Group, Volketswil/Zürich, weitet die REWE ihr Auslandsengagement in der Schweiz aus und steigert ihren Auslandsumsatz auf über zehn Milliarden Euro. Die Bon appétit Group (PickPay, Primo, Visavis, Prodega CC, Howeg, Magro und Aldis Service Plus) ist mit rund 5.000 Beschäftigten und einem Umsatz von über zwei Milliarden Euro dritte Kraft im eidgenössischen Lebensmittelhandel.

2004

Nach dem Ausscheiden des langjährigen Vorstandsvorsitzenden Hans Reischl war 2004 ein Jahr des Umbruchs und der Erneuerung. Die REWE Gruppe überschritt erstmals die 40-Milliarden-Euro-Marke.

Die Karstadt Warenhaus AG und die REWE bilden für das Lebensmittelgeschäft der Kaufhäuser das Joint Venture Karstadt Feinkost GmbH. Seit dem 1. Januar 2005 werden die Lebensmittelabteilungen in 70 Karstadt-Häusern gemeinsam betrieben.

Im Rahmen eines Joint Venture mit der Marta-Gruppe aus Moskau wird eine Supermarktkette in der Russischen Föderation aufgebaut. Bislang von Marta betriebene Supermärkte werden auf das REWE Brand BILLA umgestellt.

2005

Das Jahr 2005 steht für eine grundsätzliche Neupositionierung der REWE Group. Auf der Basis einer Gesamtstrategie für die Unternehmensgruppe wurde ein "Acht-Punkte-Programm" aufgelegt, das die Stärkung der Kerngeschäfte Lebensmittelhandel und Touristik, die zielstrebige Internationalisierung und die Steigerung der Finanz- und Ertragskraft in den Vordergrund stellt. Grundlegende Strukturreformen werden eingeleitet.

Zum 1. Januar wird die Handelsgesellschaft Kaiser + Kellermann OHG mit 38 Globus SB-Warenhäusern zu 100 Prozent übernommen, die in das Vertriebsnetz der Gruppe integriert werden. Mit der Dohle-Handelsgruppe (HIT-Märkte) wird eine strategische Partnerschaft für Einkauf und Logistik vereinbart.

Im Rahmen einer Kooperation mit dm-drogeriemarkt überträgt der führende Drogeriemarkt-Händler seine Zentralregulierung ab 2006 auf die REWE. Unter der Marke Vierlinden wird der erste Bio-Supermarkt der Gruppe in Düsseldorf eröffnet.

Im Ausland wird das Großverbraucher-Geschäft in der Schweiz und in Frankreich in dem mit der Schweizerischen coop gegründeten Joint Venture transGourmet gebündelt. Die Einzelhandelsmärkte in der Schweiz (pick pay) und die PENNY-Discounter in Frankreich werden verknüpft. In der Slowakei wird die Marktposition durch Übernahme der Delvita-Märkte, in Kroatien durch den Erwerb der Minaco-Gruppe ausgebaut. In Moskau eröffnet die Unternehmensgruppe die REWE-Repräsentanz.

 

2006

Die neue Dachmarke REWE Group samt Logo wird als Zeichen für eine Neupositionierung der Konzernzentrale eingeführt. Dabei werden Strategien zur Stärkung der Kerngeschäfte Handel und Touristik entwickelt, Internationalisierung und Expansion weiter vorangetrieben. So gründet die REWE Group mit selbstständigen Handelsunternehmen das europäische Bündnis COOPERNIC. Am 25. September dann der "Big Bang": Rund 3.000 Supermärkte flaggen auf die einheitliche Vertriebsmarke "REWE" um: miniMal, HL, Stüssgen und Otto Mess gehen von nun an in der "neuen REWE" auf.

Oktober 2006: Die REWE Group weitet als erster deutscher Lebensmittelhändler das QS-Siegel von Fleisch und Geflügel auf Obst und Gemüse aus. Intern wird die Neuorganisation weiter forciert: Mehr Selbstständigkeit für die Strategischen Geschäftseinheiten sowie konsequente Kundenorientierung mit innovativen Konzepten sind das Ziel der neuen Organisationsstruktur der REWE Group.

Im November wird Josef Sanktjohanser, Vorstandsmitglied der REWE Group, neuer Präsident des Hauptverbandes des Deutschen Einzelhandels (HDE), ehe im letzten Monat des Jahres die Bestellung von Alain Caparros zum Vorstandsvorsitzenden der REWE Group folgt.

2007

Auf die Einführung der neuen REWE-Vertriebsmarke im Jahr zuvor folgt unter dem Namen "REWE" die neue Produktwelt auf Markenartikelniveau. PENNY startet mit der neuen Bioproduktlinie Naturgut. Im März ist dann Premiere für die neue, kundenfreundliche Nährwertkennzeichnung der REWE Group auf dem Ernährungstag von EuroCommerce in Brüssel. Zeichen setzen heißt es im Mai: Auf die wachsende Wirtschaftskriminalität reagiert die REWE Group mit der Einführung eines professionellen Antikorruptionssystems und der Benennung eines Ombudsmannes.

Der toom BauMarkt stößt in die Spitzengruppe der Branche vor. Nach der erfolgreichen Integration von 133 Marktkauf-Baumärkten ist die Fachmarkt-Tochter der REWE Group im Mai die neue Nummer drei auf dem deutschen Markt. Ein ereignisreicher Monat, denn ebenfalls im Mai lädt die REWE Group Lieferanten und Investoren zu einem Innovationsforum ein - in dieser Ausprägung erstmals in ihrer 80-jährigen Geschichte. Mit der Travemünder Deklaration besiegelt die REWE Group am 26. Juni ihre unternehmerische Selbstständigkeit: Vorstand und Aufsichtsrat, Anteilseigner und Kaufleute bekennen sich zur genossenschaftlichen Struktur des Unternehmens.

Die REWE Group ist größter Lebensmittelspender der Deutschen Tafeln: Im Beisein von Bundespräsident Horst Köhler gibt Vorstandsvorsitzender Alain Caparros am 6. Juli den Startschuss für bundesweit 2.000 PENNY-Märkte zum aktiven Tafel-Engagement. Außer dem Discounter spenden bereits seit 1996 täglich 3.000 REWE- und toom-Märkte sowie Zentralläger an die Tafeln.

In Osteuropa wird weiter expandiert: Mit COOPERNIC erschließt die REWE Group im November die baltischen Staaten Lettland und Litauen. In der deutschen Heimat wird einen Monat später das neue REWE-Kleinflächenkonzept gestartet, das den Kunden vor allem in Innenstadt-Lagen ein breitgefächertes Sortiment gewährleistet.

2008

Im März 2008 stärkt die REWE Group ihr B2B-Geschäft durch den Erwerb des 50-prozentigen Anteils der Otto Group am Selbstbedienungsgroßhandel FEGRO/SELGROS. Damit endet das seit 1989 bestehende Joint Venture.

PENNY in Tschechien übernimmt 158 PLUS Märkte, die 2007 einen Umsatz von umgerechnet rund 520 Millionen Euro erwirtschafteten. Mit der Akquisition verdoppelt PENNY sein Filialnetz nahezu und festigt seine Position als Branchenführer in Tschechien.

Um auch in innerstädtischen und hoch verdichteten Gebieten die Versorgung der Verbraucher sicherzustellen, stellt die REWE im April 2008 ihr City-Markt-Konzept vor. Die Supermärkte mit Verkaufsflächen von 500 bis 1.000 Quadratmetern bedienen den Trend hin zu einer qualitativ hochwertigen und umfassenden Nahversorgung in Städten ab 100.000 Einwohner.

Mitte September 2008 feiert PENNY seinen 35. Geburtstag. Der Discounter bedankt sich bei Kunden und Mitarbeitern mit Rabattaktionen und Gewinnspielen. 1973 eröffnete der erste PENNY Markt in Limburg an der Lahn. Mittlerweile ist PENNY eine der größten Discountketten in Deutschland. Auch im süd- und osteuropäischen Ausland wächst PENNY erfolgreich.

Als erstes Einzelhandelsunternehmen verlegt die REWE Group im Oktober 2008 ein eigenes Lifestyle-Frauenmagazin. Laviva bietet für 80 Cent neben Ratgeber- und Lifestyle-Themen auch Coupons für Gratisprodukte bzw. Preisnachlässe. Die REWE Group und Coop Schweiz gründen ein Joint Venture, um ihre internationalen Cash&Carry- und Belieferungsaktivitäten zu bündeln und gemeinsam neue Absatzpotenziale zu erschließen. Und die Glocken Bäckerei baut ebenfalls im Oktober 2008 die modernste Großbäckerei Deutschlands. In Bergkirchen entsteht das 80-Millionen-Euro-Projekt, das 400 neue Arbeitsplätze schafft.

Im November 2008 stärkt PENNY durch die Übernahme von 328 PLUS Filialen (bis April 2009) seine Präsenz in ländlichen Regionen und städtischen Ballungsgebieten. Das Vertriebsnetz des Lebensmitteldiscounters der REWE Group wächst damit bundesweit auf 2.049 Standorte.

Die erste REWE Tafelwoche im November 2008 wird ein großer Erfolg. Die REWE Supermärkte bewerben sechs REWE-Produkte und spenden zehn Prozent ihres Wochenumsatzes in Form von Lebensmitteln an die Tafeln. Die Bedürftigen erhalten so Waren im Wert von 120.000 Euro.

Im Dezember 2008 übernimmt die österreichische REWE-Tochter EUROBILLA 13 Supermärkte des russischen Handelsunternehmens Njam Njam in Moskau. Damit weitet die REWE Group das Vertriebsnetz ihrer Supermärkte in Russland auf 56 Standorte aus und forciert so das Wachstum in diesem strategisch wichtigen Markt.

Die REWE Group hat sich feste Grundwerte gegeben, um die eigene Identität zu stärken.
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