Rewe Touristik: Reiseklima hellt sich auf
Köln, 28.02.04
Neue Impulse durch Fernreisen erwartet
In einem für die gesamte Touristik schwierigen Jahr 2003 mit Terroranschlägen, Irak-Krieg, der Lungenseuche Sars in Asien oder Naturkatastrophen wie die Waldbrände in den USA hat die Rewe Touristik trotz rückläufiger Umsatzzahlen ihre Position als
Nummer Drei der Branche nicht nur behauptet, sondern den Abstand zum Spitzenduo weiter verkürzt. „Während die beiden übrigen Reiseveranstalter bis zu zweistellige Umsatzverluste hinnehmen mussten, haben wir im vergangenen Jahr vergleichsweise gut abgeschnitten, da wir flexibel genug aufgestellt sind, um auf sich ändernde Marktgegebenheiten schnell reagieren zu können“, erläuterte der Rewe-Vorstandsvorsitzende Hans Reischl auf der Rewe-Jahrespressekonferenz am Aschermittwoch (25.2.) in Köln. Eine Aufhellung des Reiseklimas sei aber unverkennbar. Für 2004 rechne er wieder mit weit mehr als 4,4 Millionen Urlaubsgästen und einem Zuwachs beim Veranstalter-Umsatz der Marken ITS, Jahn
Reisen, Tjaereborg, Dertour, Meier’s Weltreisen und ADAC Reisen, der mit 2,6 Milliarden Euro 2003 knapp drei Prozent unter den Vorjahreszahlen lag. „Insbesondere im Bereich der Fernreisen, in dem unsere Veranstalter Dertour, Meier’s Weltreisen uns ADAC-Reisen Marktführer sind, spüren wir einen erfreulichen Nachholbedarf“, so Reischl. Trotz eines Rückgangs des Gesamtumsatzes von 6,9 Prozent auf 4,1 Milliarden Euro behauptete die Rewe Touristik ihren Marktanteil von 17 Prozent.
Die Härte des Wettbewerbs zeigte sich deutlich am Vertriebsumsatz der Reisebüros der Rewe Touristik, der mit 1,85 Milliarden Euro 210 Millionen Euro oder 10,4 Prozent hinter dem Umsatz des Vorjahres blieb. DER Business Travel lag mit einem Minus von 6,4 Prozent besser als der Durchschnitt.
In Anbetracht der tiefgreifenden Herausforderungen, vor denen die Branche steht, war die gezielte Strukturbereinigung und Optimierung der Reisebüroketten Atlas Reisen und DER Reisebüro um so wichtiger. Das Agenturnetz wurde per Saldo um 28 Standorte oder 3,4 Prozent auf nunmehr 807 konzerneigene Reisebüros gestrafft. Der unkonsolidierte Umsatz einschließlich DER Business Travel lag bei rund vier Milliarden Euro. Die Anzahl der Beschäftigten hat sich um drei Prozent auf 7.740
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Rewe Touristik verringert.
Nach einem harten aber erfolgreichen Sanierungskurs in den vergangenen zwei Jahren rechnet der Ferienflieger LTU, an dem die Rewe zu 40 Prozent beteiligt ist, für 2004 unter dem Strich erstmals wieder mit einem kleinen Gewinn. Nach der zügigen Umrüstung auf eine reine Airbusflotte mit 24 Fliegern verfügt LTU über eine der jüngsten und modernsten Flotten in Europa. Die Gesamtauslastung lag 2003 bei 87 Prozent. Der Umsatz konnte trotz rückläufiger Branche nahezu gehalten werden. Wegen der verbesserten Auslastung der angstreckenflüge rechnet der Ferienflieger 2004 mit einem deutlichen Umsatzzuwachs.
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