Rewe: Im Ausland erstmals über zehn Milliarden Euro Umsatz
Köln, 28.02.04
Auslandsanteil im Lebensmittelhandel auf 29 Prozent gestiegen
Die Kölner Rewe-Handelsgruppe ist im Geschäftsjahr 2003 auf dem Weg zur Internationalisierung des Unternehmens einen weiteren großen Schritt vorangekommen. Mit einem Umsatzplus von 1,8 Milliarden Euro oder 21,7 Prozent wurde erstmals die Umsatzschwelle von zehn Milliarden Euro überschritten. Neben einer guten organischen Entwicklung schlägt dabei in erster Linie die Akquisition der Schweizer Bon appétit Group zu Buche, deren Umsatz erst ab Juli 2003 konsolidiert
wurde. „Der Auslandsanteil am Lebensmittelhandel der Rewe-Gruppe ist im vergangenen Jahr auf 29 Prozent gestiegen“, erläuterte der Rewe-Vorstandsvorsitzende Hans Reischl auf der Rewe-Jahrespressekonferenz am Aschermittwoch (25.2.) in Köln. Maßstab für den Erfolg sei aber nicht ein rein quantitatives Wachstum, sondern eine solide etriebswirtschaftliche Entwicklung. Das Auslandswachstum müsse in einem überschaubaren Zeitraum einen klar messbaren Beitrag zur Wertschöpfung des gesamten Unternehmens leisten, unterstrich Reischl.
In Westeuropa (ohne Deutschland) steigerten die 2.388 Einzelhandelsmärkte der Rewe-Gruppe (+208) ihren Umsatz um 1,7 Milliarden Euro oder 28,3 Prozent auf 7,6 Milliarden Euro. Die Rewe Austria legte mit ihren Billa-, Merkur-, Mondo-, Emma- und
Bipa-Filialen in Österreich – dem größten Auslandmarkt der Rewe-Gruppe – um 4,7 Prozent auf einen Umsatz von 4,3 Milliarden Euro (netto) zu. In den 1.785 Filialen (+32) der Alpenrepublik waren im vergangenen Jahr 24.300 Mitarbeiter beschäftigt. Durch die Kooperation mit dem führenden selbständigen Lebensmittelhändler Sutterlüty in Vorarlberg baute die Rewe Austria ihre Marktführerschaft in Österreich nochmals aus.
Rund ein halbes Jahr nach der Übernahme der Schweizer Bon appétit Group kommen die Planungen für die strategische Neuausrichtung des Unternehmens und die Integration in die Rewe-Handelsgruppe gut voran.
In Italien verzeichnete die Rewe-Gruppe einen Umsatzzuwachs von knapp sieben Prozent auf über 1,6 Milliarden Euro. Die inzwischen mehrheitlich modernisierten Standa-Märkte sind auf einem guten Weg. Überdurchschnittlich entwickelten sich auch die großflächigen Iperstanda-Märkte und der Discounter Penny, der mit Apulien eine neue Region erschloss.
In Osteuropa stieg der Umsatz in acht Ländern organisch um 4,4 Prozent auf 2,4 Milliarden Euro. In den Ländern Tschechien, Slowakei, Rumänien, Bulgarien, Kroatien, in denen die Rewe mit der Marke Billa aktiv ist, untermauerte die Handelsgruppe ihre Marktposition. Das gleiche gilt für die Discounter in Tschechien, Ungarn und Rumänien sowie die Selgros Cash & Carry-Märkte in Polen und Rumänien. Das Ertragsniveau in Osteuropa war 2003 durchweg erfreulich.
Ingesamt hat sich die Anzahl der Einzelhandelsmärkte im Ausland gegenüber dem Vorjahr per Saldo um 236 auf 2.884 Standorte erhöht. Die Zahl der Beschäftigten stieg um 10,5 Prozent auf 56.814. Im laufenden Jahr wird die Rewe-Gruppe die Auslandsexpansion entschlossen weiter vorantreiben und rund 100 Märkte neu eröffnen. Knapp die Hälfte davon im Discount-Bereich (Penny, XXL und Pick Pay).
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