Neue Russland-Akquisition treibt Auslandswachstum der REWE Group an
Köln, 03.04.06
220 Neueröffnungen 2006 in 13 Ländern – Auslandsumsatz 2005 auf 11,1 Mrd. Euro gesteigert – Drei-Milliarden-Schwelle in Osteuropa überschritten
Mit einer am Wochenende abgeschlossenen Akquisition von 15 Supermärkten in Moskau gibt die REWE Group ihrem Auslandsgeschäft weiteren Auftrieb. „Wir sind damit auf dem russischen Wachstumsmarkt, den wir erst 2004 betreten haben, einen gewaltigen Schritt vorangekommen. Wir erwarten allein durch diesen Neuerwerb, mit dem wir die Anzahl unserer Märkte in Moskau auf einen Schlag verdoppeln, eine Umsatzsteigerung in Russland von 50 bis 60 Prozent im laufenden Jahr“, sagte Dr. Achim Egner, Vorstandssprecher der REWE Group, am Montag (3.4.) auf der Jahrespressekonferenz in Köln. Die über die Auslandstochter Eurobilla erworbenen Standorte von bislang unter Prodmak und Grossmart geführten Lebensmittelmärkten in Moskau werden auf das internationale Supermarktformat der REWE Group unter der Marke BILLA umgestellt und in das Vertriebsnetz integriert. Bis Ende des Jahres soll die Supermarktkette von jetzt 32 auf 40, bis zum Jahre 2008 auf 80 bis 100 Märkte ausgeweitet werden. Das Russland-Geschäft wird in einem Joint Venture mit der russischen Marta Group betrieben.
Insgesamt will die REWE Group ihre Auslandsexpansion im laufenden Jahr mit 220 Neueröffnungen in den 13 europäischen Ländern vorantreiben, in denen sie außerhalb des deutschen Heimatmarktes vertreten ist. Im Geschäftsjahr 2005 ist der Auslandsumsatz trotz Abgabe von Penny Frankreich und Pick Pay in der Schweiz um 4,9 Prozent auf 11,1 Milliarden Euro gestiegen. Damit hat sich der Anteil des Auslandsumsatzes am Konzernumsatz der REWE Group auf über 32 Prozent erhöht. Besonders dynamisch war die Entwicklung im vergangenen Jahr in Osteuropa, wo die REWE Group mit 640 BILLA-, miniMAL-, Penny-, XXL- und Selgros-Märkten erstmals die Umsatzschwelle von drei Milliarden Euro überschreiten konnte. Der Umsatz ist in dieser Region um mehr als 15 Prozent gestiegen. Die größten Zuwächse wurden durch die Expansion mit Penny-Discount-Märkten in Rumänien und mit BILLA-Supermärkten in Kroatien erzielt. In
Rumänien und Polen sind die gemeinsam mit dem Otto-Versand, Hamburg, betriebenen Selgros Cash&Carry-Märkte wichtiger Umsatz- und Wachs-tumsträger. Mit 235 BILLAund Penny-Märkten führt Tschechien die Umsatzhitliste der REWE Group in Osteuropa an (665 Millionen Euro). Es folgen Rumänien (660), Polen (565) und Ungarn (420). In Tschechien und Ungarn behaupten die mehr als 300 Penny-Filialen trotz eines sich intensivierenden Discountwettbewerbs ihre Marktführerschaft.
Im westeuropäischen Ausland haben 2.263 BILLA-, Merkur-, Standa-, Penny- und Bipa- Märkte ihren Umsatz 2005 auf 8,1Mrd. Euro (+1,1 Prozent) gesteigert. Das moderate Wachstum ist auf Desinvestitionen im schweizerischen Einzelhandel und im französischen Discountsegment zurückzuführen. Die umsatzstärkste Auslandstochter ist die REWE Group Austria, die ihre Position als Marktführer im österreichischen Lebensmittelhandel mit einem Umsatz von mehr als 4,4 Mrd. Euro allein auf dem Heimatmarkt (+1,8 Prozent) untermauert hat. Mit einer überdurchschnittlichen Zuwachsrate von 5,3 Prozent hat die REWE Group Italia das Geschäftsjahr abgeschlossen. Zum Gesamtumsatz von 1,7 Mrd. Euro hat insbesondere die expansive Discountlinie Penny mit einer Umsatzsteigerung von mehr als sechs Prozent beigetragen.
Insgesamt betreibt die REWE Group im europäischen Ausland 2.903 Märkte mit 82.450 Beschäftigten. Der Gesamtumsatz der Nummer 3 des europäischen Lebensmittelhandels ist 2005 um 2,2 Prozent auf 41,7 Mrd. Euro gestiegen. Die REWE Group beschäftigt in Europa 260.594 Mitarbeiter in 11.804 Märkten.
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