
Kältemittel ist nicht gleich Kältemittel: Um klimarelevante Emissionen zügig und wirksam zu reduzieren, erprobt die REWE Group in ihren Märkten und Lagern, welche Stoffe umweltverträglich und kostengünstig zugleich sind. Der Verlust von Kältemitteln lässt sich nie ausschließen - zu schnell ist etwa durch unsachgemäße Bedienung oder Verschleiß eine Leckage in der Kühlleitung entstanden. Anfang der 1990er Jahre erkannten Experten, dass Kältemittel mit FCKW, wie R12, R22 und R502, erheblich zum Treibhauseffekt beitragen. Diese Kältemittel wurden daher verboten. R12 und R502 mussten gegen Kältemittel ohne Ozonabbaupotenzial ausgetauscht werden. R22 wurde im Jahr 2000 in neuen Anlagen verboten, darf jedoch noch bis Ende 2014 in Bestandsanlagen verwendet werden.
Nach dem Verbot von R22 kamen neue Kältemittel auf den Markt, darunter R134a und R404A. Die REWE Group setzt, trotz höherer Investitionskosten, in vielen Bereichen auf das klimafreundlichere R134a. Denn dessen Treibhauspotenzial beträgt nur 1.300 gegenüber 3.784 bei R404A. Darüber hinaus sind Industrie und Handel gefordert, auch alternative klimafreundlichere Kältemittel einzusetzen. Dementsprechend testet die REWE Group derzeit CO2 in den Tiefkühlkälteanlagen in rund 10 Märkten.
Die Vorteile überzeugen: nur CO2 als Kältemittel trägt nicht zum Abbau bei, hat einen vernachlässigbaren Treibhauseffekt, ist chemisch inaktiv, nicht brennbar und ungiftig. Außerdem ist CO2 kostengünstig und muss nicht zurückgewonnen und entsorgt werden. Hinzu kommt eine sehr hohe Kälteleistung, die etwa dem Fünf- bis Achtfachen von R22 entspricht. Bei positiven Testergebnissen überlegt das Unternehmen, den Tiefkühlbereich weiterer Filialen auf CO2 umzustellen. Darüber hinaus nutzt die REWE Group das klimafreundlichere Ammoniak zur Kühlung in den Großkälteanlagen der Zentrallager. Auch die weniger klimaschädlichen Kältemittel Propan und Butan werden standardmäßig in rund 10.000 Tiefkühltruhen von REWE und PENNY eingesetzt, davon 8.500 in Deutschland.