Bewerbungstipps

Der erste Eindruck ist entscheidend

In der Regel ist die schriftliche Bewerbung Ihre erste Visitenkarte. Schon deswegen ist es wichtig, dass das Bewerbungsschreiben absolut einwandfrei ist. Sie sollten auf jeden Fall die geltenden Standards beachten - was nicht heißt, dass Ihre Bewerbung nicht auch individuell sein darf. Schließlich sind Sie kein Roboter, sondern wollen ja auch ihre persönliche Note vermitteln.


Falls Sie über ein Profil auf Social Media Plattformen verfügen, entfernen Sie vor Ihrer Bewerbung Fotos und Kommentare, die bei Ihrem zukünftigen Vorgesetzen für keinen guten Eindruck sorgen würden. Mit einem professionellen und seriösen Profil können Sie diese Netzwerke zur Informationssuche und Kontaktaufnahme nutzen. Auch uns finden Sie auf Facebook.

 

Was gehört zur schriftlichen Bewerbung?

  • das persönliche Bewerbungsanschreiben
  • der tabellarische Lebenslauf
  • ein professionelles Passfoto
  • die Zeugniskopien (letztes Schuljahr und ggf. letztes Halbjahreszeugnis)
  • und alle weiteren in der Stellenanzeige ausdrücklich verlangten Unterlagen

Alle Unterlagen sollten das Format DIN A4 haben. Verfassen Sie bitte alle Dokumente mit Hilfe eines Computers.

 

Im Falle einer Bewerbung per Post legen Sie den Lebenslauf und die Kopien in einen hochwertigen und neutralen Klemmhefter. Verwenden Sie am besten neutrales Papier, namentliche Prägungen wirken oft zu protzig.

 

Wenn Sie Ihre Bewerbung per E-Mail senden, nutzen Sie immer Ihre persönliche E-Mail-Adresse. Diese sollte seriös klingen und eine Verbindung zu Ihrem Namen herstellen. Nennen Sie in der Betreffzeile die angestrebte Position, das Aufgabengebiet oder den Titel der Anzeige. Vermeiden Sie E-Mail-übliche Umgangssprache (mfg, asap, *g*, durchgehende Kleinschreibung, Smileys, etc.) bei Bewerbungen. Senden Sie Motivationsschreiben und Lebenslauf sowie alle relevanten Unterlagen als Anhang, die bevorzugt eine PDF-Datei ist.

 

Wenn etwa auf ein Online-Bewerbungsverfahren hingewiesen wird, halten Sie sich an die gewünschte Bewerbungsart und stellen Sie alle geforderten Unterlagen bereit.

 

Das Bewerbungsschreiben

Inhaltlich gilt hier:

  • Fassen Sie sich kurz. Sagen Sie klar und deutlich, warum Sie sich für Ihren Wunschberuf entschieden haben, warum Sie sich für uns entschieden haben und warum Sie der/die Beste für die entsprechende Position sind.
  • Erfährt der Leser, wann und mit welchem Abschluss Sie Ihre Schulausbildung abschließen möchten?
  • Am Schluss des Anschreibens sollten Sie noch um eine Gelegenheit bitten, sich persönlich vorzustellen.
  • Angaben über besondere Aktivitäten, z. B. im Sportverein, in der Jugendarbeit oder der Kirchengemeinde schaden nie. Ehrenämter zeigen die Bereitschaft, sich zu engagieren.
  • Wichtig: Formulieren Sie direkt und selbstbewusst statt zögerlich und fragend.

Formal gilt hier:

  • Vermeiden Sie im Idealfall jegliche Rechtschreibfehler. Im Zweifel die Eltern oder den ehemaligen Deutschlehrer kurz über den Text schauen lassen. Das ist nicht peinlich, sondern nur vernünftig. Für die allergröbsten Schnitzer tut es auch die Rechtschreibprüfung unter Word.
  • Der Absender gehört oben links hin, und zwar mit Name, Adresse, Telefonnummer und - wenn vorhanden - mit E-Mail-Adresse. Auch das Datum sollte stimmen.
  • Steht unter Ihrem Absender unsere korrekte Anschrift sowie der Name Ihrer Ansprechperson in richtiger Schreibweise?
  • Vor den Betreff gehört weder ein "Betreff" noch wird er fett geschrieben. Er sollte die richtige Berufsbezeichnung und den Fundort des Ausbildungsstellenangebots enthalten.
  • Bitte nicht mehr als eine Seite schreiben. Das wirkt unentschlossen und wenig zielstrebig.
  • Unterschreiben sollten Sie mit einem Füller, nicht mit einem Kugelschreiber. Ihre Anlagen werden unter oder - falls wenig Platz vorhanden ist - neben der Überschrift "Anlagen:" aufgezählt. Das können zum Beispiel Lichtbild, Lebenslauf, Diplom oder Ihre (Anzahl) Zeugniskopien sein.

Der tabellarische Lebenslauf

Inhaltlich gilt hier:

  • Enthält der Lebenslauf die persönlichen Lebensdaten, Informationen über Ihre Schulbildung sowie außerschulischen Interessen und Tätigkeiten?
  • Der Lebenslauf sollte lückenlos sein. Waren Sie drei Monate in Neuseeland? Na wunderbar! So lassen Sie uns das doch auch wissen. Schließlich können wir dann davon ausgehen, dass Sie nicht nur selbstständig sind, sondern vor allem über sehr gute praktische Englischkenntnisse verfügen.

Formal gilt hier:

  • Der tabellarische Lebenslauf heißt nicht umsonst so. Verwenden Sie also bitte eine tabellarische Form, die dem Namen Rechnung trägt. Schließlich sollten sich dem Leser auf einen Blick sofort alle relevanten Daten erschließen.
  • Kleben Sie das auf der Rückseite mit Ihrem Namen beschriftete Foto in die rechte obere Ecke oder, besser noch: befestigen Sie es mit Fotoecken. Übrigens, beim Passfoto ist auf eine gute Qualität zu achten, es muss einen sympathischen Eindruck machen. Hier mal eben nur in die Fotokabine zu gehen, wäre an der falschen Stelle gespart.

Zeugnisse und Bescheinigungen

  • Versenden Sie stets Kopien, nie die Originale. Und zwar die des Abschlusszeugnisses des vorangegangenen Schuljahres bzw. das Halbjahreszeugnis des laufenden Schuljahres.
  • Schicken Sie bitte auch die Bescheinigungen über eventuelle Praktika mit.
  • Sollten Sie schulische Kurse besucht haben, die nicht im Zeugnis vermerkt sind, so versenden Sie bitte auch darüber die entsprechenden Belege.
  • Dasselbe gilt für Freizeitaktivitäten - sofern diese für den Berufsalltag relevant sein könnten.
  • Oder hatten Sie bereits einen Ferienjob, der einen Bezug zum Beruf hat, den Sie erlernen möchten? Wenn ja, dann bitte auch hier eine Bescheinigung mitschicken.

Absage

Auch wenn Sie eine Absage von uns bekommen, gilt: Kopf hoch. Wichtig ist, dass Sie die Absage nicht persönlich nehmen. Manchmal hat man nämlich einfach nur Pech. Gerade bei der REWE gibt es viele Ausbildungsberufe, die sehr beliebt sind, was zu einem großen Andrang auf freie Ausbildungsplätze führt. Und wenn viele qualifizierte Bewerber um wenige Ausbildungsstellen konkurrieren, braucht man zum Erfolg halt auch ein wenig Glück. Und sogar wenn Sie mehrere Absagen erhalten sollten, bedeutet das noch lange nicht, dass Sie für Ihren Wunschberuf ungeeignet sind.

Sie sollten ein, zwei Wochen Pause einlegen, überlegen, was vielleicht noch zu optimieren ist und sich dann mit neuem Elan wieder bewerben. Wenn es erneut nur Absagen hagelt, sollten Sie Ihre Bewerbungsstrategie mal kritisch unter die Lupe nehmen. Sind die Unterlagen fehlerfrei und wirklich Werbung in eigener Sache? Ist die Formulierung für den Leser ansprechend? Auch wenn es abgedroschen klingt: Aus Fehlern kann man lernen. Nach einer kritischen Analyse der Gründe für die Absagen steht neuen Bewerbungen mit frischem Schwung nichts mehr im Wege.

 

Wir wünschen viel Erfolg!