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Verzicht auf Schnabelkürzen: REWE Group fordert Aufnahme in KAT-Zertifizierung



Anfang Juli unterzeichnete das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft eine Vereinbarung mit den Branchenverbänden der Geflügelwirtschaft, ab dem 1. Januar 2017 in Deutschland auf die Einstallung von schnabelgekürzten Junghennen zu verzichten.

Die REWE Group begrüßt und unterstützt die freiwillige Vereinbarung, in der ambitionierte Ziele und Maßnahmen definiert sind, fordert jedoch weitergehende Schritte: Die Aufnahme des Verzichts in die Leitlinien des Vereins für kontrollierte alternative Tierhaltungsformen (KAT) ist unabdingbar, da der Geltungsbereich der vorliegenden Vereinbarung sich derzeit nur auf die deutschen Brütereien und Legehennenbetriebe bezieht. Aufgrund des hohen Importbedarfs an Schaleneiern für Deutschland ist es aber erforderlich, dass auch die aus dem Ausland stammenden Eier von Legehennen mit unversehrten Schnäbeln sein müssen. Andernfalls droht die Gefahr, dass die Vereinbarung unterlaufen wird und es zu Wettbewerbsverzerrungen kommen kann.

Ferner bleibt bisher die Frage unbeantwortet, auf welche Art und Weise die Einhaltung sowie die Erfolgskontrolle des vorgestellten Strategieprozesses erfolgen soll. Nur durch Änderung des KAT-Leitfadens kann sichergestellt werden, dass in der konventionellen Haltung im KATGeltungsbereich eine kontrollierte und breite Umstellung auf Legehennen mit ungekürzten Schnäbeln erfolgt.

Die REWE Group sammelt im Rahmen ihres PRO PLANET-Eierprojekts bereits seit längerer Zeit Erfahrungen mit Legehennen, bei denen auf das Kürzen der Schnäbel verzichtet wurde. „Unsere Pilotprojekte zeigen, dass mit dem Ausstieg aus dem Schnabelkürzen verbindliche begleitende Maßnahmen sowohl in den Haltungs- als auch in den Managementsystemen umgesetzt werden müssen. Hierzu gehört auch eine verbindliche Regelung, wie im Falle des Auftretens von Verhaltensanomalien eine temporär differenzierte Lichtsteuerung zu erfolgen hat“, sagt Dr. Klaus Mayer, Leiter Qualitätsmanagement der REWE Group. „Um sowohl einen ganzheitlichen Ansatz, als auch die notwendigen Kontrollen des Ausstiegs aus dem Schnabelkürzen zu bewerkstelligen, ist es aus unserer Sicht deshalb unverzichtbar, dass das Kriterium eines ungekürzten Schnabels in die KAT-Anforderungen verankert wird“, appelliert Mayer.

Dieser Schritt wird dazu beigetragen, dass die von dem Bundeslandwirtschaftsministerium und den Geflügelverbänden verabschiedete Vereinbarung eine zeitnahe Umsetzung und Kontrolle erfährt.