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Nährwertdiskussionen

03.06.2016

Unter der Überschrift „Nährwerte“ werden verschiedenste Aspekte diskutiert:

Nährwertkennzeichnung

In erster Linie wird die Nährwertkennzeichnung auf den Etiketten von Fertigpackungen diskutiert. Diese Art der Kennzeichnung ist ab Dezember 2016 in der gesamten Europäischen Union grundsätzlich vorgeschrieben. Die Nährstoffe Fett, gesättigte Fettsäuren, Kohlenhydrate und Zucker, Eiweiß und Kochsalz sowie der Energiegehalt müssen bezogen auf 100 Gramm oder 100 Milliliter in Tabellenform auf jeder einzelnen Verpackung angegeben werden als wichtige Sachinformation für den Verbraucher.

Logos, Siegel und Farben

Zusätzlich gibt es in Europa verschiedene Logos, Siegel und Farbgebungen (Ampel), die sich auf die Nährstoffgehalte beziehen. Bekanntestes Kennzeichnungssystem ist die aus dem Vereinigten Königreich kommende „Nährwertampel“. Ein hoher, mittlerer oder niedriger Nährstoffgehalt (Fett, gesättigte Fettsäuren, Zucker oder Salz) wird mit den Ampelfarben gekennzeichnet. Aus den Nordic-Staaten (Dänemark, Norwegen, Schweden und Finnland) ist das Schlüssellochsystem bekannt, welches eine Auszeichnung von Lebensmitteln mit dem Schlüssellochsymbol bei besonders geeigneten Nährstoffgehalten ermöglicht. Vergleichbar funktioniert das „Choices“-Logo aus den Niederlanden und Belgien.

Nährwertprofile als Voraussetzung für Werbung und Anreicherung

In den Medien werden Nährwertprofile als rechtliche Regelungselemente der Werbung verstärkt diskutiert. Im Unterschied zur Nährwertkennzeichnung, die für den Endverbraucher auf der Packung sichtbar aufgebracht wird, sind Nährwertprofile nicht sichtbar und ausschließlich an die Lebensmittelindustrie - Handel und Hersteller - gerichtet. Nährwertprofile sind ein Instrumentarium der EU-Gesetzgebung, Lebensmittel von jeglicher nährwertbezogener Werbung (leicht, reich an, eine gute Quelle für….), gesundheitsbezogener Werbung (unterstützt die Abwehrkräfte…) oder der Anreicherung der Lebensmittel mit Vitaminen und Mineralstoffen auszuschließen.

Als nicht geeignet und damit als nicht übereinstimmend mit den Anforderungen der Nährwertprofile werden Lebensmittel eingestuft, die hinsichtlich der als kritisch angesehenen Nährstoffe wie Fett, gesättigte Fettsäuren, Zucker und Salz festgelegte Grenzwerte nicht einhalten. Entsprechende Grenzwerte, die von der EU-Kommission bereits 2009 als Entwurf vorgelegt wurden, wurden bisher jedoch noch nicht verabschiedet.

Aus Gründen der Einschränkung von Lebensmittelwerbung an Kinder unter 12 Jahren haben namhafte, international tätige Lebensmittelhersteller 2009 eine freiwillige Selbstverpflichtung auf Grundlage von einfachen, selbst erstellten Profilen unterzeichnet.

Anfang 2016 hat die WHO-Europe entsprechende, detaillierte Empfehlungen zu Nährwertprofilen veröffentlicht, die die Werbung an Kinder weiter einschränken sollen. Diese Profile/Grenzwerte sind nicht verpflichtend, haben die Diskussionen um „Nährwerte“ aber erneut entfacht.